Schwarzwasserstelz - LinkFang.de





Schwarzwasserstelz


Schloss Schwarzwasserstelz

Burgentyp: Niederungsburg
Erhaltungszustand: Burgstall
Ort: Fisibach
}}

}}

Schwarzwasserstelz ist eine abgegangene Wasserburg unweit Kaiserstuhl, die der Rheininsel im Hochrhein, auf der sie stand, ihren Namen gegeben hat. Ihr gegenüber findet man heute noch am deutschen Ufer die Burgruine Weisswasserstelz und gegenüber Kaiserstuhl auf deutscher Seite am Grenzübergang die Burg Rotwasserstelz.

Geschichte

Die Wasserburg auf einem winzigen Felsen im Rhein war ab 1163 bis 1330 Eigentum der Freiherren von Wasserstelz. Schwarzwasserstelz gelangte wie Kaiserstuhl von den Freiherren von Regensberg an den Fürstbischof von Konstanz (1294). Neun Jahre später erwarb der Bischof Heinrich von Klingenberg auch Schwarzwasserstelz und die niedere Gerichtsbarkeit von Fisibach. 1587 besassen die Heggenzer von Wasserstelz die Burg. Von 1587 bis 1831 war sie im Besitz der Familie Tschudi. Seit 1821 gehörte die Burg zum Gemeindegebiet von Fisibach. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts war sie unbewohnt und zerfiel. Schliesslich wurde sie an die Nordostbahn verkauft und 1875 abgetragen. Das von Franz Ludwig Wind, einem Bildhauer aus Kaiserstuhl, geschaffene Eingangsportal der Burg aus Kalksandstein wurde an einem Gebäude von Bad Zurzach wiederverwendet.[1] Das ehemalige Schlossglöckchen hängt im Türmchen der Kapelle von Rümikon.

Heutige Situation

Die frühere Schloss-Insel war vor Aufstau des Rheins, der mit der Inbetriebnahme des zwischen 1938 und 1941 erstellten Kraftwerks Reckingen erfolgte, um etliches grösser. Im Jahr 1938 wurde die Insel von der Schweizer Armee für die Grenzbefestigungen der Schweiz mit dem Infanteriebunker A4203 für zwei Maschinengewehre überbaut, der bis heute dort steht und mittlerweile im Privatbesitz einer Stiftung ist.[2]

Künstlerische Rezeption

  • Gottfried Keller hat das malerische, von den Fluten des Rheins umströmte Wasserschloss noch gekannt und ihm in seiner Erzählung Hadlaub ein unvergängliches Denkmal gesetzt.
  • Es gibt alte Abbildungen von der Burg, ein Gemälde, vermutlich von Pieter Francis Peters, zeigt die Burg im Winter.

Wappen

  • Das Wappen der Freiherren von Wasserstelz zeigt drei sitzende Wasserstelzen, vgl. das heutige Wappen der Gemeinde Fisibach, Kt. Aargau, Schweiz
  • Das Wappen der Hegenzer zeigt einen sechsstrahligen Stern auf einem Dreiberg.

Literatur

  • Arthur Hauptmann: Burgen einst und jetzt - Burgen und Burgruinen in Südbaden und angrenzenden Gebieten. Verlag Südkurier, Konstanz 1984, ISBN 3-87799-040-1, S. 252.
  • Die Reste von Schloss Schwarzwasserstelz: Stiftung erwirbt Bunker am Rhein als Zeitzeugen. Neue Zürcher Zeitung vom 14. September 2000, Seite 49.

Weblinks

 Commons: Schwarzwasserstelz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Edward Attenhofer: Zurzach in: Schweizer Heimatbücher, Nr. 180, S. 60
  2. Handelsregisterauszug Stiftung Schwarzwasserstelz

Kategorien: Burg im Kanton Aargau | Ehemalige Burganlage in der Schweiz | Abgegangenes Bauwerk in der Schweiz | Binneninsel (Rhein) | Wasserburg | Unbewohnte Insel

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzwasserstelz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.