Schwerstedt (bei Straußfurt) - LinkFang.de





Schwerstedt (bei Straußfurt)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: SömmerdaVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Straußfurt
Höhe: 155 m ü. NHN
Fläche: 12,62 km²
Einwohner: 612 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99634
Vorwahl: 036376
Kfz-Kennzeichen: SÖM
Gemeindeschlüssel: 16 0 68 049
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 13
99634 Straußfurt
Webpräsenz: www.vgstraussfurt.de
Bürgermeister: Jürgen List (FDP)
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Schwerstedt ist eine Gemeinde im Landkreis Sömmerda in Thüringen. Sie gehört der Verwaltungsgemeinschaft Straußfurt an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Straußfurt hat.

Geografie

Schwerstedt liegt zwischen Bad Tennstedt und Straußfurt. Zu beiden Orten beträgt die Entfernung etwa 5 km. Durch den Ort fließt der Bach Öde, der südöstlich der Ortslage in den Mittelgraben mündet, der sich wiederum nach rund 2 km im Rückhaltebecken Straußfurt mit der Unstrut vereinigt.

Westlich der Ortslage verläuft die Grenze zum Unstrut-Hainich-Kreis mit der Ortschaft Ballhausen.

Geschichte

Zu Beginn des 9. Jahrhunderts wird Schwerstedt in einem Verzeichnis der Güter des vom Erzbischof Lullus († 786) von Mainz erbauten Klosters Hersfeld als Suegerstede erwähnt. Der Ort gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Weißensee. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam er zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Weißensee im Regierungsbezirk Erfurt der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.[2]

Schwerstedt war 1678 von Hexenverfolgung betroffen. Eine Frau geriet in einen Hexenprozess.[3]

Südöstlich von Schwerstedt lag das Rittergut Stödten. Bis 1928 existierte es als selbständiger Gutsbezirk und wurde 1928 im Zuge der Auflösung der Gutsbezirke in Preußen mit der Gemeinde Schwerstedt vereinigt. Das Rittergut wurde zur Zeit der DDR in den 1950er Jahren restlos beseitigt, seine Ländereien vom Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt überflutet.

Eine mehrerer onomastisch möglicher Deutungen des Ortsnamens leitet diesen von althochdeutsch Swaigar = Hirte zu Swaiga = Weide ab, so dass mit Swegerstede eine Wohnstätte an einem Weideplatz oder der Wohnsitz von Hirten gemeint sein könnte.[4]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat aus Schwerstedt setzt sich aus 8 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Gemeindewahl 2014[5]
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
84,1 %
15,9 %
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Bürgermeister

Der ehrenamtliche Bürgermeister Jürgen List wurde am 26. Juni 2004 gewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Kirche von Schwerstedt wurde Anfang des 18. Jahrhunderts gebaut und ist sehr geräumig mit einem großen Chorraum. Das Kirchenschiff ist innen weiß verputzt bzw. gestrichen und mit vergoldeten Rokoko-Ornamenten verziert. Der Kanzelbau stammt aus der Zeit um 1735 und das Taufgestell aus der Zeit um 1740. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Eisleben-Sömmerda der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Der Haltepunkt Schwerstedt (Unstrut) lag an der Bahnstrecke Ballstädt–Straußfurt. Die Strecke ist seit 1999 stillgelegt.

Über die L 2165 ist Schwerstedt mit der im Süden zwischen Straußfurt und Gebesee verlaufenden B 4 verbunden. Im Norden der Ortslage mündet die L 2165 in die zwischen Bad Tennstedt und Straußfurt verlaufende L 3176.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Der Landkreis Weißensee im Gemeindeverzeichnis 1900
  3. Manfred Wilde: Die Zauberei- und Hexenprozesse in Kursachsen, Köln, Weimar, Wien 2003, S. 632.
  4. Rüdiger Gebser: Das Thüringer Königreich, Erfurt 2001 (online http://www.grin.com/de/e-book/105174/das-thueringer-koenigreich )
  5. http://www.wahlen.thueringen.de/wahlseite.asp?aktiv=KW01&startbei=kommunalwahlen/KW_wahlergebnisse.asp
  6. Website der Ev. Kirche in Mitteldeutschland

Literatur

  • Reinhold Andert: Die Tretenburg, Herbsleben und die Königsleutedörfer (Schwerstedt war im Thüringer Königreich bis 531 Königsleutedorf.) In: Der Thüringer Königshort, Dingsda-Verlag, Querfurt 1995, ISBN 3-928498-45-2
  • Reinhold Andert: Der Ring um Herbsleben, In: Der fränkische Reiter, Dingsda-Verlag Querfurt, Leipzig 2006, ISBN 3-928498-92-4

Weblinks

 Commons: Schwerstedt (bei Straußfurt)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schwerstedt (bei Straußfurt) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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