Schömberg (Zollernalbkreis) - LinkFang.de





Schömberg (Zollernalbkreis)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: ZollernalbkreisVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 676 m ü. NHN
Fläche: 23,27 km²
Einwohner: 4644 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 200 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72355
Vorwahl: 07427
Kfz-Kennzeichen: BL, HCH
Gemeindeschlüssel: 08 4 17 057
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Alte Hauptstraße 7
72355 Schömberg
Webpräsenz: stadt-schoemberg.de
Bürgermeister: Karl-Josef Sprenger
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Schömberg (sprich: Schömm-berg) ist eine Stadt im Zollernalbkreis in Baden-Württemberg, Deutschland.

Geographie

Geographische Lage

Schömberg liegt an der Bundesstraße 27, rund zehn Kilometer nordöstlich von Rottweil, rund zehn Kilometer südwestlich von Balingen, rund 80 Kilometer südlich von Stuttgart und 90 Kilometer nördlich des Bodensees.

Schömberg bildet das Zentrum des Oberen Schlichemtals und liegt in landschaftlich reizvoller Lage am Trauf der höchsten Berge der Schwäbischen Alb. Das sind, östlich von Schömberg gelegen, der Plettenberg (1002 m ) und im Südwesten der Oberhohenberg (1010 m ) sowie der höchste Berg der Alb, der Lemberg mit 1015 m ü. NN . Nördlich des Stadtzentrums fließt die Schlichem, welche dort angestaut wurde (Schlichemtalsperre) und im weiteren Verlauf in den Neckar mündet.

Nachbargemeinden

Zimmern unter der Burg Dautmergen Dormettingen
Rottweil¹ Dotternhausen
Wellendingen¹ Weilen unter den Rinnen
Deilingen²
Ratshausen

¹ Landkreis Rottweil, ² Landkreis Tuttlingen

Stadtgliederung

Die Stadt Schömberg besteht aus den beiden Stadtteilen Schömberg und Schörzingen. Im Stadtteil Schörzingen ist eine Ortschaft im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und Ortsvorsteher als dessen Vorsitzender eingerichtet.

Zum Stadtteil Schömberg gehören die Stadt Schömberg, der Weiler Untere Säge, das Gehöft Obere Säge und Wallfahrtskirche und Haus Palmbühl. Zum Stadtteil Schörzingen gehören das Dorf Schörzingen und die Häuser Lehen und Neuhaus.

Der 768 erwähnte Ort Altheim ist wohl eine Vorgängersiedlung von Schömberg und ist in Schömberg aufgegangen. Im Stadtteil Schömberg liegen die Wüstungen Holzheim, Nordheim und Unterschömberg. Holzheim wurde 785 als Hoolzaim erstmals erwähnt und ist nach 1328 abgegangen. Nordheim ist vermutlich im 13. Jahrhundert abgegangen. Beide Orte gehörten wohl zu einer größeren Gruppe von -heim-Orten. Unterschömberg war eine Häusergruppe im Schlichemtal, zu der Mühlen, eine Hammerschmiede und Waschhäuser gehörten. Der Ort wurde 1739 erwähnt und ist um 1750 abgegangen. Im Stadtteil Schörzingen lag die Burg und Stadt Hohenberg und das 1090 erwähnte Starzila, das in der Nähe von Hohenberg vermutet wird.[2]

Geschichte

Schömberg wurde erstmals im Jahre 1255 erwähnt: Graf Friedrich VI. von Zollern verlieh seinem Freund Konrad von Tierberg „auf dem Felde bei Schömberg“ (Campo oput Shonberc) die Kirche in Balingen. Zwölf Jahre später, 1267, kam Schömberg aufgrund eines Konflikts zwischen Zollern und Hohenberg an die Grafen von Hohenberg. Durch die älteste bekannte Steuererhebung lässt sich die Einwohnerzahl Schömbergs im Jahre 1394 auf rund 500 schätzen. Von 1410 bis 1454 wird Schömberg an die Reichsstädte verpfändet.

