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Schwechat (Fluss)


Schwechat

Die Schwechat im Helenental westlich der Stadt Baden

Daten
Lage Niederösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle am Schöpfl im Wienerwald
Quellhöhe 893 m ü. A.
Mündung Bei der Stadt Schwechat in die Donau
Mündungshöhe 162 m ü. A.
Höhenunterschied 731 m
Länge 62 km

Abfluss MQ
7,9 m³/s
Linke Nebenflüsse Mödlingbach, Liesing
Rechte Nebenflüsse Triesting
Mittelstädte Baden, Schwechat
Gemeinden Klausen-Leopoldsdorf, Alland, Traiskirchen, Guntramsdorf, Laxenburg, Achau, Maria Lanzendorf, Lanzendorf

Die Schwechat in der Stadt Schwechat

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Die Schwechat ist ein 62 km langer Fluss im östlichen Niederösterreich. Sie entspringt am Schöpfl (893 m) im Wienerwald, fließt in östliche Richtung, bekommt erst kurz vor Alland ihren Namen und mündet bei Schwechat in die Donau.

Verlauf

Oberlauf

Ihre Quellbäche sind der Großkrottenbach, der Riesenbach, der Lammeraubach, der Kleinkrottenbach, der Agsbach und der Hainbach (von Süd nach Nord im Uhrzeigersinn), die alle bei Klausen-Leopoldsdorf zusammenfließen und die Schwechat bilden.

Mittellauf

Über Alland fließt sie durch das Helenental bis Baden und ergießt sich in das Wiener Becken.

Unterlauf

Ab Baden wird die Schwechat industriell genutzt. In Achau mündet der Mödlingbach in die Schwechat und schließlich vereinigt sie sich mit der Liesing, dem wasserreicheren Mitterbach und dem kleinen Fluss Kalter Gang in Schwechat. Östlich von Mannswörth bei Schwechat ergießt sie sich in die Donau, wobei sie in ihrem letzten Teilstück durch einen alten Donauarm – das Zieglerwasser – fließt.

Bei ihrer verschleppten Mündung weist die Schwechat eine durchschnittliche Wassermenge von 7,9 m³/s auf.

Eine Kuriosität stellt die Bewässerung des Schlossparks Laxenburg dar. Er erhält das Wasser nicht von der naheliegenden Schwechat, sondern aus Münchendorf von der Triesting. Dieses Wasser wird durch einen offenen Kanal – errichtet 1801 – entlang der Landesstraße L 154 geführt und überquert die Schwechat mittels einer Brücke. Die Entwässerung erfolgt dann über den Hahnenwiesbach in die Schwechat.

Name

Der Namen leitet vom slawischen swechant ab, was Die Stinkende bedeutet. Diese Attributierung ist aber erst ab Baden zutreffend, wo schwefelhaltige Quellen in den Fluss münden.

Triftanlagen

Von 1667 bis 1939 wurde die Schwechat im Abschnitt von Klausen-Leopoldsdorf bis Baden intensiv für die Holztrift genutzt. Bei Klausen-Leopoldsdorf wurde die Hauptklause und auf den umliegenden Zuflüssen 13 Nebenklausen errichtet. Am Westrand von Baden befand sich eine Rechenanlage, von wo es über die Klause beim Urtelstein weiter zum Holzrechen in Möllersdorf an der Reichsstraße geschwemmt wurde, von wo es mittels Fuhrwerk nach Wien gelangte.[1]

Der Weitertransport von Baden nach Wien erfolgte ab 1803 über den Wiener Neustädter Kanal. 1756 wurde die ursprünglich hölzerne Hauptklause als massiver Steinbau neu errichtet. Das Bauwerk ist bis heute erhalten. Seit dem Jahr 2006 werden auch die Nebenklausen wieder reaktiviert. Sie sollen sowohl als Kulturdenkmal als auch dem Hochwasserschutz als Rückhaltebecken dienen. Bei der Schöpflklause wurde ein Museum eingerichtet. [2]

Sportschifffahrt

Bei hohem Wasserstand wird die Schwechat zwischen Klausen-Leopoldsdorf und Baden gerne von Wildwasser Kajak Sportlern befahren. Die Schwierigkeit liegt bei WW II nach der sechsstufigen Wildwasserschwierigkeitsskala.[3]

Einzelnachweise

  1. Valerie Else Riebe: Der Wiener Neustädter Schiffahrtskanal. Geschichte eines niederösterreichischen Bauwerkes von seinem Entstehen bis zur Gegenwart nach archivalischen Quellen. Verlag Gutenberg, Wiener Neustadt 1936, S. 62.
  2. Holztriftmuseum bei der Schöpflklause
  3. Deutscher Kanu Verband, Auslandsführer, Band 1, ISBN 3-924580-81-2

Weblinks

 Commons: Schwechat  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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