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Schlacht bei Beaugency


Dieser Artikel beschreibt eine Schlacht des Deutsch-Französischen Krieges; für die ähnlich lautende Schlacht des Hundertjährigen Krieges siehe Schlacht von Beaugency.
Schlacht bei Beaugency
Datum 8.–10. Dezember 1870
Ort Beaugency, Arrondissement Orléans, Département Loiret
Ausgang Deutscher Sieg
Konfliktparteien
Norddeutscher Bund Norddeutscher Bund Zweites Kaiserreich Frankreich
Befehlshaber
Norddeutscher Bund Friedrich Franz II. Zweites Kaiserreich Antoine Chanzy
Truppenstärke
27.000 Mann Infanterie etwa 110.000 Soldaten
Verluste
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Die Schlacht bei Beaugency vom 8. bis 10. Dezember 1870 zwischen der Armeegruppe des Großherzogs von Mecklenburg und der französischen Loirearmee war eine Schlacht des Deutsch-Französischen Krieges. Wegen der großen Ausdehnung der Kämpfe gibt es auch die Bezeichnung Schlacht von Beaugency-Cravant.

Teilung der Loirearmee nach Orléans

Nach der Schlacht von Orléans war die Loirearmee in zwei Teile gespalten worden. Die Korps unter dem Kommando von General Chanzy zogen sich in südwestliche Richtung zurück und blieben dabei auf der rechten Seite der Loire. Diese Einheiten wurden jetzt als zweite Loirearmee bezeichnet. Bei diesem Rückzug kam es zu vielen kleineren Gefechten zwischen den preußischen, bayerischen und den französischen Einheiten. Nach Erfolgen bei kleineren Treffen am 6. und 7. Dezember ging das XIII. Korps unter dem Kommando des Großherzogs auf der rechten Seite der Loire vor und erreichte dabei am 7. Dezember Beaugency. Für diesen Vorstoß waren Einheiten des X. Korps zur Verstärkung hinzugezogen worden, während geringe Kräfte als Sicherung gegen die anderen drei Korps (die spätere Ostarmee) in Orléans zurückblieben. Man rechnete nicht mit größerem Widerstand und hatte bereits nach der Eroberung von Orléans sogar gemeldet, die Loire-Armee sei in alle Richtungen versprengt und habe als Armee aufgehört zu existieren.[1]

Beaugency bis zum 8. Dezember

In Beaugency hatten sich jedoch die von der Stadt Orléans zurückgegangenen französischen Einheiten mit den Einheiten aus dem Raum Loigy versammelt und noch Verstärkung durch Freiwilligenverbände aus Tours erhalten. Insgesamt versammelten sich so zwischen Beaugenzy an der Loire und Binas (etwa 20 Kilometer nord-westlich) annähernd 110.000 französische Soldaten. Die Stärke der preußischen Einheiten war nach den vorangegangenen Kämpfen auf 27.000 einsatzfähige Infanteristen und geringe Kavalleriekräfte gesunken. Die Front der Preußen hatte zwischenzeitlich eine Breite von etwa 15 Kilometern, man zog diese aber nach dem Treffen bei Meung erheblich zusammen.

Die Schlacht bei Beaugency

Vom 8. bis 10. Dezember[2] kam es dann in und um Beaugency zu schweren Kämpfen, bei denen die Franzosen immer wieder zum Angriff vorgingen. Insbesondere ein Angriff des XVI. Korps am 8. Dezember unter dem Konteradmiral Jauréguiberry brachte die Preußen in erhebliche Bedrängnis.[3] Nur weil der linke französische Flügel (XXI. Korps) nicht angriff und die Möglichkeit zur Umfassung des rechten Flügels mit dem bayerischen Korps nicht nutzte, konnten sich diese halten. In den drei Tagen der Schlacht hatte der Großherzog alle verfügbaren Truppen einschließlich der Sicherungstruppen in Orléans nach Beaugency in Marsch setzen lassen, um seine Einheiten zu verstärken. Speziell am 10. Dezember versuchten dann beide Seiten, ihre Gegner mit eigenen Angriffen zu schlagen. Die Preußen versuchten dabei sogar eine Umfassung des dreifach überlegenen Gegners. Alle Angriffe scheiterten jedoch, auch wenn die Franzosen bei ihren Angriffen einige Anfangserfolge erzielen konnten.

Abbruch der Schlacht am 10. Dezember

Die Angriffe bis zum 10. Dezember hatten für beide Seiten keinen entscheidenden Sieg gebracht.[4] Gleichzeitig jedoch hatte das IX. Korps unter General Manstein, das auf der linken Seite der Loire vorgegangen war, die Loire in Blois überschritten und stand somit im Rücken der Loirearmee. In dieser Situation bestand für die Franzosen die Gefahr, eingeschlossen zu werden, und General Chanzy befahl daher einen Rückzug über Vendôme nach Le Mans. Die Verfolgung durch die Preußen wurde nur bis Vendôme vorangetrieben, die Versorgungswege waren überdehnt und die eigenen Kräfte sehr angeschlagen. In Vendôme blieben die deutschen Verbände fast einen Monat bis zur Schlacht bei Le Mans.

Anmerkungen

  1. s. Engels a.a.O.
  2. In mehreren Quellen wird die Schlacht nur auf den 8. Dezember terminiert.
  3. Für die Leistungen bei diesem Angriff wurde Jauréguiberry am 9. Dezember zum Vizeadmiral befördert
  4. Chanzy hatte noch auf Unterstützung der südlich von Orléans stehenden französischen Korps unter Bourbaki gehofft, diese Hilfe traf jedoch nicht ein und wurde auch nie in Marsch gesetzt.

Quellen

Weblinks


Kategorien: Konflikt 1870 | Schlacht des Deutsch-Französischen Kriegs | Militärgeschichte (Preußen) | Département Loiret

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