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Seligersee


Seligersee
Nilow-Kloster auf der Insel Stolobny
Geographische Lage Russland; Oblast Twer, Oblast Nowgorod
Zuflüsse 110 Zuflüsse
Abfluss SelischarowkaWolga
Städte am Ufer Ostaschkow
Daten
Höhe über Meeresspiegel 205 m
Fläche 212 km²[1][2]
Länge 66 km
Breite 37 km
Umfang 528 km
Maximale Tiefe 24 m
Mittlere Tiefe 5,8 m[1]
Einzugsgebiet 2310 km²[2]

Der Seligersee (russisch озеро Селигер/osero Seliger) ist der größte See der Waldaihöhen.

Lage

Der größte Teil des Sees gehört zur Oblast Twer im nordwestlichen Teil der Region Zentralrussland. Der äußerste Norden gehört zur Oblast Nowgorod in der Region Nordwestrussland. Er liegt auf einer Höhe von 205 m, umfasst 212 km² und hat rund 160 Inseln. Die größte Insel ist Chatschin, weitere bedeutende Inseln sind Gorodomlja und Stolobny. Der See erreicht eine durchschnittliche Wassertiefe von 5,8 m.

Der Seligersee liegt in einer waldreichen und hügeligen Landschaft, den Waldaihöhen, in denen die drei großen Flüsse Dnepr, Düna und Wolga entspringen. Aufgrund seiner reichen Flora und Fauna wurde der See zum Naturschutzgebiet erklärt. Die einzige Stadt am Ufer des Sees ist Ostaschkow.

Der See ist als Ausflugsziel und Sommerfrische beliebt. Eine Sehenswürdigkeit ist das Nilow-Kloster auf der Insel Stolobny.

Geschichte

In der Zeit von 1939 bis 1941 wurde das Nilow-Kloster vom NKWD als Kriegsgefangenenlager genutzt. Die meisten der überwiegend polnischen Insassen wurden 1940 in Twer ermordet, was als Teil des Massakers von Katyn bekannt ist, und in Mednoje beerdigt.

Auf der Insel Gorodomlja wurde 1928 eine biologische Forschungsstation eingerichtet, in der u.a. an der Maul- und Klauenseuche geforscht wurde. Ab 1946 wurde hier die Abteilung 1 der Forschungs- und Entwicklungsstätte für Weltraumraketen NII-88 unter der Leitung von Sergei Koroljow eingerichtet. Von 1946 bis 1955 waren auf der Insel auch deutsche Raketeningenieure und ihre Familien angesiedelt. Der bedeutendste war Helmut Gröttrup, zuvor Assistent Wernher von Brauns. Aus diesem Grund erlangte die Insel gewisse Berühmtheit in der Geschichte der Raumfahrt. Bis heute ist die Insel mit der auf ihr befindlichen Siedlung Solnetschny eines der Geschlossenen administrativ-territorialen Gebilde (SATO) Russlands.

Seit 2005 findet jährlich am Ufer des Sees das Jugendtreffen Seliger statt, das zunächst von der regierungstreuen Jugendorganisation Naschi veranstaltet wurde und seit 2010 von der staatlichen Agentur für Jugendangelegenheiten Rosmolodjosch organisiert wird.

Etymologie

Der Name "Seliger See" taucht unter dem Namen "Sereger" in russischen Chroniken des XII - XIII Jahrhunderts erstmals auf.[3]

Der Name des Seliger-See (altrussische Form "Seregѣr") ist wahrscheinlich Balto-finnischen Ursprungs, aber die spezifische Etymologie bleibt umstritten. Pogodin und Popov argumentieren, dass der Name vom finnischen "Selkäjärvi" stammt. Kalima und Vasmer vermuten, dass der Name des See vom finnischen "Särkijärvi" stammt.[4][5] Die beiden Versionen schließen sich gegenseitig aus und haben auch gewisse phonetische Schwierigkeiten. Der Ursprung des Namens des Seliger-See bleibt umstritten, auch durch die Schwierigkeit der Unterscheidung der baltisch-finnischen von anderen Ostsee-Sprachen in der Region.[6]

Es gibt auch Spekulationen, dass der Name des Sees eine nordgermanische Herkunft hat (séligr, sjáligr "berühmt, schön").[7]

Weblinks

 Commons: Seligersee  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Artikel Seligersee in der Großen Sowjetischen Enzyklopädie (BSE), 3. Auflage 1969–1978 (russisch)
  2. 2,0 2,1 Seligersee im Staatlichen Gewässerverzeichnis der Russischen Föderation (russisch)
  3. Pokazhchik geografіchnih Name, etnonіmіv (Ukr.) (Memento vom 24. August 2013 auf WebCite). Von der ursprünglichen Quelle 24. August Archivierte 2013.
  4. Max Vasmer - Etymologisches Wörterbuch der russischen Sprache. T. III. S. 595-596.
  5. Ivanov V.F. Region Toponymic Wörterbuch - Seliger (Memento vom 25. August 2012 im Internet Archive)
  6. Landwirt V. indoeuropäischen Endung * -men - / * - Mo in slawische Ortsnamen // Landwirt V. Von der Geschichte der indogermanischen Wortbildung SPb .: St. Petersburg State University, 2005, S. 247.
  7. nordgermanische Ortsnamen in Belarus und West-Russland

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Seligersee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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