Schömberg wurde im 17. und 18. Jahrhundert öfters teilweise zerstört. 1633 und 1635 wird Schömberg von Schweden und Kaiserlichen schwer zerstört. 42 Häuser fielen einem Angriff zum Opfer. Kurze Zeit später, im Jahre 1644, wurden weitere 60 Häuser zerstört. Am 9. Dezember 1750 zerstörte der große Stadtbrand die komplette Stadt. Durch eine beispiellose Hilfsaktion der Bürger wurde die Stadt bis 1753 wieder komplett aufgebaut.

Im Jahre 1806 wurde die Grafschaft Hohenberg und somit auch Schömberg württembergisch und kam zum Oberamt Rottweil. Während der Napoleonischen Kriege fielen 26 Schömberger Bürger als Soldaten.

Ende des 19. Jahrhunderts (1896/97) wurde die erste Hauswasserleitung in Schömberg gebaut. Vierzehn Jahre später (1910) gingen 80 Schömberger Haushalte an das Stromnetz.

Im Jahre 1911 wurde die Bahnstrecke Balingen-Schömberg eröffnet. Siebzehn Jahre später, im Jahre 1928, wurde die Bahnstrecke Rottweil-Schömberg fertiggestellt.

Während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 mussten 257 Schömberger Soldaten an die Front, 39 Soldaten fielen.

Bei der Kreisreform 1938 wurde Schömberg dem Landkreis Balingen zugeteilt. Im selben Jahr wurde mit dem Bau der Schlichemtalsperre für die Kühlwasserversorgung des Zementwerks in Dotternhausen begonnen, diese wurde 1944 fertiggestellt. Ebenfalls im Jahr 1944 wurden die Außenlager des KZ Natzweiler-Struthof im Zug des „Unternehmens Wüste“ aufgebaut, um Öl aus Ölschiefer zu gewinnen. Auch bei Schömberg entstand mit dem KZ Schömberg ein KZ-Außenlager. Im Stadtteil Schörzingen befand sich ein weiteres Außenlager, das KZ Schörzingen. Die Häftlinge mussten schwerste körperliche Arbeit leisten, um Öl aus dem vorhandenen Ölschiefer zu gewinnen. Die Fertigung war völlig unrentabel, wurde jedoch von der Regimespitze gefordert, da die Deutschen nicht mehr über genügend Ölquellen verfügten.

Die heutige Stadt wurde am 1. Februar 1973 im Zuge der Gemeinde- und Kreisreform durch Vereinigung der Stadt Schömberg mit der Gemeinde Schörzingen neu gebildet.

Im Jahre 2004 wurde ein Beleg gefunden, dass Schömberg schon früher als 1267 erwähnt wurde. Somit fand im Jahre 2005 nur 38 Jahre nach der 700-Jahr-Feier die 750-Jahr-Feier statt.

Hexenverfolgung

1554 wurde Margaretha Weißbrot von Schemberg und 1607 Anna Klarer von Schömberg in Rottweil durch Verbrennung hingerichtet. Der Rat der Stadt Rottweil hat am 15. April 2015 einen Beschluss zur sozialethisch-moralischen Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse gefasst.[3]

Religionen und Kirchengebäude

Schömberg ist mehrheitlich katholisch geprägt.

Kirchengebäude:

