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Seekirchen am Wallersee


Seekirchen am Wallersee
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 50,3 km²
 :
Höhe: 512 m ü. A.
Einwohner: 10.521 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 209 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5201
Vorwahl: 06212
Gemeindekennziffer: 5 03 39
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Stiftsgasse 1
5201 Seekirchen am Wallersee
Website: www.seekirchen.at
Politik
Bürgermeisterin: Monika Schwaiger (ÖVP)
Gemeinderat: (2014)
(25 Mitglieder)
9 ÖVP, 3 FWS, 3 SPÖ, 6 LESE, 4 FPÖ
Lage der Stadt Seekirchen am Wallersee im Bezirk Salzburg-Umgebung
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Seekirchen ist eine Stadt mit 10.521 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ) im Flachgau im Bundesland Salzburg in Österreich. Sie liegt direkt am Wallersee, gegenüber von Neumarkt am Wallersee. Seekirchen ist schon seit über 1300 Jahren urkundlich belegt, hat aber erst in jüngerer Zeit das Stadtrecht verliehen bekommen.

Geographie

Seekirchen am Wallersee ist Teil des Gerichtsbezirks Neumarkt bei Salzburg. Nachbargemeinden sind Anthering, Elixhausen, Eugendorf, Hallwang, Henndorf am Wallersee, Köstendorf, Mattsee, Obertrum am See und Schleedorf.

Katastralgemeinden und Ortschaften

Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Bayerham (151)
  • Brunn (969)
  • Fischtaging (247)
  • Halberstätten (205)
  • Huttich (273)
  • Kothgumprechting (143)
  • Kraiham (130)
  • Mayerlehen (268)
  • Mödlham (434)
  • Ried (211)
  • Schmieding (108)
  • Schmiedkeller (127)
  • Schöngumprechting (258)
  • Seekirchen am Wallersee (3.245)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Marschalln, Mödlham, Seekirchen Land, Seekirchen Markt, Seewalchen und Waldprechting.

Geschichte

Auf Seekirchner Gemeindegebiet leben schon seit mindestens 5000 Jahren Menschen (Jungsteinzeit). 696 wurde Seekirchen zum ersten Mal urkundlich vom Hl. Rupert (Bischof von Worms) erwähnt. Bei dem von ihm gegründeten Einsiedlerhaus stand auch eine dem hl. Petrus geweihte Kirche, Erstkirche und Ehekirche genannt, aus dem angeblich durch Verballhornung der Ortsname Seekirchen hervorging[2]. Seekirchen ist der am längsten durchgehend besiedelte Ort in Österreich. Im Jahre 1424 erfolgte die Erhebung zur Marktgemeinde. Am 1. Juli 1974 wurden die selbständigen Gemeinden Seekirchen Markt und Seekirchen Land zur Gemeinde Seekirchen am Wallersee zusammengelegt. Am Rupertitag (24. September) des Jahres 2000 wurde Seekirchen das Stadtrecht verliehen

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Politik

Direkt gewählte Bürgermeisterin ist Monika Schwaiger (ÖVP).

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Seekirchen am Wallersee hat 25 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2014 wie folgt zusammen:

Wappen

Wappenbeschreibung: In gespaltenem Schild rechts in Rot ein silberner Balken, worin zwei aus den Feldrändern wachsende Unterarme, mit einer goldenen Stola umwunden, einander die Hände reichen. Der rechte Arm braun bekleidet (Mann), der linke nackt (Frau). Links in Blau über naturfärbigem Wellenschildfuß auf silbernem Boden eine silberne Kirche mit roten Dächern. Außerhalb, über dem oberen Schildrand nebeneinander die schwarzen Jahreszahlen 1424 und 1974.

Infrastruktur

Seekirchen liegt direkt an der Westbahn und verfügt über einen Bahnhof an dem sowohl Eilzüge, als auch die Linie S2 der S-Bahn Salzburg halten, dadurch ist ein schneller Anschluss an die Landeshauptstadt Salzburg gewährt. Außerdem ist durch die Postbus Linie 131 eine Anbindung ans Trumer Seenland gegeben. Die Westbahn stellt auch eine wichtige wirtschaftliche Grundlage für die Kleinstadt dar.

Wirtschaft

Klein- und Mittelbetriebe prägen die Seekirchner Wirtschafts-Struktur. Von den ca. 300 Betrieben beschäftigen mehr als 90 Prozent weniger als 5 Mitarbeiter.

Das Stadtzentrum von Seekirchen konnte, trotz Zuwanderung von Filialisten, seine Handelstruktur mit überwiegend kleinen Betrieben bewahren.

Über 65 Klein- und Mittelbetriebe aus Handel, Handwerk, Gastronomie und Dienstleistung sind im Citymarketing Seekirchen organisiert. Der von Stadtgemeinde Seekirchen, Tourismusverband und Gewerbetreibenden finanzierte Verein besteht seit 2004. Hauptzweck ist die Belebung und Attraktivierung des Stadtzentrums und das Organisieren gemeinsamer Werbe- und PR-Aktivitäten. Bis 2004 wurde diese Aufgabe von der Werbegemeinschaft "Kauf in" übernommen.

