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Schleswig-Holsteinischer Fußballverband


Schleswig-Holsteinischer Fußballverband
Gegründet 30. August 1947
Präsident Hans-Ludwig Meyer
Adresse Winterbeker Weg 49
24114 Kiel
Meister Herren VfB Lübeck
Pokalsieger Herren Holstein Kiel
Meister Frauen SG Ratekau/Strand
Pokalsieger Frauen Holstein Kiel
Übergeordneter Verband Norddeutscher Fußballverband
Untergeordnete Verbände 13 Kreisfußballverbände
Vereine (ca.) 619
Mitglieder (ca.) 167.081
Mannschaften (ca.) 4.998
*Stand: 1. Januar 2014[1]
Homepage www.shfv-kiel.de

Der Schleswig-Holsteinische Fußballverband (SHFV) wurde am 30. August 1947 gegründet und ist heute einer der 21 Landesverbände des DFB. Sein Gebiet ist kleiner als das des gleichnamigen Bundeslandes. Der SHFV ist die Dachorganisation von derzeit 619 Fußballvereinen in Schleswig-Holstein mit 167.081 Mitgliedern und 4.998 Mannschaften.[1] Die genannten Zahlen zeigen seit einigen Jahren wieder steigende Tendenz. Dennoch gibt es im Männerbereich besonders in den nördlichen Kreisen zahlreiche Spielgemeinschaften, die kleinere Vereine miteinander gebildet haben. Der Verband selbst ist ein eingetragener Verein und Mitglied im NFV. Er betreibt auch den Uwe Seeler-Sportpark in Malente-Gremsmühlen (ehem. "Verbandssportschule Malente").

Sitz des SHFV ist Kiel. An der Spitze des Verbandes steht derzeit Hans-Ludwig Meyer als Präsident. Seine Vorgänger Erdmann Fischer und Peter Ehlers sind Ehrenpräsidenten des Verbandes.

Das Verbandsgebiet war bis 2012 in 14 Kreise unterteilt, die weitgehend den politischen Kreisen des Landes Schleswig-Holstein entsprachen: Die vier kreisfreien Städte Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg bildeten - teilweise mit fußballerisch eingemeindeten Umlandvereinen - ebenso je einen Kreisfußballverband wie die Flächenkreise Nordfriesland, Schleswig, Rendsburg-Eckernförde, Plön, Dithmarschen, Steinburg, Segeberg,Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Einzig die Vereine aus dem Kreis Pinneberg gehören traditionell zum Hamburger Fußball-Verband, der jedoch auch zahlreiche Mitgliedsvereine in den südlichen Teilen von Stormarn (z. B. Oststeinbeker SV), Lauenburg (z. B. TuS Dassendorf) und Segeberg (z. B. Eintracht Norderstedt) hat.

Im Sommer 2012 fusionierten die Kreisverbände von Flensburg und Schleswig miteinander, so dass der SHFV nur noch in 13 Kreise gegliedert ist. Dementsprechend reduzierte sich die Zahl der Kreisligen auf 12 (Dithmarschen und Steinburg unterhalten bereits die gemeinsame Keisliga West). Seit der Saison 2014/15 sind es nur noch 11, da nunmehr auch Stormarn und Lauenburg eine gemeinsame Kreisliga bilden[2]. Die bis zum 30. Juni 2008 bestehende Ebene der vier Bezirke (Ost, Nord, West, Süd) wurde ersatzlos gestrichen.

Geschichte

Ein Verband Kieler Ballspiel-Vereine entstand 1903. Er schloss sich zwei Jahre später mit fünf anderen zum Norddeutschen Fußball-Verband zusammen und wurde zum Bezirk Holstein innerhalb desselben. Ab 1907 gab es daneben einen Bezirk Schleswig - hervorgegangen aus dem vorher eigenständigen Schleswig-Holsteinischen Fußball-Verband von 1906 - und ab 1910 einen eigenständigen Bezirk Lübeck, der später mit Mecklenburg-Schwerin zusammengelegt wurde. Da die Vereine aus Altona, Wandsbek und umliegenden Orten von Beginn an bei Hamburg spielten und die aus Nordschleswig dem NFV fernblieben, war Schleswig-Holstein – im Gegensatz zur politisch-historischen Präambel – im Fußball keineswegs „ungedeelt“.

Erst 1921/22 spielten erstmals Vereine aus beiden Landesteilen gemeinsam im Nordkreis der sechsgleisigen regionalen Liga. Im Rahmen der NFV-Strukturreform 1922 entstand der Kreis (später Bezirk) Schleswig-Holstein; die höchste Liga hieß zunächst Nordkreisliga, ab 1923 (zweigleisig) Bezirksliga Schleswig-Holstein und von 1929 bis 1933 Oberliga Schleswig-Holstein. Der Bezirk blieb auch nach 1933 zunächst unverändert, was sein Gebiet betraf. Er gehörte aber nun zum Gau Nordmark (der NFV war aufgelöst) und wurde 1934 um die Vereine aus Lübeck und Umgebung vergrößert.

