Schönau im Schwarzwald - LinkFang.de





Schönau im Schwarzwald


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: LörrachVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Gemeindeverwal­tungsverband: Schönau im Schwarzwald
Höhe: 540 m ü. NHN
Fläche: 14,7 km²
Einwohner: 2390 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79677
Vorwahl: 07673
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 08 3 36 079
Adresse der
Stadtverwaltung:
Talstraße 22
79677 Schönau im Schwarzwald
Webpräsenz: www.schoenau-im-schwarzwald.de
Bürgermeister: Peter Schelshorn (CDU)
}

Schönau im Schwarzwald ist eine Stadt im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg.

Geographie

Geographische Lage

Der staatlich anerkannte Luftkurort Schönau im Schwarzwald liegt im oberen Wiesental am Oberlauf der Großen Wiese, umgeben von den Erhebungen des südlichen Schwarzwaldes, in 517 bis 1309 Meter Höhe.

Mehr als 80 Prozent der Fläche sind von Wald bedeckt.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Aitern, Utzenfeld, Todtnau, Tunau, Wembach, Fröhnd und Schönenberg.

Stadtgliederung

Zu Schönau im Schwarzwald gehören die Stadt Schönau im Schwarzwald und die Gemeindeteile Brand und Schönenbuchen.[2]

Geschichte

Schönau wurde im Jahre 1113 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort und das umliegende Gebiet gehörten einer Erbengemeinschaft, zu der unter anderem die Herren von Waldeck und Eichstetten gehörten. Durch Schenkungen kam das Gebiet zum Kloster St. Blasien und damit zu Vorderösterreich. 1805 kam Schönau zum neu geschaffenen Großherzogtum Baden. 1809 erlangte Schönau die Stadtrechte, welche ihr 1936 aberkannt und 1950 wieder gewährt wurden.

Religionen

In Schönau gibt es sowohl eine römisch-katholische als auch eine evangelische Kirchengemeinde.

Politik

Die Stadt ist Sitz des Gemeindeverwaltungsverbandes Schönau im Schwarzwald, dem die Gemeinden Aitern, Böllen, Fröhnd, Schönau im Schwarzwald, Schönenberg, Tunau, Utzenfeld, Wembach und Wieden angehören.

Gemeinderat

Kommunalwahl 2014[3]
Wbt.: 61,4 % (2004: 60,6 %)
 %
50
40
30
20
10
0
43,2 %
42,0 %
14,9 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-2,7 %p
+7,1 %p
-4,3 %p
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Dem Gemeinderat gehören nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 neben dem Bürgermeister als Vorsitzenden zwölf Mitglieder an. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

FWV 43,2 % 5 Sitze (−1)
CDU 42,0 % 5 Sitze (+1)
SPD 14,9 % 2 Sitze (±0)

Bürgermeister

  • 1809–1813: Thoma
  • 1814–1821: Wetzel
  • 1821–1828: Stib
  • 1828–1832: Dietsche
  • 1833–1835: Schlageter
  • 1835–1836: Kaiser
  • 1836–1844: Bonifaz Stib
  • 1844–1865: Eduard Böhler
  • 1865–1880: Josef Köpfer
  • 1880–1883: Ludwig Weis
  • 1883–1894: Ferdinand Steiger
  • 1894–1902: Albert Ruch
  • 1902–1909: Emil Kappeler
  • 1909–1913: Rudolf Vogel
  • 1913–1914: Adolf Fränznick
  • 1914–1919: Rudolf Vogel
  • 1919–1921: Adolf Engesser
  • 1922–1925: Hubert Pfeiffer
  • 1925–1935: Georg Walter
  • 1935–1945: Friedrich Schöni
  • 1945–1946: Albert Gutmann
  • 1946–1956: Karl Zimmermann
  • 1957–1977: Ludwig Morath (FWV)
  • 1977–1993: Richard Böhler (CDU)
  • 1993–2012: Bernhard Seger (CDU)
  • seit Oktober 2012: Peter Schelshorn (CDU)