  • St. Peter und Paul: Die katholische Stadtpfarrkirche St. Peter und Paul wurde 1838 in neoklassizistischer Bauweise erbaut. Der stadtbildprägende Turm der Kirche, in dem fünf Glocken ihren Platz haben, hat eine Höhe von 57 Meter. Die Sitzplatzzahl der Kirche beläuft sich auf rund 350. Zu Besonderheiten und Kunstwerken in der Kirche zählt der Heilige Wandel und die Figuren des Peter und Paul.
  • Wallfahrtskirche Palmbühl: Auf einer Anhöhe auf der rechten Seite der Schlichem befindet sich die Wallfahrtskirche zur Schmerzhaften Mutter Gottes vom Palmbühl, deren früheste Erwähnung aus dem Jahr 1331 stammt. Durch Brandkatastrophen während des Dreißigjährigen Kriegs und beim Brand 1750 gingen viele wichtige Dokumente verloren. Es gibt zwei Legenden zur Entstehung des Wallfahrtsortes:
Die erste besagt, dass ein Bildstöcklein der Schmerzensmutter an der Stelle der heutigen Kirche stand. Als man dafür eine Kapelle errichten wollte und dazu einen höheren Platz wählte, nämlich den Palmbühl-Kapf, sei das Baumaterial morgens immer wieder beim Bildstock aufgefunden worden. Deshalb errichtete man später dort die Kapelle.
Die zweite Legende besagt, dass vorbeiziehende Kaufleute von der Straße her einen wunderlichen, schönen Gesang gehört hätten und sie in die damals dort stehende Leonhardskapelle eintraten. Dort hätten sie nur das Marienbild gesehen.
Das Innere der Kirche birgt viele teils aus dem 14. Jahrhundert stammende Gemälde, Figuren und Schnitzereien. Im Außenbereich des Palmbühls ist ein Kreuzweg mit 14 Stationen, der ins Schlichemtal führt. Außerdem befindet sich in der direkten Umgebung die Judas-Thaddäus-Kapelle, sowie das Bruderhaus. Im Jahre 2006 verließ mit Pater Kunibert der Franziskaner-Orden den Palmbühl. Der neue Pfarrer auf dem Palmbühl ist der ursprünglich aus Ratshausen stammende Josef Schäfer. Gottesdienste finden auf dem Palmbühl nur von Mai bis einschließlich Oktober statt.
Außerdem wurde der Altar der Kirche von einem Schömberger Sohn namens Urban Faulhaber erbaut. Nach ihm wurde auch die Zufahrtsstraße zur Palmbühlkirche benannt. Im gleichen Fall wurde auch der Platz vor dem Pfarrhaus nach dem Prälat Caspar Oechsle benannt.
  • Moschee: Seit dem Jahre 1976 gibt es für die Einwohner Schömbergs mit islamischem Glauben Räumlichkeiten, um ihrem Glauben nachgehen zu können. Damals wurde in der Weiherstraße ein Raum angemietet. Da der Raum zu klein war, wurden anfangs die Feiertagsgebete in der Schömberger Festhalle gehalten. Ab 1979 wurden die 200 Jahre alten Räume des ehemaligen Gasthauses Rössle angemietet und umgebaut. 1983 wurde die türkische Gemeinde als D. I. T. I. B. Schömberg Müslümanlar Cemiyeti ins Vereinsregister eingetragen. Somit bekam die Gemeinde einen Imam, der die Kinder und Jugendlichen unterrichten konnte. Wegen ständig ansteigender Mitgliederzahlen und Einsturzgefahr des Gebäudes wurde am 6. April 2001 das Gebäude abgerissen und an gleicher Stelle eine neue Moschee errichtet. Diese wurde am 31. Mai 2003 offiziell eingeweiht.

Politik

Gemeinderat

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 erhielt die Liste „Freie Bürger“ 11 Sitze sowie die „Freie Liste“ und die CDU je 2 Sitze im Gemeinderat.[4]

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige zweite Amtszeit von Karl-Josef Sprenger endet 2021.

