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Schlingen


Schlingen ist ein Ortsteil der Stadt Bad Wörishofen an der Ostgrenze des schwäbischen Landkreises Unterallgäu, westlich der Wertach. Schlingen liegt 642 m ü. NN und umfasst ein Gebiet von rund 1337 Hektar.

Geschichte

Schlingen ist der älteste Ort innerhalb des Stadtgebietes Bad Wörishofen: erstmals wurde Schlingen 897 urkundlich erwähnt, doch der Ort wurde möglicherweise bereits Ende des 5. Jahrhunderts gegründet. Grabhügel aus der Hallstattzeit und Reihengräber der alemannischen Siedler sowie zahlreiche Funde aus der Zeit der Schnurkeramiker, aus der Bronzezeit, aus der Eisenzeit und aus der Zeit der Römer weisen darauf hin, dass die Gegend schon sehr früh bewohnt war. Die Römerstraße von Augsburg nach Bregenz führte durch das Gebiet von Schlingen.

Seit der Gründung des Klosters Irsee 1180 flossen Schenkungen von Schlingen dorthin. 1363 erhielt das Kloster Irsee den Maierhof als Seelgerät und um 1530 erwarb es das Dorfgericht von Schlingen. Zu diesem Zeitpunkt gehörten nur noch wenige Güter in Schlingen anderen Herrschaften. Der Kirchensatz lag zunächst bei der Herrschaft Ronsberg und ging dann durch Verkauf an die Klöster Kempten und Ottobeuren über. Bei der Klosteraufhebung im Zuge der Säkularisation übernahm der Bayerische Staat die Herrschaft über Schlingen.

Seit dem Gemeindeedikt von 1818 gehört der Weiler Frankenhofen zu Schlingen. 1840 wurden in Schlingen 425 Einwohner registriert. Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde im Zuge der landesweiten Gebietsreform in die Stadt Bad Wörishofen eingegliedert.[1] Letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung war Anton Satzger (1966–1972). Heute zählt Schlingen 829 Einwohner, davon leben 116 in Frankenhofen. (Stand 1. Januar 2011).[2]

Sehenswürdigkeiten

Die Kirche St. Martin in Schlingen gilt aufgrund des Patroziniums des Hl. Martin und der Besiedelungsgeschichte von Schlingen als eine der ältesten Kirchen der Umgebung. Ihre heutige Gestalt erhielt die Kirche jedoch erst in den Jahren 1761 bis 1768 im Stil des Rokoko. Die Deckenfresken der Kirche stammen von Franz Anton Zeiler aus dem Jahr 1763.[3]

Literatur

  • Reinhard H. Seitz (Hrsg.): Wörishofen auf dem Weg zum Kneippkurort, zu Bad und Stadt. Kunstverl. Fink, Lindenberg 2004, ISBN 3-89870-199-9.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 492.
  2. Einwohnerstatistik Stadt Bad Wörishofen Abgerufen am 3. Oktober 2011
  3. Otto Baumgärtner: Die Botschaft unserer Kirchen – Kirchen und Kapellen in der Kneippstadt Bad Wörishofen, Bad Wörishofen 1996, S. 30–33.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schlingen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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