Seehausen (Uckermark) - LinkFang.de





Seehausen (Uckermark)


Seehausen
Gemeinde Oberuckersee
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 11,09 km²
Einwohner: 238
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 2001
Postleitzahl: 17291
Vorwahl: 039863

Seehausen als altes Fischerdorf und Straßenangerdorf[1] ist ein Ortsteil der Gemeinde Oberuckersee mit rund 238 Einwohnern im Landkreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs.

Geografie

Der Ort liegt in der Uckermark zehn Kilometer südlich von Prenzlau und sieben Kilometer westlich von Gramzow.

Seehausen befindet sich am Nordende (Lanke) des Oberuckersees. Im Südwesten des Ortes führt eine Straßenbrücke über den Fluss Ucker weiter nach Potzlow. In Ortsnähe zu sehen ist der Krummesee in Richtung Quast und südöstlich der Eisenbahnstrecke Angermünde-Stralsund.

Verkehrsinfrastruktur und Tourismus

Seehausen liegt an der Fernbahnstrecke Berlin–Stralsund. Durch das Dorf führt der Radfernweg Berlin–Usedom. Im Ort befindet sich eine Anlegestelle des Fahrgastschiffes, direkt am Hotel.

Geschichte

Erste Erwähnung der Gemeinde 1250 als Sehusen.

Seit dem 31. Dezember 2001 bildet Seehausen zusammen mit drei weiteren ehemaligen Gemeinden die neue Gemeinde Oberuckersee.[2]

Sehenswürdigkeiten

  • Klosterhalbinsel
  • Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit Kanzel von 1619

Zisterzienserinnenkloster Marienwerder

Die älteste urkundliche Erwähnung des nicht mehr vorhandenen Klosters Marienwerder ordinis CisterciensisJunckfrawen closter Sehusen findet sich in einem am 19. November 1250 datierten Brief des Bischofs Wilhelm von Cammin. In ihm erteilt er allen, die zum Bau des Klosters Seehausen beitragen, einen vierzigtägigen Ablaß. Die Gründung fällt noch in die Zeit, da die Pommernherzöge über die Uckermark herrschten. Die Stifter des Klosters sind unbekannt.

Die ehemalige Zisterzienserinnenabtei Marienwerder befand sich auf dem einst inselartigen, jetzt mit dem Festland zusammengewachsenen Werder, südlich vom heutigen Dorf Seehausen. Die einstige Halbinsel war im Mittelalter durch eine überdachte Holzbrücke mit der Burgwallinsel im Oberuckersee verbunden. Dem Kloster gehörten die acht Dörfer Seehausen, Potzlow, Blankenburg, Warnitz, Seelübbe, Grünow, Drense, Grenz mit Gerichten und Kirchenpatronaten, vier Klostervorwerke, Wiesen, zwei Mühlen und die Heide der Jacobsdorf. Mit den Frauenklöstern zu Prenzlau und Boitzenburg besaßen die Seehausener Zisterzienserinnen gemeinsam einen Hof in Göritz.[3]

Bei Grabungen auf dem Werder und bei Tauchfunden und Unterwassergrabungen im Oberuckersee in den Jahren von 1984 bis 1991 kamen Fundamentreste ans Tageslicht, mehr als 20.000 Gegenstände aus dem Klosterleben wurden gefunden. Teile der Funde sind im Kulturhistorischen Museum im Dominikanerkloster Prenzlau zu sehen.

Einzelnachweise

  1. siehe dazu L. Enders "Hist. Ortslex. Brandenburg", Teil VIII, Uckermark, Seite 912
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  3. Ursula Creutz: Bibliographie der ehemaligen Klöster und Stifte im Bereich des Bistums Berlin, des Bischöflichen Amtes Schwerin und angrenzender Gebiete. 1988 S.191–193.

Literatur

  • Lieselott Enders: Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Teil VIII, Uckermark, Weimar 1986, ISBN 3-7400-0042-2
  • Gerhard Kohn: Seehausen/Uckermark.Zisterzienserinnenkloster Marienwerder. In: Heinz-Dieter Heimann/Klaus Neitmann/Winfried Schich mit Martin Bauch/Ellen Franke/Christian Gahlbeck/Christian Popp/Peter Riedel (Hg.): Brandenburgisches Klosterbuch. Handbuch der Klöster, Stifte und Kommenden bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts (2 Bde.) (Brandenburgische Historische Studien 14). Berlin-Brandenburg 2007, S. 1099–1106.

Weblinks

 Commons: Seehausen (Uckermark)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Uckermark | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Uckermark) | Oberuckersee (Gemeinde)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Seehausen (Uckermark) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.