Von den ca. 5000 ha Gemeindefläche werden rund 4000 ha land- und forstwirtschaftlich genutzt. 16 % dieser Fläche (ca. 640 ha) dienen der forstlichen Nutzung. Die restlichen 84 % stehen überwiegend der Grünlandnutzung zur Verfügung. Von den rund 170 viehhaltenden landwirtschaftlichen Betrieben werden 4.800 Milchkühe und etwa 2.400 Stück Jungvieh gehalten.

Der Großteil der produzierten Milchmenge wird zu Emmentalerkäse verarbeitet. Etwa 30 % der bäuerlichen Betriebe werden als Vollerwerbsbetriebe geführt, die restlichen 70 % als Zu- und Nebenerwerb. Die Eigentumsstruktur der rund 240 landwirtschaftlichen Grundbesitzer hat sich in den letzten 70 Jahren kaum verändert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Seekirchen am Wallersee

Seekirchen verfügt über ein eigenes Kulturzentrum mit vornehmlich zeitgenössischer Ausrichtung. Das Kulturhaus Emailwerk wird vom Kulturverein KunstBox, einem 2004 gegründeten Kulturverein, betrieben. Hauptziele des Kulturvereins KunstBox sind die Förderung des Kulturschaffens in Seekirchen und der Region sowie die für eine professionelle Kulturarbeit nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Der Verein bietet ferner ein auf die wesentlichen Kultursparten ausgerichtetes Programm und vielfältige kulturelle Fortbildungsmöglichkeiten an. Der Kulturverein KunstBox ist Mitglied des Dachverband Salzburger Kulturstätten und der IG Kultur Österreich, im Salzburger Landeskulturbeirat und im Fachbeirat für Kulturinitiativen Salzburg Land.

Sport

Bekannt ist der 1945 gegründete Fußballverein SV Seekirchen 1945, der derzeit in der Regionalliga West, der dritthöchsten Spielstufe im österreichischen Fußballgeschehen, spielt und mit den Brüdern Ibertsberger und Thomas Winklhofer sogar drei österreichische Fußballnationalspieler hervorbrachte.

ASKÖ SC Seekirchen 1980 Der 1980 von Ing. Gerhard Strasser, Peter Braunwieser und Manfred Schmidhuber gegründete Faustballverein spielt derzeit in der 2. Bundesliga. Im Nachwuchsbereich zählt ASKÖ Seekirchen zu den erfolgreichsten Vereinen in Österreich. Zahlreiche Öster. Meistertitel und Podestplätze bestätigen die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit. Lukas Pichelstorfer erreichte mit der U18 Nationalmannschaft Silber bei der Weltmeisterschaft, Andrea Mödlhamer, Veronika Pfund und Lukas Pichelstorfer konnten Bronze bei U18 Europameisterschaften erreichen.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter:

  • Franz Braumann (* 2. Dezember 1912 in Huttich; † 26. Oktober 2003 in Köstendorf), Autor
  • Andreas Ibertsberger (* 27. Juli 1982), Fußballnationalspieler
  • Dieter Kugele (* 1944), Richter am Bundesverwaltungsgericht und deutscher Rechtswissenschaftler
  • Herbert Pichler (* 25. September 1921 in Mies), Mediziner und Fernsehkommentator
  • Helma Schimke (* 16. Februar 1926), Architektin und Bergsteigerin
  • Thomas Winklhofer (* 30. Dezember 1970), Fußballnationalspieler und UEFA-Cup-Finalist

Mit der Stadt verbunden:

  • Robert Ibertsberger (* 20. Januar 1977 in Neumarkt), Fußballnationalspieler; in Seekirchen aufgewachsen
  • Wend von Kalnein (* 24. Mai 1914 in Ludwigslust; † 22. November 2007 in Seekirchen), Kunsthistoriker, Honorarprofessor der Universität Salzburg und Schriftsteller; lebte in Seekirchen
  • Manfred Pamminger (* 28. Dezember 1977 in Salzburg), Fußballspieler; in Seekirchen aufgewachsen
  • Clemens Sedmak (* 6. August 1971 in Bad Ischl), Theologe und Philosophieprofessor; wohnt in Seekirchen

Weblinks

 Commons: Seekirchen am Wallersee  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. Werner Rainer: Marcus Sitticus. Die Regierung des Fürsterzbischofs nach der Chronik von Johannes Stainhauser, zugleich: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 29. Ergänzungsband, Salzburg 2012, ISBN 978-3-200-02639-1. S. 165.
  3. http://www.salzburg.gv.at/20003stat/wahlen/gvw/index.htm#erg.105.0.0.0.1
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 4,5 Dehio Salzburg 1986, Seekirchen am Wallersee, Seiten 397 bis 404

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Seekirchen am Wallersee (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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