  • 1973–2005: Berthold Waizenegger
  • seit 2005: Karl-Josef Sprenger

Gemeindeverwaltungsverband

In Schömberg ist der Sitz des Gemeindeverwaltungsverbands Oberes Schlichemtal, zu dem neben der Stadt Schömberg die Gemeinden Dautmergen, Dormettingen, Dotternhausen, Hausen am Tann, Ratshausen, Weilen unter den Rinnen und Zimmern unter der Burg gehören.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet: „In von Silber und Rot geteiltem Schild oben eine liegende schwarze Hirschstange.“

Städtepartnerschaften

Der Gemeindeverwaltungsverband Oberes-Schlichemtal ist eine Partnerschaft mit der französischen Region Val d’Oison (Normandie) eingegangen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Gedenkstätten

  • Die Gedenkstätte Eckerwald mit Mahnmal und einem Gedenkpfad erinnert an die Leiden der Tausenden von KZ-Häftlingen der Außenlager des KZ Schömberg, die im Rahmen des SS-Projekts „Wüste“ in den Schieferölwerken Zwangsarbeit verrichten mussten. Eine Dokumentationsstätte in den erhaltenen Ruinenmauern informiert über diese Geschichte. Eine Bronzeplastik eines Knienden des Bildhauers Siegfried Haas erinnert an das Sterben von mindestens 549 Häftlingen aus vielen Ländern.
  • Auf dem KZ-Friedhof von Schömberg sind 1777 Häftlinge begraben, derer mit einem reliefartig gestalteten Kreuz sowie einem jüdischen Mahnmal gedacht wird.[5]

Stadtkapelle Schömberg e. V.

Die Stadtkapelle Schömberg ist einer der wichtigsten Kulturträger der Stadt. Das Orchester gibt regelmäßig Konzerte und bereichert das kulturelle Leben mit verschiedenen Veranstaltungen.

Im Jahr 2008 feierte der Verein mit seinen über 100 aktiven und über 200 fördernden Mitgliedern sein 100-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums fanden die 34. Jugendmusiktage statt.

Der Verein bildet über 70 Jugendliche in Kooperation mit der Jugendmusikschule Zollernalb aus.

Sport

Sportstätten

Schömberg verfügt mit dem Stadtteil Schörzingen über mehrere Sportanlagen. In Schömberg stehen den Indoor-Sportlern eine große Sporthalle (Handball, Tischtennis und Hallenfußball), eine kleine Sporthalle (Turnen) und die Stauseehalle (Skigymnastik, Frauengymnastik, sowie kulturelle Veranstaltungen) zur Verfügung. Zudem sind zwei Sportareale mit jeweils zwei Fußballplätzen vorhanden. In Schömberg gibt es zudem noch einen Beachplatz für Beachsportarten (Volleyball, Handball & Fußball). Außerdem noch einen Eisstockschießplatz, zwei Tennisanlagen mit jeweils vier Plätzen, ein Hallenschwimmbad („Schlichem-Bad“), eine Kegelanlage, einen Bolzplatz, sowie ideale natürliche Voraussetzungen für ein breites Programm an sportlichen Aktivitäten.

Sportereignisse

  • Handballwanderpokalturnier: Am letzten Wochenende im Juni wird das alljährlich stattfindende internationale Handballwanderpokalturnier von der Handballabteilung der TG Schömberg durchgeführt. Es gibt ein Laienturnier, bei dem Hobbymannschaften spielen, ein Schülerturnier mit Schülermannschaften der Haupt-, Werkreal- und Realschule Schömberg, Rasenhandball- und Beachhandballturniere für Jugend- und Aktivenmannschaften, sowie ein Prominentenspiel (20er gegen 40er).
  • Stausee-Triathlon: Mitte Juni trifft sich die Triathlonelite in Schömberg.
  • Plettenbergwanderpokalturnier (Fußball; im Wechsel mit anderen Ortschaften)
  • Oberhohenbergwanderpokalturnier (Fußball; im Wechsel mit anderen Ortschaften)
  • Stauseepokal (Turnen, Eisstockschießen, Tennis)

Sportvereine

Die Turngemeinde Schömberg 1884 e. V. (TG Schömberg) ist der größte und bekannteste Verein der Gemeinde. Der Verein besteht aus den Abteilungen Turnen, Handball, Fußball, Ski, Tischtennis, Frauengymnastik und Leichtathletik. Im Juni 2009 feierte die TG Schömberg ihr 125-jähriges Bestehen. Parallel zu den Festivitäten fand das Gauturnfest statt.

