Sarmizegetusa Regia - LinkFang.de





Sarmizegetusa Regia


Sarmizegetusa, zur Unterscheidung von der gleichnamigen späteren römischen Kolonie meist Sarmizegetusa Regia genannt, war die Hauptstadt des antiken Reichs der Daker. Die archäologische Stätte liegt in den Brooser Bergen in der nähe der heutigen rumänischen Stadt Orăștie im Kreis Hunedoara (Siebenbürgen).

Lage

Die Gegend um Hunedoara ist bereits seit dem Neolithikum ein beliebter Siedlungsraum und wurde aufgrund von Kupfer- und Eisenlagerstätten im Laufe der Zeit zu einem Kernland, das die Entwicklung zahlreicher bedeutender Kulturen im Pannonischen Becken und den Karpaten nachhaltig beeinflusste. Die archäologischen Funde zeigen eine direkte kulturelle Wechselwirkung mit Nordeuropa seit der Spätbronzezeit. Spätestens seit dieser Zeit wurde die Region zum Drehkreuz zwischen den Lausitzer Kulturen im Norden, den frühen Griechen im Süden, den am Pontus gelegenen Kulturen und den westlichen Urnenfeld-Kulturen.

Geschichte

Sarmizegetusa (genannt auch Sarmizegetusa Regia) war von etwa 80 v. Chr. bis 106 nach Chr. wichtigstes Handels- und Wirtschafts- sowie religiöses Zentrum des von Dakern bewohnten Gebietes. Dieser Ort war durch einen Ring einzelner Festungen mit dem Zentrum Sarmizegetusa gesichert. Die sechs Festungen Sarmizegetusa(), Costești-Blidaru(), Costești-Cetățuie(), Căpâlna(), Piatra Roșie(), und Bănița() wurden 1999 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Der Ort liegt auf dem Areal des Dorfes Grădiștea de Munte in der Gemeinde Orăștioara de Sus im Kreis Hunedoara in Siebenbürgen. Die Stadt wird vorsichtig als thrakisch klassifiziert, was auf die diesen zugerechneten Daker zurückgeht, die unter Burebista das Gebiet vermutlich von den Boiern eroberten und diese unterwarfen.

Sarmizegetusa war wichtigster militärischer Stützpunkt und bis 106 n. Chr. die Hauptstadt des dakischen Staatengebildes. Im zweiten Dakerkrieg des römischen Kaisers Trajan (105/106 n. Chr.) wurde es verwüstet.

Anschließend errichteten die Römer etwa 40 Kilometer südöstlich eine Veteranenkolonie, die zunächst schlicht Colonia Dacica genannt wurde, später aber den Namen Colonia Ulpia Traiana Augusta Dacica Sarmizegetusa erhielt, womit die Symbolkraft der einstigen Dakerhauptstadt aufzugreifen. Abgesehen vom Namen gab es aber bewusst keine Kontinuität zwischen den beiden Siedlungen.[1]

Ausgrabungsstätte

Die ehemalige dakische Siedlung wurde seit dem 18. Jahrhundert ausgegraben. In Sarmizegetusa wurden dabei östlich der zentralen Festung bedeutende Tempelanlagen freigelegt.

Seit 1995 besteht eine Kooperation zwischen dem Althistorischen Institut der Universität zu Köln und seitens Rumäniens dem Nationalmuseum der Geschichte Transsilvaniens und der Babeș-Bolyai-Universität Cluj.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Konrad Gündisch: «Hauptstädte» in Siebenbürgen. In Harald Heppner: Hauptstädte zwischen Save, Bosporus und Dnjepr. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 1998, S. 51–83, auf S. 53.

Weblinks

 Commons: Sarmizegetusa Regia  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sarmizegetusa Regia (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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