Schallmesstechnik (Militär) - LinkFang.de





Schallmesstechnik (Militär)


Die Schallmesstechnik ist ein Verfahren zur Ortung von Artilleriegeschützen durch Messung der Laufzeitdifferenzen des Schalls zwischen Mikrofon-Messstellen.[1]

Das Messsystem ist auf einer Messbasis-Breite von etwa 10 km aufgebaut, wobei die durch präzise Mikrofone aufgefangenen Schallereignisse an eine zentrale Auswertung übertragen werden, wo sie mit einem Speicheroszilloskop festgehalten werden, das einem EKG-Gerät ähnelt.

Die Messung der Zeitdifferenzen führt zur Lokalisation des Schallereignisses. Die Reichweite der Schallmessung beträgt (wetterabhängig) bis zu 20 km. Das Verfahren der Schallmessung ist ein wesentliches Aufklärungsmittel für den „Allgemeinen Feuerkampf“, d. h. die Bekämpfung der gegnerischen Artillerie im Gefecht.

Dieses Lokalisationverfahren (unrichtig Ortungsverfahren genannt) stellt ein „passives“ Aufklärungsmittel dar, das gegenüber der zumeist eingesetzten „aktiven“ Aufklärung den Vorteil aufweist, „nicht-emissiv“ und somit vom Gegner nicht fernaufklärbar zu sein, da kein eigenes Signal, wie beim aktiven Radar-System, ausgesendet wird. Die Eintreffzeiten und insbesondere deren Differenz zueinander, verbunden mit genauer Vermessung des eigenen Standortes, erlauben aus den Messgrößen der Schallgeschwindigkeit bei gemessener Temperatur und Luftdruck zum Messzeitpunkt sowohl die exakte Entfernungsmessung (Echoortung) als auch die Richtungsdetektion und daraus abgeleitet den Ursprungsort der Zielgröße.

Die Entwicklung und Serienreife des Systems war bereits im Zweiten Weltkrieg abgeschlossen und fand im Fronteinsatz bei Schall- und Lichtmess-Einheiten neben der Artillerie-Aufklärung auch bei der Flugabwehr-Koordination in der Wehrmacht erste Bewährung.

Dieses System verwenden u. a. in modernisierter Form die Bundeswehr und die Niederländische Armee.

Dabei kommt ein in einer Aufklärungsbatterie integrierter Schallmesszug zum Einsatz. Dieser besteht aus zwei Schallmessvorwarntrupps mit je zwei Mercedes-(Wolf)-Geländefahrzeugen.

Diese Vorwarntrupps lösen sechs hinterliegende Mikrofone aus, die in einigen Kilometern Entfernung aufgebaut sind (6 Messkabinen Daimler-Benz 5-Tonner LG 315). Die so aufgefangenen Signale werden per Funk an eine Auswertekabine (Mercedes-Benz NG) gesendet und dort ausgewertet.

Das System kann bis auf einen Meter genau die Position eines Knalls (Geschütz usw.) orten.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Siehe zur Geschichte: Reinhard Scholzen: Aufklärende Artillerie. In: Truppendienst 2, 2014, S. 146-150.

Kategorien: Keine Kategorien vorhanden!

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schallmesstechnik (Militär) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.