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Schwarzenberg LU


LU ist das Kürzel für den Kanton Luzern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schwarzenbergf zu vermeiden.
Schwarzenberg
Staat: Schweiz
Kanton: Luzern LU
Wahlkreis: Luzern-Land
BFS-Nr.: 1066
Postleitzahl: 6013 (Eigenthal)
6103 (Schwarzenberg)
Koordinaten:
Höhe: 831 m ü. M.
Fläche: 39,31 km²
Einwohner: 1704 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
6,7 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.schwarzenberg.ch

Schwarzenberg bei Luzern

Karte

Schwarzenberg ist eine politische Gemeinde im Wahlkreis Luzern-Land des Kantons Luzern in der Schweiz.

Geographie

Waldreiche und flächenmässig grösste Gemeinde im Amt Luzern, mit 39.31 km² siebtgrösste Gemeinde im Kanton. Davon sind 0.63 km² eingezont und 19 km² Wald. Schwarzenberg liegt auf 831 m ü. M. , der höchste Punkt der Gemeinde befindet sich auf 2'075 m ü. M. , der tiefste auf 588 m ü. M. . Die Pilatuskette dominiert das Bild der Gemeinde. Der Ortsteil Eigenthal und das Eigental sind für die Region Luzern ein wichtiger Erholungsraum im Sommer wie im Winter.

Schwarzenberg grenzt an Entlebuch, Kriens, Malters und Werthenstein im Kanton Luzern – sowie an Alpnach im Kanton Obwalden und Hergiswil im Kanton Nidwalden.

Bevölkerung

Eine grosse Abwanderungsbewegung aus dem Bergdorf Schwarzenberg hinunter ins Tal und in die Industriezentren verringerte die Einwohnerzahl von 1850-1930 erheblich (1850–1930: −28,7 %). Nach einem Wachstum zwischen 1930 und 1950 (1930–1950: +10,0 %) fiel die Bevölkerung wieder und pendelte bis 1980 um die Marke von 1'000 Einwohnern. Seither kam es zu einem bis heute andauernden grossen Bevölkerungswachstum (1980–2004: +57,5 %).

Sprachen

Die Bevölkerung benutzt als Alltagssprache eine hochalemannische Mundart. Bei der letzten Volkszählung im Jahr 2000 gaben 97,65 % Deutsch, 1,21 % Serbokroatisch und 0,95 % Albanisch als Hauptsprache an.

Religionen – Konfessionen

Früher war die ganze Einwohnerschaft Mitglied der Römisch-Katholischen Kirche. Durch Zuwanderung aus anderen Regionen der Schweiz und dem Ausland und dem Kirchenaustritt mehrerer Dutzend Bewohner hat sich dies geändert. Heute (Stand 2000) sieht die religiöse Situation wie folgt aus. Es gibt 80,46 % römisch-katholische, 10,14 % evangelisch-reformierte und 1,07 % orthodoxe Christen. Daneben findet man 5,04 % Konfessionslose. Die wenigen Orthodoxen sind beinahe gänzlich Serben und Montenegriner.

Herkunft – Nationalität

Ende 2014 waren von den 1'686 Einwohnern 1'578 Schweizer und 108 (= 6,4 %) Ausländer.[3] Die Einwohnerschaft bestand aus 93,6 % Schweizer Staatsbürgern. Ende 2014 stammten die ausländischen Einwohner aus Deutschland (60,2 %), Italien (7,4 %), Spanien (3,7 %) und Serbien inklusive Kosovo (2,8 %). 20,4 % stammten aus dem übrigen Europa und 5,6 % waren aussereuropäischer Herkunft.[4]

Geschichte

Schwarzenberg ist erst seit dem 12. September 1845 eine eigenständige Gemeinde. Vorher gehörte es als Ortsteil zur Gemeinde Malters. Ein erstes Abtrennungsgesuch von Malters im Jahr 1837 war vom Kantonsparlament abgelehnt worden. Die tatsächliche Unabhängigkeit erfolgte auf Wunsch der Leute im Tal. Denn die Einwohner von Malters wählten katholisch-konservativ, die Schwarzenberger hingegen waren liberal gesinnt. Der Name Swarzenberg taucht erstmals im Zinsrodel des Klosters Rathausen im frühen 14. Jahrhundert auf.

Der Ortsteil Eigenthal wiederum hat eine ganz andere Geschichte. Erst gehörte er dem Kloster im Hof in Luzern (dieses wiederum war Besitz des Klosters Murbach im Elsass). Dann kauften im Jahr 1291 die Habsburger Oeyenthal/Eyenthal. Die Stadt Luzern erwarb das Gebiet im Jahr 1453 und behielt es bis zum 13. August 1846 in ihrem Besitz. Dann wurde das Eigental Schwarzenberg angeschlossen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat Schwarzenberg besteht aus fünf Mitgliedern und ist wie folgt aufgestellt:

  • Marcel Gigon: Gemeindepräsident; Präsidiales
  • Peter Burri: Soziales
  • Doris Ott-Emmenegger: Bildung
  • Ueli Spöring: Finanzen
  • Peter Zurkirchen: Bau und Umwelt

Kantonsratswahlen

Bei den Kantonsratswahlen 2015 des Kantons Luzern betrugen die Wähleranteile in Schwarzenberg: SVP 31,8 %, CVP 30,6 %, FDP 23,7 %, SP 6,2 %, GPS 4,6 %, glp 1,4 %.[5]

Nationalratswahlen

Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2015 betrugen die Wähleranteile in Schwarzenberg: SVP 34,4 %, CVP 31,6 %, FDP 18,9 %, SP 8,2 %, glp 2,7 %, GPS 2,3 %, BDP 1,2 %.[6]

Verkehr

Das Dorf Schwarzenberg ist durch die Postautolinie Malters–Schwarzenberg–Lifelen–Eigenthal durch den Öffentlichen Verkehr erschlossen. Malters hat eine Haltestelle an der Bahnlinie Luzern–Bern. Der Ortsteil Eigenthal ist ebenfalls durch die Postautolinie Luzern–Kriens–Eigenthal ans Netz des Öffentlichen Verkehrs angeschlossen.

Literatur

  • Barbara Hennig, André Meyer: Die Kunstdenkmäler des Kantons Luzern, Band II: Das Amt Luzern. Die Landgemeinden. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 2009 (Kunstdenkmäler der Schweiz Band 116), ISBN 978-3-906131-90-0, S. 440–458.

Weblinks

 Commons: Schwarzenberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde (Ständige Wohnbevölkerung)
  3. Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach demographischen Komponenten, institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit und Geschlecht (Bundesamt für Statistik, STAT-TAB)
  4. LUSTAT: Gemeindeprofil Schwarzenberg
  5. LUSTAT: Gemeindeprofil Schwarzenberg
  6. Nationalratswahlen 2015: Stärke der Parteien und Wahlbeteiligung nach Gemeinden. In: Ergebnisse Nationalratswahlen 2015. Bundesamt für Statistik, 2016, abgerufen am 1. Juni 2016.

Kategorien: Ort im Kanton Luzern | Schweizer Gemeinde

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzenberg LU (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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