  • Die Fußballer der TG Schömberg spielten in der Spielzeit 2007/08 in der Landesliga, aktuell in der Kreisliga A.
  • Die Handballer standen in der Saison 2004/2005 kurz vor dem Aufstieg in die Landesliga, derzeit spielen sie in der Bezirksliga. Die Damenmannschaft scheiterte 2012 in der Landesliga-Relegation und spielt somit weiterhin in der Bezirksliga.[6]
  • Die Turnabteilung konnte im Jahre 2008 den Aufstieg in die Oberliga feiern. Zudem wurde Gloria Schmidberger beim Deutschen Turnfest 2005 in Berlin Deutsche Meisterin.
  • Die Leichtathleten sind beim Triathlon im Jahre 2008 in die erste Triathlonliga aufgestiegen.[7]

Weitere Schömberger Vereine sind der Sportverein Schörzingen, der Eisstockschießclub Schömberg, der Reitverein Schömberg, die Pferdesportgemeinschaft Weiherhof, der Tennisclub Schömberg, der Tennisclub Schörzingen und der Wintersportclub Oberes-Schlichemtal.

Regelmäßige Veranstaltungen

Fasnet

Hauptartikel: Schömberger Fasnet

Schömberg ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Fransennarren und Fuchswadel bestimmen als Hauptfiguren das Bild, vor allem beim „Bolones“, einem traditionellen Narrentanz. Unablässig „jucken“ (springen) die Narren dabei zum Narrenmarsch auf dem Marktplatz und lassen dabei ihre Schellen erklingen.

Interessante Einzelfiguren sind der Alte Harzer von 1812, der Neue Harzer, die Ordnungsfiguren der Husaren, der Halbschwarze, der alte Blätzle, die Warz' und ursprünglich noch die abgegangenen Figuren der Erase und Sauglocke.

Weitere Besonderheiten und traditionsreich sind der Narrensprung am Fastnachtsmontagmorgen und das anschließende Narrenlied, zu welchem ein Reigen getanzt wird. Abschluss jedes Umzuges bildet ein Walzer.

Stadtfest

Im Rhythmus von drei Jahren findet in Schömberg ein Stadtfest statt. Dieses findet hauptsächlich im Altstadtkern und im Bereich des Marktplatzes statt. In den Planungen für das Stadtfest 2007 kam man auf die Idee, das Stadtfest an den Stausee zu verlegen. Mit einem enormen logistischen Aufwand des Organisationskomitees und der Vereine fand schließlich im Juli 2007 das erste Schömberger Seefest statt. Die Reaktionen auf das Seefest waren zumeist positiv, dennoch wurde 2010 wieder ein Stadtfest im sanierten Altstadtkern veranstaltet. Ob es einen ständigen Wechsel zwischen Stadt- und Seefest geben soll, ist noch nicht beschlossen.

Verkehr

Eisenbahnverkehr

Schömberg ist Endpunkt einer Eisenbahnstrecke von Balingen (bis 1971 bestand eine Fortsetzung nach Rottweil). Die Strecke wird von Güterzügen befahren. Im Sommer bietet die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) an Wochenenden und Feiertagen Personenverkehr an.

Touristikzüge an Wochenenden im Sommer

Touristikzüge der Hohenzollerischen Landesbahn aus gekuppelten Triebwagen ab Tübingen nach Kleinengstingen (Wagen 4–5), Schömberg (Wagen 3) bzw. nach Sigmaringen (Wagen 1–2) erreichen den Naturpark Obere Donau. Seit 2015 ermöglicht ein Frühzug Ganztagesausflüge.[8]

In Zukunft will die Kreisverwaltung den Busverkehr zwischen Schömberg und Balingen zunehmend auf die Schiene verlegen.[9]

Busverkehr

Der Öffentliche Nahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau (NALDO) gewährleistet. Die Stadt befindet sich in der Wabe 334. Schömberg bildet bei den Linien 15 und 38 jeweils den Mittelpunkt. Die Linie 15 verbindet Schömberg mit Dautmergen bzw. Weilstetten. Die Linie 38 pendelt zwischen Rosenfeld und Tieringen. Ebenfalls ist die Stadt an das Busnetz der SüdbadenBus GmbH (SBG) angeschlossen. Die Linien 7440 (über Neukirch) und 7445 (über Schörzingen und Wellendingen) verbinden Schömberg mit Rottweil bzw. Balingen.

