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Schlacht um Dresden

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Schlacht um Dresden

Die Schlacht um Dresden. Kupferstich von Edme Bovinet.
Datum 26.–27. August 1813
Ort Dresden im Königreich Sachsen
Ausgang Französischer Sieg
Konfliktparteien
Frankreich 1804 Frankreich
Rheinbund Rheinbund
Italien 1805 Italien
Königreich Neapel Neapel
Osterreich Kaisertum Österreich
Preussen Konigreich Preußen
Russisches Kaiserreich 1721 Russland
Befehlshaber
Frankreich 1804 Napoleon Bonaparte Osterreich Kaisertum Karl Philipp zu Schwarzenberg
Preussen Konigreich Friedrich von Kleist
Russisches Kaiserreich 1721 Michel Barclay de Tolly
Truppenstärke
ca. 96.000–150.000 Mann ca. 175.000–225.000 Mann
Verluste
10.000 Tote
10.000 Verwundete
15.000 Tote
15.000 Verwundete
20.000 Kriegsgefangene

Die Schlacht um Dresden fand am 26. und 27. August 1813 zwischen französischen Truppen unter Napoleon und dem Hauptheer der verbündeten Armeen Österreichs, Preußens und Russlands unter Fürst Schwarzenberg statt. Napoleon errang hier einen seiner letzten Siege auf deutschem Boden. Das Moreau-Denkmal in Dresden-Zschertnitz auf der Räcknitzhöhe erinnert an die tödliche Verwundung des alliierten Generals Moreau in dieser Schlacht.

Vorgeschichte

Am 28. Juni 1813, während des Waffenstillstands Napoleons mit Russland und Preußen, traf sich der österreichische Reichskanzler Fürst von Metternich im Palais Brühl-Marcolini in der Dresdner Friedrichstadt mit Kaiser Napoleon, der zu diesem Zeitpunkt hier Quartier genommen hatte. Als Ergebnis dieser Unterredung schloss sich die Donau-Monarchie den antinapoleonischen Verbündeten an, da Napoleon die österreichischen Forderungen für einen Friedensvertrag nicht annahm.

Als im August nach der Kriegserklärung Österreichs an Frankreich und dem Ende des Waffenstillstandes der Krieg von neuem ausbrach, blieb Dresden der Mittelpunkt der Bewegungen der französischen Armee. Der kommandierende französische Marschall St. Cyr ordnete deshalb den Bau von Verteidigungsanlagen um die Stadt an.

Am 22. August überschritt die böhmische Hauptarmee unter Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg mit ca. 200.000 Mann die böhmische Grenze und erreichte am 23./24. August Dresden. Am 24. August hatten die Truppen der Verbündeten weite Teile der Stadt eingeschlossen. Jedoch begannen die Angriffe auf die Stadt erst am folgenden Tag.

Schlachtverlauf

Der Schwerpunkt der Kämpfe lag zunächst in den südlichen Vororten von Dresden, wo die Befehlshaber der Verbündeten schon am Abend Quartier nahmen.

Am 26. und 27. August wurden die Angriffe der verbündeten Armeen auf die französischen Truppen in Dresden fortgesetzt. Da aber der Hauptangriff auf die mit nur 30.000 Mann besetzte Stadt nicht am 25., sondern erst am 26. erfolgte, hatte Napoleon Zeit gehabt, von seinem Zug nach Schlesien gegen Blücher rechtzeitig zurückzukehren und größere Truppenmassen in der Stadt zu positionieren sowie selbst die Leitung der Verteidigungsoperationen zu übernehmen. So war für die Verbündeten der günstigste Moment verpasst und die Franzosen konnten die Stadt sichern.

Napoleons Kaiserliche Garden und die Reiterei unter La Tour-Maubourg hatten die Elbe passiert, als am 26. August, nachmittags um 4 Uhr, die Verbündeten in sechs Heeresteilen unter fortwährendem Geschützdonner vor die Stadt rückten. Nach 6 Uhr waren die Preußen bis in die Pirnaische Vorstadt eingedrungen. Die Schanze vor dem Freiberger Schlag war von den Österreichern genommen und das weit stärkere Werk vor dem Moczinskischen Garten von einem ungarischen Regiment erstürmt worden. Nun gingen die Franzosen zum Gegenangriff über. Aus dem Rückhalt stürmten die Garden mit 16 Kanonen hervor und trieben die Preußen aus der Vorstadt zurück. Auch das Werk vor Moczinskis Garten war gegen 7 Uhr wieder genommen. Bei Einbruch der Nacht zogen sich die Verbündeten in ihre vorige Stellung auf die Anhöhen zurück, während sich die Franzosen vor den Schlägen und in den Dresdner Vorstädten lagerten.

Vergebens griff am Morgen des 27. August Napoleon wiederholt das Mitteltreffen der Verbündeten auf den Höhen von Zschertnitz und Räcknitz an, wo General Moreau, der militärische Berater von Zar Alexander I., tödlich verwundet wurde. Gegen 10 Uhr wandte sich Napoleon dann gegen den rechten Flügel, der aus Russen und Preußen bestand. Die Junge Garde konnte die Verbündeten hier bis auf Prohlis und Leuben zurückwerfen.

Endlich gelang es Marschall Joachim Murat, König von Neapel, auch den linken, österreichischen Flügel der Verbündeten unter Gyulay, der sich von Dölzschen an der westlichen Talwand des Plauenschen Grundes bis gegen Gorbitz an der Heerstraße nach Freiberg ausdehnte, erfolgreich anzugreifen, indem er mit dem Armeekorps von Victor und der Reiterei unter La Tour-Maubourg gegen Mittag von Cotta und dem Zschonergrund aus hervorbrach. Nach der Sicherung der Weißeritzübergänge durch Murats Truppen war Schwarzenberg gezwungen, die Vernichtung seiner Truppen am anderen Flussufer hilflos hinzunehmen.

Ende der Schlacht und Ergebnisse

Auf die Nachricht, dass Vandamme, der am 25. bei Königstein über die Elbe gegangen sei, gegen Pirna vordringe und die Verbindung mit Böhmen bedrohe, traten die Alliierten in der Nacht vom 27. auf den 28. August den Rückweg an.

Der Plan Napoleons, die Verbündeten einzukesseln, wurde durch die Niederlage von General Vandamme bei der Schlacht bei Kulm vereitelt.

Napoleon konnte sein Ziel, die Verbündeten entscheidend zu schlagen, nicht verwirklichen. Das Kräfteverhältnis hatte sich durch den Kriegseintritt Österreichs entscheidend zu seinen Ungunsten verändert. Die Niederlage in der Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813 war die Folge. Die südlichen Vororte von Dresden wurden teilweise schwer zerstört, und die Stadt Dresden glich durch die große Anzahl von Verwundeten einem großen Feldlazarett.

Literatur

  • Frank Bauer: Dresden 26./27. August 1813. Napoleons letzter Sieg in Sachsen, Kleine Reihe Geschichte der Befreiungskriege 1813–1815, Heft 7, Potsdam 2004.
  • R. Braeuner: Geschichte der preußischen Armee. Historische Darstellung und Beleuchtung ihrer Vorgeschichte, Errichtung und späteren Organisation. Band 1, Berlin 1863. (Digitalisat )
  • August Kummer: Die Schlacht bei Dresden und deren Folgen. Erinnerung an die Schreckenstage Dresdens und Umgegend vor fünfzig Jahren. Dresden 1863. (Digitalisat )

Weblinks

 Commons: Schlacht von Dresden  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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