Schlacht bei Wartenburg - LinkFang.de





Schlacht bei Wartenburg


Schlacht bei Wartenburg
Teil von: Befreiungskriege

Datum 3. Oktober 1813
Ort Wartenburg, Königreich Sachsen
Ausgang Sieg der Schlesischen Armee (Preußen)
Konfliktparteien
Frankreich 1804 Frankreich
Rheinbund Rheinbund
Preussen Konigreich Preußen
Befehlshaber
Frankreich 1804 Henri-Gratien Bertrand
Frankreich 1804 General Morand
Preussen Konigreich Gebhard von Blücher
Preussen Konigreich Ludwig Yorck von Wartenburg
Truppenstärke
14.000 Mann 16.000 Mann
32 Geschütze
Verluste
1.000–1.200 Tote und Verwundete
1.000 Gefangene
1.548 tote und verwundete Soldaten
67 Offiziere tot und verwundet

Die Schlacht bei Wartenburg war ein Gefecht während der Befreiungskriege nahe dem sächsischen Dorf Wartenburg. Einem Korps der Schlesischen Armee unter General Ludwig Yorck von Wartenburg gelang der Übergang über die Elbe, was Napoleon zwang, zur Sicherung seiner Nordflanke von Dresden nach Westen Richtung Leipzig vorzugehen. Dies leitete die Einkreisung des französischen Kaisers in Leipzig ein.

Vorgeschichte

Bei Beginn des Herbstfeldzuges 1813 nach Auslaufen des Waffenstillstandes am 17. August standen unter Napoleon über 400.000 Soldaten im Osten Deutschlands. Seinem Plan, die zwei Heere der verbündeten Österreicher, Preußen und Russen einzeln im Raum Sachsen zu schlagen, nach Böhmen und Schlesien abzudrängen, während Oudinot die dritte Armee aus Brandenburg werfen sollte, standen die Verbündeten entgegen, die mit über 500.000 Mann in Brandenburg, Schlesien und Nordböhmen standen. Ihr Plan sah vor, Napoleon auszuweichen, falls er eine der drei Armeen angriff. Eine Schlacht direkt gegen den französischen Kaiser sollte nur bei Vereinigung aller Kräfte gewagt werden. Oudinot oder andere kleinere Verbände, die nicht von Napoleon geführt wurden, waren davon ausgenommen.

Napoleon, der bei Ablauf des Waffenstillstandes im Dresdner Raum stand, wartete den Angriff der Verbündeten ab. Der Schlesischen Armee unter Blücher, die als erstes marschierte, gelang es, große Teile der französische Truppen nach Osten zu locken, da aber Napoleon die Fühlung mit Blücher verlor, zog er mit 60.000 Mann wieder ab. Die Boberarmee unter MacDonald lief dann an der Katzbach in die Stellungen Blüchers hinein und erlitt eine Niederlage. Zur selben Zeit griff die Hauptarmee unter Schwarzenberg Dresden an, jedoch erreichte Napoleon die Stadt noch rechtzeitig und konnte mit einem Sieg die Verbündeten nach Böhmen abdrängen. Der nachfolgende Verlust des Korps Vandamme in Kulm machte diesen Erfolg aber rückgängig. Oudinot war mit seiner Berlinarmee bereits eine Woche vorher bei Großbeeren aufgerieben worden. Nachdem Ney das Kommando übernommen hatte, musste auch er Anfang September bei Dennewitz eine Niederlage einstecken.

Danach zog sich Napoleon mit seinen Truppen hinter die Elbe zurück und verharrte in Sachsen. Im Hauptquartier der Schlesischen Armee ersann man den Plan zum Durchbrechen der Elblinie, um entweder Napoleon in den Rücken zu fallen oder ihn zum Rückzug nach Westen zu zwingen. Der Plan begünstigte außerdem eine Vereinigung der drei verbündeten Armeen. Die Nordarmee unter Bernadotte näherte sich aus dem Raum Wittenberg und Schwarzenberg stieß gegen die Linie ZwickauChemnitz vor.

Schlachtverlauf

In der Nähe von Wartenburg sollte das Korps unter Yorck in den Morgenstunden des 3. Oktober die Elbe überqueren. Die Division Morand des Korps Bertrand stand Yorcks Soldaten in gut geschützten Stellungen gegenüber. Südöstlich von Wartenburg lag in Bleddin die württembergische Division Franquemont und dahinter die italienische Division Fontanelli.

Beim ersten Frontalangriff der Brigade Steinmetz wurde kein Erfolg erzielt. Erst nach der zwei Stunden dauernden Eroberung Bleddins durch Prinz Karl zu Mecklenburg um 14 Uhr konnten die Linien der Franzosen von Brigaden unter General von Horn, der als Erster in Wartenburg eindrang, aufgerollt werden. Bei einem Kavalleriegefecht im nahen Globig siegten preußische und mecklenburgische Husaren.

Verluste

Die preußischen Verluste betrugen 1.500 Mann, das Korps Bertrand verlor etwa 1.000 Mann sowie 11 Geschütze und 70 Wagen, dazu 1.000 Gefangene. Der Rest der Franzosen flüchtete bis hinter die Mulde (Fluss).

Folgen

Napoleon begann nach der Schlacht bei Wartenburg einen allgemeinen Rückzug nach Westen. Er ließ den rechten Flügel unter Joachim Murat gegen die Hauptarmee unter Schwarzenberg zurück und zog selbst ins nördliche Sachsen, um dort die Schlesische Armee und die Nordarmee einzeln zu schlagen und dann gegen Schwarzenberg zu ziehen, der so lange von Murat aufgehalten werden sollte. Doch die Schlesische Armee wich ihm aus und fügte seinen Einheiten, unterstützt von Freischärlern, durch zahlreiche Scharmützel immer mehr Verluste zu. Napoleon glaubte Blücher und Karl Johann daraufhin weiter nördlich und zog nach Süden, um die Hauptarmee der Verbündeten anzugreifen, die südlich von Leipzig stand. Die Nordarmee und die Schlesische Armee marschierten ihm daraufhin hinterher, was dann zur Einschließung Napoleons während der Völkerschlacht bei Leipzig führte.

Yorck wurde 1814 als Anerkennung mit dem Namenszusatz „von Wartenburg“ in den Grafenstand erhoben.

Literatur

  • Dieter Walz, Sachsenland war abgebrannt, Leipzig 1993
  • Paul Benndorf, Völkerschlacht bei Leipzig, Berlin 1913
  • Holger Krug, Die Völkerschlacht bei Leipzig, Leipzig 2004
  • Frank Bauer, "Wartenburg 3. Oktober 1813 (H. 13 Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813-1815), Potsdam 2006

Weblinks


Kategorien: Konflikt 1813 | Schlacht in der sächsischen Geschichte | Gebhard Leberecht von Blücher | Ludwig Yorck von Wartenburg | Militärgeschichte (Preußen) | Kemberg | Schlacht der Koalitionskriege | Schlacht (19. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht bei Wartenburg (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.