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Schöfflisdorf


Schöfflisdorf
Staat: Schweiz
Kanton: Zürich ZH
Bezirk: Dielsdorf
BFS-Nr.: 0099
Postleitzahl: 8165
Koordinaten:
Höhe: 471 m ü. M.
Fläche: 4,05 km²
Einwohner: 1395 (31. Dezember 2015)[1]
Einwohnerdichte: 294 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne Bürgerrecht)
15,8 % (31. Dezember 2015)[2]
Website: www.schoefflisdorf.ch

Schöfflisdorf im Wehntal

Karte

Schöfflisdorf (zürichdeutsch: Schöfflisdorf oder älter Schöfflischtòòrf und Schäflischdärf) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Dielsdorf des Kantons Zürich in der Schweiz.

Wappen

Blasonierung

In Blau ein schreitendes silbernes Schaf

Das Wappen ist aus der Zeit der Helvetik. Das Schaf deutet auf eine Verballhornung des Ortsnamens hin: das Schööfli aus dem zürichdeutschen Schöfflisdorf ist eine Verkleinerungsform von Schaf. Der Name Schöfflisdorf stammt aber von daher, dass das Dorf früher der Sitz eines Gerichtsschöffen (Geschworenen) war.

Geographie

Schöfflisdorf ist die östlichste Gemeinde im Wehntal, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Zürich. Das Gemeindegebiet grenzt an Bachs, Oberweningen, Steinmaur und Boppelsen. Von der Gemeindefläche dienen 35,4 % der Landwirtschaft, Wald bedeckt 55,6 % und 9 % der Siedlung und dem Verkehr, 0,2 % sind Gewässer.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1634 145
1710 189
1764 236
1799 300
1850 446
1900 318
1950 369
1960 460
1970 494
1980 696
1990 1054
2005 1154

Am 31. Dezember 2007 waren in der Gemeinde Schöfflisdorf 1189 Einwohner registriert.

Die Gemeinde Schöfflisdorf bietet Arbeitsplätze für etwa 250 Arbeitende aus der näheren Umgebung. Zu den Arbeitgebern gehören Handwerk und das Alterswohnheim Wehntal.

Politik

Die SVP hat 40,6 %, die SP 16,8 %, die FDP 14,7 %, die Grüne 9,6 %, die CVP 5,8 %, und die EVP 4,1 % der Wählerstimmen.

Gemeindepräsident ist Alois Buchegger (parteilos Stand 2009).

Geschichte

um ca. 1800 v. Chr.: Die ersten Einwohner lebten wahrscheinlich am Ende der Steinzeit im Gebiet von Schöfflisdorf. Im Wald auf der Egg wurden Grabhügel gefunden. In der Grabbeigabe befanden sich Schnurkeramiktöpfe.

9. Jahrhundert: Der auf -dorf endende Namen deutet auf eine im von den Alamannen gegründete Siedlung hin. 1285 erste urkundliche Erwähnung von Schöfflisdorf in einem Pergamentbrief vom Freiherr Lütold VIII. von Regensberg, wo der Verkauf eines Grundstückes an einen Berchtold von Waldhausen im Bachsertal bestätigt wird. Der Pergamentbrief wird heute noch im Staatsarchiv Zürich aufbewahrt.

13. Jahrhundert: Erste Kapelle in Schöfflisdorf errichtet, das damals noch zur Kirchgemeinde Niederweningen gehörte. 1409 kam Schöfflisdorf mit dem übrigen Wehntal unter die Herrschaft der Stadt Zürich. 1524 trat die damalige Bevölkerung wie die anderen Zürcher Unterländer zum reformierten Glauben über. 1548 wurde erstmals die heutige Schreibweise des Namens genannt. 1706 wurde die heutige Kirche gebaut, 1713 folgte das Pfarrhaus.

Im Frühjahr 1798 marschierten im Zusammenhang mit den Koalitionskriegen die napoleonischen Truppen ein. Während der Zweiten Schlacht von Zürich gab es auch grössere Truppenaufmärsche in Wehntal. Es folgten bis 1802 Kriegswirren.

1843 wurde die Strasse nach Zürich ausgebaut. Auf Anregung des Dorfpfarrers wurde die Strasse nicht wie ursprünglich vorgesehen entlang dem Lägern gebaut, sondern mit einer scharfen Bogen in Richtung Dorf geführt. Die Kurve erhielt den Namen Pfaffenrank. Bereits ein Jahr zuvor fuhr die erste Postkutsche auf der Strecke Zürich–Dielsdorf–Niederweningen durch Schöfflisdorf.

1891 wurde die Eisenbahnstrecke von Dielsdorf nach Niederweningen eröffnet. 1973 wurde der beschrankte Bahnübergang im 'Pfaffenrank' aufgehoben und durch eine Überführung ersetzt. Im gleichen Jahr wurde die Mehrzweckhalle eröffnet. 1990 Eröffnung der S-Bahn Zürich. In den darauffolgenden Jahren setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Es werden mehrere Quartiere mit Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut. Der Einfluss der Stadt Zürich ist spürbar stärker geworden.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Schöfflisdorf liegt an der Wehntalbahn (Oberglatt–Niederweningen), die von der S 15 RapperswilUsterZürich HBOberglattNiederweningen befahren wird. Die Züge der S 15 verkehren halbstündlich. Am Bahnhof Schöfflisdorf-Oberweningen beginnt die Postauto-Buslinie 555 nach Oberweningen–Schleinikon.

Die Hauptstrasse 17 von Zürich nach Döttingen führt durch Schöfflisdorf.

Sonstiges

Partnergemeinde von Schöfflisdorf ist Messolongi in Griechenland.

Persönlichkeiten

Bilder

Literatur

  • Heinrich Hedinger: Ortsgeschichte von Schöfflisdorf. Schöfflisdorf, 1965
  • Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich, Band II: Die Bezirke Bülach, Dielsdorf, Hinwil, Horgen und Meilen. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 15). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1943. DNB 365803049 .

Weblinks

 Commons: Schöfflisdorf  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.
  2. Daten zur Wohnbevölkerung nach Heimat, Geschlecht und Alter (Gemeindeporträt). Statistisches Amt des Kantons Zürich, abgerufen am 13. April 2016.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schöfflisdorf (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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