Schweizer Mannsschild - LinkFang.de





Schweizer Mannsschild


Schweizer Mannsschild

Systematik
Asteriden
Ordnung: Heidekrautartige (Ericales)
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Unterfamilie: Primuloideae
Gattung: Mannsschild (Androsace)
Art: Schweizer Mannsschild
Wissenschaftlicher Name
Androsace helvetica
(L.) All.

Das Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica) ist eine Pflanzenart der Familie der Primelgewächse (Primulaceae). Diese kalkliebende Art gilt als eine der typischsten Felsenpflanzen der Alpen.

Merkmale

Der Schweizer Mannsschild wächst als niedrige Polsterpflanze und erreicht Wuchshöhen von 1–3 cm. Er trägt in der Regel weiße Blüten und kann sowohl durch Insekten (vor allem Fliegen) als auch durch Selbstbestäubung befruchtet werden. Die kleinen Samenkörner werden durch den Wind verbreitet und sind Frostkeimer.

Mit Hilfe eines tief in Felsspalten eindringenden Pfahlwurzel ist das Schweizer Mannsschild in der Lage, auch an stark wetterexponierten Stellen auszuhalten. Schutz vor Wettereinflüssen bieten auch die kleinen, behaarten und dachziegelartig angeordneten Blätter und seine halbkugelförmige Gestalt. Diese Pflanzenpolster können einen Durchmesser von bis zu 15 cm und ein Alter von 50 bis 60 Jahren erreichen. Im Laufe des Wachstums sterben einzelne Blättchen immer wieder ab und werden durch neue ersetzt. Die abgestorbenen Blätter werden zu Humus und das Innere der Halbkugel gleicht mit seinen durch die Verwesung entstandenen Hohlräume einem Schwamm, der ausreichend Wasser aufnehmen kann, so dass das Schweizer Mannsschild auch längere Trockenperioden überstehen kann.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 40.[1]

Vorkommen

Das Schweizer Mannsschild ist in den Nördlichen Randalpen, selten in den Innenalpen sowie etwas häufiger in Teilen der Südlichen Randalpen zu finden. Auf Kalkfels gedeiht der Schweizer Mannsschild in Höhen zwischen 1500 und 3700 Meter (alpin bis nival). In den Allgäuer Alpen steigt er von 1580 m in Tiroler Teil zwischen Mittlerer und Oberer Hochalpe bis zu 2650 m Meereshöhe am Gipfel der Mädelegabel auf[2].

In Österreich ist er zerstreut in den Bundesländern Oberösterreich, Steiermark, Salzburg, Tirol und Vorarlberg anzutreffen.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa

Der Schweizer Mannsschild braucht kalkhaltigen Untergrund. Er ist eine Charakterart des Androsacetum helveticae aus dem Verband Potentillion caulescentis.[1]

Er besiedelt vor allem feinerdereiche Felsspalten bevorzugt an sonnigen Südhängen, er geht aber auch in Grobschutt. Er erträgt große Temperaturgegensätze. Er gedeiht zwischen 1800 und 3000 m, selten geht er auch tiefer oder höher.

In den Nördlichen Kalkalpen kommt er zerstreut vor und wird nach Osten hin seltener, in Österreich fehlt er gebietsweise. In den Südlichen Kalkalpen und in den Zentralalpen ist er selten.

Literatur

  • Xaver Finkenzeller: Alpenblumen. Erkennen & bestimmen. Mosaik, München 2002, ISBN 3-576-11482-3.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas, Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 3, ISBN 3- 440-08048-X

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5
  2. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 2. IHW-Verlag, Eching bei München, 2004. ISBN 3-930167-61-1

Weblinks

 Commons: Schweizer Mannsschild (Androsace helvetica)  – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Mannsschild | Alpenflora

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schweizer Mannsschild (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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