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In gespaltenem Schild vorn in Rot ein silberner Balken, hinten in Blau ein aufgerichter goldener Hirsch.“

Städtepartnerschaften

Die Stadt Schönau unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu Villersexel im Département Haute-Saône in Frankreich seit 1974.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schönau ist durch die Bundesstraße 317 (Weil am Rhein – Titisee-Neustadt) mit dem überregionalen Straßennetz verknüpft. Die Stadt war von 1889 bis 1966 durch die Bahnstrecke Zell im Wiesental–Todtnau, eine Schmalspurbahn, an das überregionale Schienennetz angebunden.

Ansässige Unternehmen

Lange Tradition hat in Schönau die Herstellung von Bürsten. In Nachbarschaft zum ehemaligen Schwarzwälder „Bürsten-Mekka“ Todtnau hatte sich bereits im 19. Jahrhundert eine Bürstenindustrie in Schönau entwickelt. Heute fertigen drei Unternehmen Bürsten: Ranir GmbH (vormals Frisetta Kunststoff GmbH), Interbros GmbH (beide Zahnbürsten) und die Frank Bürsten GmbH (Schuhbürsten und technische Bürsten). In der Gesamtmenge der pro Jahr produzierten Bürsten hat Schönau den Nachbarort Todtnau längst überflügelt.

Deutschlandweit bekannt wurde Schönau durch seine „Stromrebellen“ in den 1980er-Jahren. Die Bürgerinitiative begann nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl, sich energiepolitisch zu engagieren. Im Juli 1997 übernahm schließlich – erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik – eine Gruppe von Bürgern (und anderen) die Stromversorgung der Gemeinde, indem sie das Netz vom damaligen Energieversorger Kraftwerke Rheinfelden kauften. Heute wird das Stromnetz von Elektrizitätswerke Schönau (EWS) betrieben.

Die örtlich ansässigen Unternehmen haben sich im Jahr 2002 zu einem Initiativkreis Oberes Wiesental (IOW) zusammengeschlossen, um gemeinsam die Infrastrukturen des Oberen Wiesentals sowohl für die ansässigen Unternehmen als auch für die hier lebenden Menschen attraktiv zu gestalten.

Gericht

Das Amtsgericht Schönau gehört zum Landgerichtsbezirk Waldshut-Tiengen und Oberlandesgerichtsbezirk Karlsruhe.

Bildung

Neben einem städtischen Gymnasium verfügt Schönau mit der Buchenbrandschule über eine Grundschule und in Kooperation mit Todtnau über eine Gemeinschaftsschule. Außerdem gibt es zwei Kindergärten im Ort.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

  • Adolf Dießlin (1853–1917), Großherzoglicher Forstmeister
  • Josef Eduard Schlageter (1855–1938), Landwirt (Vater von Albert Leo Schlageter)
  • Eduard Böhler (1878–1964), Geistlicher Rat
  • Friedrich Alfons Rueb (1925–2015), Gründer der Firma Frisetta (heute Ranir GmbH und Nilit Plastics Europe GmbH & Co. KG)
  • Anton Gromer (* 1931), Geschäftsführer der Firma Heinzmann
  • Joachim Löw (* 1960), Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft, Weltmeister als DFB-Teamchef im Jahr 2014[4]

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben oder wirken

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band 6: Regierungsbezirk Freiburg. Kohlhammer, Stuttgart 1982, ISBN 3-17-007174-2, S. 874–875.
  3. Kommunalwahlergebnis der Stadt Schönau im Schwarzwald
  4. sport.orf.at: „Löw wird Ehrenbürger seiner Gemeinde“ (abgerufen am 22. Juli 2014)

Weblinks

 Commons: Schönau im Schwarzwald  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Schönau im Schwarzwald – Reiseführer

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schönau im Schwarzwald (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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