1937 erging das Groß-Hamburg-Gesetz, das sich indirekt auch auf den Fußball auswirkte: Nunmehr mussten die Vereine aus dem südlichen Stormarn und Lauenburg sowie aus dem Rest-Kreis Pinneberg, die im Bezirk Hamburg spielten, dort ausscheiden und wurden in die schleswig-holsteinischen Ligen eingegliedert. Bereits im November 1937 durften aber sieben Vereine nach Hamburg zurückkehren und am Saisonende wurde die gesamte Maßnahme zurückgenommen. Holsatia Elmshorn hatte auf Grund dieser Anordnung 1937/38 in der Bezirksklasse von Schleswig-Holstein gespielt.

Nach der Auflösung des Sportbereiches Nordmark gab es von 1942 bis Kriegsende den Sportgau Schleswig-Holstein mit der Gauklasse Schleswig-Holstein. Die Britische Militärregierung lizenzierte dann den Landessportverband Schleswig-Holstein e. V., aus dessen Sparte Fußball der SHFV hervorging.

Ligasystem

Oberste Liga im SHFV ist die Schleswig-Holstein-Liga (ehemals Verbandsliga Schleswig-Holstein), die gesamtdeutsch die 5. Spielklasse bildet. Unterhalb der Schleswig-Holstein-Liga gibt es vier Verbandsligen (Nord-West, Nord-Ost, Süd-West, Süd-Ost). Die 3. (von ganz oben: 7.) Liga ist die Kreisliga. Nach dem Zusammenschluss zum neuen KFV Schleswig-Flensburg hatten zuletzt elf Fußballkreise jeweils eigene Kreisligen, die Kreise Dithmarschen und Steinburg bilden gemeinsam eine Kreisliga (bis 2011 taten das auch Lübeck und Lauenburg, ab 2014/15 tun es Lauenburg und Stormarn), so dass es insgesamt zwölf, ab der kommenden Saison elf Kreisligen gibt.

Die verschlankte Struktur besteht erst seit dem 1. Juli 2008. Mit der Auflösung der Bezirke ging eine Spielklassenreform einher. Aus den bisherigen vier Bezirksoberligen wurden vier Verbandsligen. Gleichzeitig wechselten die Vereine der Kreise Neumünster, Segeberg und Dithmarschen - soweit sie auf diesem Level spielten - in ein anderes Gebiet. Neumünster (bislang Bezirk Ost) und Segeberg (bislang Bezirk Süd) bildeten nun mit Steinburg (bislang Bezirk West) die Staffel Süd-West. Dithmarschen (bislang Bezirk West) bildete mit dem bisherigen Bezirk Nord die Staffel Nord-West. Die Bezirksligen (bis 2008 die 7. Liga) wurden aufgelöst, so dass die Kreisligen aufgewertet wurden.

Zum 1. Juli 2017 erfolgt eine erneute Spielklassenreform. [3] Die Schleswig-Holstein-Liga wird in Anpassung an die bundesweite Ligenstruktur in Oberliga Schleswig-Holstein umbenannt und, wie alle weiteren Klassen im Verbandsgebiet, auf 16 Mannschaften reduziert. Unterhalb dieser werden die Landesliga Schleswig und die Landesliga Holstein neu eingeführt. Bereits von 1968 bis 1999 hatten Landesligen den Unterbau der höchsten Landesklasse gebildet. Die vier Verbandsligen Nord-West, Nord-Ost, Süd-West, Süd-Ost bleiben bestehen und bilden nun die siebthöchste Spielklasse. Dahinter folgen 8 statt bisher 13 Kreisligen. Für alle diese Spielklassen gilt das Prinzip des "flexiblen Spielbetriebs", in dem Kreisgrenzen für Staffeleinteilungen aufgelöst werden und auch die ,,gleitende Skala" weitgehend außer Kraft gesetzt wird. Als neunthöchste Spielklasse folgen 12 Kreisklassen A mit je 14 Mannschaften, weitere Kreisklassen B, C, D werden lokal nach Bedarf eingerichtet.

Der erstmals 1954 ausgetragene schleswig-holsteinische Landespokal trägt den Namen SHFV-Pokal (SHFV-Lotto-Pokal). Seit 1999 trägt der Verband mit dem SHFV-Hallenmaster-Wettbewerb eine offizielle Hallenfußballmeisterschaft aus.

Verbandstrainer

Die bisherigen Verbandssportlehrer des SHFV, zugleich auch Leiter der im Herbst 1952 erbauten Sportschule Malente (Uwe Seeler-Sportpark), waren:

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 DFB-Mitgliederstatistik 2014, siehe http://www.dfb.de/index.php?id=11015 , aufgerufen am 31. Mai 2014
  2. Details siehe zum Beispiel in NordSport Schleswig-Holstein/Hamburg, Nr. 22 vom 26. Mai 2014, Seite 54
  3. http://www.fupa.net/berichte/neue-ligenstruktur-und-verjuengung-464722.html

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