Straßenverkehr

Schömberg liegt an der Bundesstraße 27. Diese verbindet die Stadt nach Norden mit dem Großraum Stuttgart und nach Süden mit Schaffhausen in der Schweiz. Die nächstgelegene Autobahnauffahrt ist rund 15 km entfernt (A 81 bei Rottweil).

Wirtschaft und Infrastruktur

Medien

Über das lokale Geschehen im Oberen Schlichemtal und dem Zollernalbkreis berichten als Tageszeitung der Zollern-Alb-Kurier und der Schwarzwälder Bote.

Bildung

Schulen

  • Grund-, Haupt- und Werkrealschule Schömberg
  • Realschule Schömberg
  • Grundschule Schörzingen
  • Außenstelle der Jugendmusikschule Zollernalb

Die hauptsächlich besuchten Gymnasien von Schülern aus Schömberg bzw. dem Oberen Schlichemtal sind in Rottweil und Balingen.

Kindergärten

  • Kindergarten „Arche Noah“ (ehem. Katholischer Kindergarten)
  • Städtischer Kindergarten
  • Kindergarten Schörzingen

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

  • Samuel Oexle, Orgelbauer, Vater von Caspar Oechsle,[10] bei dem z.B. Joh. Ev. Schmidt das Orgelbauhandwerk erlernte[11]
  • Caspar Oechsle (* 1752, † 1820), Reichsprälat, letzter Abt von Salem
  • Konrad Albert Koch (* 1869, † 1945), Kunstmaler und Burgenforscher
  • Emil Kiener (* 1900, † 1961), Politiker (NSDAP), Landtagsabgeordneter
  • Gerhard Weng (* 1916, † 1988), Politiker (CDU), Landtagsabgeordneter, Staatssekretär
  • Paula Riede (* 1923), Politikerin (CDU), Bundestagsabgeordnete 1972–1976
  • Rudolf Haegele (* 1926, † 1998), Professor für Malerei

Andere Persönlichkeiten

Literatur

  • Wulf Wager: Fasnet in Schömberg. 2001, ISBN 3-9807995-0-6
  • Waldemar Lutz, Jürgen Nebel, Hansjörg Noe, Adolf Klek: Kennzeichen BL. 1987, ISBN 3-12-258310-0
  • Die Geschichte der Turngemeinde Schömberg 1884–2009. 2009
  • Casimir Bumiller: Geschichte der Stadt Schömberg. Stadt Schömberg, Schömberg 2005

Weblinks

 Commons: Schömberg  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Schömberg – in der Beschreibung des Oberamts Rottweil von 1875

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4. S. 242–244
  3. NRWZ Verlag
  4. Homepage der Stadt Schömberg: Gemeinderat , abgerufen am 30. Dezember 2014
  5. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 75 ff., ISBN 3-89331-208-0
  6. Schwarzwälder Bote 13. Mai 2012.
  7. Zollern-Alb-Kurier 22. Juli 2008.
  8. : Rad Wander Shuttle . In: Schwarzwälder Bote. 24. April 2015.
  9. Schwarzwälder Bote 18. November 2008.
  10. Zitiert nach: Biographia Cisterciensis – Zisterzienserlexikon (abgerufen am 7. Mai 2014).
  11. Constantin von Wurzbach: Schmidt, Johann Evangelist. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 30. Theil. Kaiserlich-königliche Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1875, S. 271 (Digitalisat ).

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