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Schöckl


Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Berg Schöckl im Grazer Bergland. Für die gleichnamige Katastralgemeinde in der Steiermark siehe Schöckl (Gemeinde Sankt Radegund bei Graz)
Schöckl

Der Schöckl von Südosten

Höhe 1445 m ü. A.
Lage Steiermark, Österreich
Gebirge Grazer Bergland, Randgebirge östlich der Mur
Dominanz 15,5 km → Rote Wand
Schartenhöhe 517 m ↓ Brandlhof
Gestein Schöcklkalk
Alter des Gesteins Devon
Erschließung 1913 mit Eröffnung der Schöcklstraße
Normalweg Wanderung

Der Schöckl, häufig auch als Schöckel bezeichnet, ist mit einer Höhe von 1445 m ü. A. der südlichste bedeutende Gipfel im Grazer Bergland.

Lage

Die Besonderheit des Schöckls liegt in seiner exponierten Lage am südlichen Alpenrand und seiner relativen Höhe zum anschließenden Grazer Becken und Leibnitzer Feld. Er besteht vorwiegend aus Glimmerschiefern und aus Kalken.

Der Kalkstock steht auf einem kristallinen Untergrund, dem Radegunder Kristallin. Daher treten dazwischen immer wieder Quellen an die Oberfläche, die die Wasserversorgung der umliegenden Orte bilden. In dem Kalkgestein sind immer wieder Höhlen und Dolinen anzutreffen.

Durch seine Lage in unmittelbarer Nähe, etwa 15 Kilometer nördlich der steirischen Landeshauptstadt Graz, gilt er als Grazer Hausberg. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Spaziergänger, Wanderer, Downhill-Mountainbiker, Drachenflieger und Paragleiter.

Der Schöckl wird vom Automobilproduzenten Magna Steyr als Gelände-Teststrecke für Geländefahrzeuge genutzt.

Am Südfuß des Schöckls liegt die Ortschaft Sankt Radegund bei Graz. Von dort kann das Bergplateau mit der Schöckl-Seilbahn erreicht werden. Auf dem etwa zwölf Hektar großen Hochplateau des Berges finden sich neben zwei Gaststätten auch das Stubenberghaus, der Sender Schöckl mit Fernsehsender und verschiedenen Richtfunkantennen sowie eine meteorologische Station. Am Nordhang sind zwei Skilifte installiert (ein dritter wurde 2002 stillgelegt). Etwas abgesetzt findet man auch ein Jahn-Denkmal – der Berg war ab 1927 jährlich Austragungsort eines Sport-Bergfests.

Der Schöckl ist der Namensgeber der umliegenden Region des Schöckllandes, die aus neun Gemeinden besteht.

Sendeturm

Der Sendeturm auf dem Schöckl wurde zwischen 1955 und 1957 am Kugelberg errichtet. Ursprünglich war er 74 Meter hoch. Mit der Einführung des UHF-Fernsehens wurde er auf 100 Meter erhöht.

Der Turm war ursprünglich komplett freistehend. Heute ist er mit Abspannseilen gesichert.

Historisches

Vereinzelte Spuren weisen auf eine Straße und eine Besiedelung des Schöckls in der Römerzeit hin. Die erste namentliche Erwähnung als mons sekkel stammt aus einer Urkunde des Stifts Seckau aus dem Jahr 1147. Die erste neuzeitliche Unterkunftshütte entstand 1780. Der Berg erhielt mehrmals prominenten Besuch, zum Beispiel von Johannes Kepler (1601 zur Bestimmung der Erdkrümmung), Erzherzog Johann, Peter Rosegger und Friedrich Schmiedl.

Die touristische Erschließung begann am 14. September 1890 mit der Eröffnung des Stubenberghauses als Schutzhütte des Österreichischen Alpenvereins, bzw. 1913 mit der Eröffnung der Schöcklstraße, die damals bis auf den Gipfel befahrbar war. 1951 wurde die erste Seilbahn von St. Radegund aus in Betrieb genommen; von 1952 bis 1985 konnte man auch mit einer Sesselbahn („Nordlift“) vom nördlich des Berges gelegenen Semriach aus den Gipfel erreichen. 1995 wurde die erneuerte Seilbahn von St. Radegund aus eröffnet; die Zufahrt auf den Gipfel mit PKW ist aus Umweltschutzgründen nur mit Sondergenehmigung möglich. Am 16. August 1909 wurde der Schöckl erstmals mit einem Puch-Automobil unter Karl Slevogt erklommen.

Im Jahr 1931 startete der steirische Raketenpionier Friedrich Schmiedl vom Schöckl seine erste Postrakete.

Bilder

Weblinks

 Commons: Schöckl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Schöckl (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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