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Schweix


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: SüdwestpfalzVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verbandsgemeinde: Pirmasens-Land
Höhe: 377 m ü. NHN
Fläche: 3,73 km²
Einwohner: 332 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66957
Vorwahl: 06335
Kfz-Kennzeichen: PS, ZW
Gemeindeschlüssel: 07 3 40 048
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 19
66953 Pirmasens
Webpräsenz: www.schweix.de
Ortsbürgermeister: Karl-Heinz Conrad (SPD)
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Schweix ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an.

Geographie

Schweix liegt direkt an der Grenze zu Frankreich. Im Norden befindet sich Kröppen, im Osten Hilst und westlich liegt Liederschiedt. Die nächstgrößere Stadt ist Pirmasens im Nordosten.

Zu Schweix gehören auch die Wohnplätze Hilstermühle und Schweixermühle.[2]

Geschichte

Mittelalter

Das Dorf Schweix lag im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der Amtsschultheißerei Kröppen.[3]

Frühe Neuzeit

1570 verstarb Graf Jakob von Zweibrücken-Bitsch (* 1510; † 1570) als letztes männliches Mitglied seiner Familie. Das Amt Lemberg erbte seine Tochter, Ludovica Margaretha von Zweibrücken-Bitsch, die mit dem (Erb-)Grafen Philipp (V.) von Hanau-Lichtenberg verheiratet war. Ihr Schwiegervater, Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg, gab durch die sofortige Einführung des lutherischen Bekenntnisses dem streng römisch-katholischen Herzog Karl III. von Lothringen Gelegenheit, militärisch zu intervenieren, da dieser die Lehnshoheit über die ebenfalls zum Erbe gehörende Herrschaft Bitsch besaß. Im Juli 1572 besetzten lothringische Truppen die Grafschaft. Da Philipp IV. der lothringischen Übermacht nicht gewachsen war, wählte er den Rechtsweg. Beim anschließenden Prozess vor dem Reichskammergericht konnte sich Lothringen hinsichtlich der Herrschaft Bitsch durchsetzen, das Amt Lemberg dagegen – und somit auch Schweix – wurde der Grafschaft Hanau-Lichtenberg zugesprochen. Der Vertrag, der den Streit beendete, enthielt auch einen Passus, der den Katholiken eine freie Glaubensausübung in Schweix garantierte.[4]

1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Aufgrund der Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort.

Neuzeit

Im Zuge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Lemberg und Schweix – 1794 an Frankreich. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft kam Schweix zum bayerischen Rheinkreis.[5]

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Schweix besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden. Bei den vorhergehenden Wahlen wurden die Ratsmitglieder in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU Gesamt
2014 per Mehrheitswahl 8 Sitze
2009 3 5 8 Sitze
2004 5 3 8 Sitze

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Gold ein roter Sparren, beseitet oben von je einer grün -bestielten und -beblätterten grünen Eichel, unten von einem blauen Zahnrad“.

Der Sparren stammt aus dem Wappen von Hanau-Lichtenberg.

Die Flagge ist Gelb-Rot-Gelb geteilt im Verhältnis 1:4:1.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Verkehr

Schweix ist über untergeordnete Straßen zu erreichen. Über die A 8 im Norden besteht Anschluss an den Fernverkehr.

Mit Schweix verbundene Personen

  • Edith Stein (1891–1942), Nonne und Philosophin, 1998 heiliggesprochen. Sie besuchte zwischen 1927 und 1931 mehrfach den Schweixer Pfarrer Konrad Schwind und dessen Schwestern und Haushälterinnen Anna und Lisette. 1928 verbrachte Edith Stein im Pfarrhaus einige Wochen Urlaub.[7]

Siehe auch

Literatur

  • Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz . Speyer 1870.
  • Ernst Christan: Flurnamen der Hackmesseerseite. Die Entstehung des Dorfes Schweix. In: Pfälzische Heimatblätter 13. [vielmehr: 12.] 1964, S. 6-7
  • Erwin Ehrminger, Albert Zinßius: Schweix. Vergangenheit und Gegenwart. In: Heimatkalender. Das Pirmasenser und Zweibrücker Land, seine wechselvolle Geschichte und seine entwicklungsfreudige Gegenwart, Jg. 1974 (1973), S. 153-156, ISSN 0724-2026
  • Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. [maschinenschriftlich] Darmstadt 1962. [Vorhanden in Hessisches Staatsarchiv Darmstadt, Signatur: N 282/6].
  • Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9.
  • Theodor Rohr: Allerlei über den seltenen Familiennamen Zinßius. Ab 1788 in Schweix. 2. veränd. Aufl. Selbstverlag, Kleinsteinhausen 1998. (Aus Wasgau und Westrich; 12.)
  • Peter Kölsch: Ziviles Geburts-, Heirats- und Sterberegister der Gemeinde Schweix. 1793-1812. Pirmasenser Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, Pirmasens 2002
  • Peter Kölsch: Familienregister zu den katholischen Kirchenbüchern der Pfarrei Schweix. 1824-1875. Pirmasenser Arbeitsgemeinschaft für Familienforschung, Pirmasens 2002

Weblinks

 Commons: Schweix  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile , Seite 108 (PDF; 2,3 MB)
  3. Knöpp, S. 9; Matt, S. 9.
  4. Fritz Claus: Maria Rosenberg. Legende, Sage und Geschichte . 3. Auflage, Edenkoben 1911, S. 334.
  5. Beamtenverzeichniß .
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Joachim Feldes: Edith Stein und Schifferstadt. 2. korrig. Aufl. Schifferstadt 2011, S. 44–46. ISBN 3-00-002724-6.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schweix (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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