Schloss Ludwigseck - LinkFang.de





Schloss Ludwigseck


Das Schloss Ludwigseck ist ein Schloss in der Gemeinde Ludwigsau im nordhessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Es wurde Anfang des 15. Jahrhunderts als Burg erbaut.

Geographische Lage

Das Schloss steht zwischen den Ludwigsauer Ortsteilen Ersrode im Westsüdwesten und Beenhausen im Südsüdosten und dem südlichen Alheimer Ortsteil Sterkelshausen im Nordnordosten. Westsüdwestlich unterhalb des Schloßbergs (ca. 490 m ü. NN ), einem nordwestlichen Bergsporn des Dammskopfs (520,9 m ü. NN ), der höchsten Erhebung des Neuenstein-Ludwigsecker Höhenzugs im Rotenburg-Ludwigsecker Wald, befindet es sich auf einer in das südwestlich gelegene Oberlauftal des Rohrbachs abfallenden und teils bewaldeten Anhöhe (441 m ü. NN ). Westlich vorbei am Schloss verläuft südlich von Sterkelshausen die Landesstraße 3253 mit schlossnaher Anbindung an die L 3254, die Ersrode und Beenhausen miteinander verbindet, und östlich entspringt der Strutbach, der als Osterbach-Zufluss entlang der L 3254 nach Sterkelshausen fließt. Etwa 200 m nördlich des Schlosses befindet sich die Basaltfelsklippe Atzelstein ().

Geschichte

Die Burg wurde auf Veranlassung des Landgrafen Ludwig I. von Hessen durch die Ritter und Erbmarschälle Eckhard II. und Friedrich von Röhrenfurth und die Ritter von Holzheim erbaut und 1419 vollendet. Der Landgraf erhöhte mit Hilfe dieser Befestigung den Druck auf die Abtei Hersfeld. Dem Hersfelder Abt Hermann II. von Altenburg (1398–1418) waren durch die damaligen politischen Umstände die Hände gebunden, und er konnte nur noch resignierend feststellen, dass der Landgraf diese Burg „uff unsers stiffts grunth unnd eigenthum“ gebaut hat. Die beiden Geschlechter, ursprünglich im Raum Melsungen begütert, erhielten 1419 das Gebiet um die von ihnen erbaute Burg zu Lehen, bis sie durch Erbfall ab 1432 teilweise und ab 1449 ganz in das Lehen der Herren Riedesel zu Eisenbach wechselte. 1432 erbte Hermann I. Riedesel von seinem Schwiegervater Eckhard II. von Röhrenfurt auch das Hofamt des Erbmarschalls für das Haus Hessen sowie die Burg Lauterbach und das Schloss Eisenbach.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Ludwigseck zum Teil zerstört und danach um 1677 als Schloss wiederrichtet. Im Laufe des 18. Jahrhunderts verfiel das Schloss abermals. Es wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch das Engagement von Ludwig und Wilhelmine Riedesel zu Eisenbach erneut bewohnbar gemacht. Die Anlage wurde 1856 im Stil des Historismus durch den Architekten Hugo von Ritgen saniert und umgebaut. Ludwigseck ist eine der letzten in Deutschland erbauten Wehrburgen.

Durch Erbfolge[1] gelangte das Schloss in den 1980er Jahren in den Besitz der Familie von und zu Gilsa. Diese lebt heute auf dem Anwesen und setzt sich für die Restaurierung und Erhaltung des Schlosses ein. Heute sind die Riedesel bzw. die Gilsa mit dem Schloss Ludwigseck im Matrikel der Althessische Ritterschaft verzeichnet.

Die Anlage befindet sich im Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.

Am 27. Februar 2011 wurde das aus dem 17. Jahrhundert stammende Forsthaus, das sich vor der Hofanlage befindet, bei einem Brand zerstört.[2] [3]

Das Gericht Ludwigseck

Das Gericht „in der Rohrbach“ (später "Gericht Ludwigseck") bestand 1538 aus den Dörfern Beenhausen, Gerterode, Heierode, Rohrbach, Ober- und Niederthalhausen sowie Tann. Teilweise werden auch Ersrode, Trunsbach und die Wüstung Schöpbach dazugezählt. Die Gerichtsstätte befand sich im Dorf Tann. Das Gericht gehörte ab 1579 zum Amt Rotenburg, welches von 1627 bis 1835 Teil der Rotenburger Quart war.[4]

Literatur

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen: 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten, 3. Aufl. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, S. 172, ISBN 3-86134-228-6
  • Schlösser, Burgen, alte Mauern, herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei, Wiesbaden, 1990, S. 243, ISBN 3-89214-017-0

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nach dem Tode des letzten hessischen Erbmarschalls aus der Linie Riedesel-Ludwigseck
  2. Artikel in der Onlineausgabe der Hersfelder Zeitung „Nebengebäude von Schloss Ludwigseck brannte aus“
  3. Artikel in der Onlineausgabe der Hersfelder Zeitung „Brandursache: Risse im Schornstein“
  4. „In der Rohrbach, Landkreis Hersfeld-Rotenburg“. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).

Kategorien: Haus Hessen | Schloss im Landkreis Hersfeld-Rotenburg | Ludwigsau

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss Ludwigseck (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.