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Santa Maria di Grottaferrata


Santa Maria di Grottaferrata
Basisdaten
Rituskirche Italo-albanische Kirche
Staat Italien
Kirchenprovinz Immediat
Abt vakant
Emeritierter Abt Emiliano Fabbricatore OSBI
Generalvikar Giovanni Damasceno Tamburi OSBI
Fläche 1 km²
Pfarreien 1 (31.12.2011 / AP 2013)
Einwohner 14 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken 14 (31.12.2011 / AP 2013)
Anteil 100 %
Diözesanpriester 1 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordenspriester 8 (31.12.2011 / AP 2013)
Ständige Diakone 1 (31.12.2011 / AP 2013)
Katholiken je Priester 2
Ordensbrüder 10 (31.12.2011 / AP 2013)
Ordensschwestern 2 (31.12.2011 / AP 2013)
Ritus Byzantinischer Ritus
Liturgiesprache Griechisch
Italienisch
Kathedrale Santa Maria di Grottaferrata
Website www.abbaziagreca.it

Santa Maria in Grottaferrata (lat. Territorialis Abbatia Beatae Mariae Cryptaeferratae) ist eine italo-byzantinische Territorialabtei des orientalischen Ritus der römisch-katholischen Kirche. Das Kloster liegt in den Albaner Bergen, 20 Kilometer südlich von Rom in der Stadt Grottaferrata bei Frascati zwischen den Hügeln von Tusculum, Rocca di Papa und Castel Gandolfo.

Geschichte

Das Kloster wurde im Jahre 1004, also noch vor dem morgenländischen Schisma im 11. Jahrhundert, gegründet. Gründer und erster Abt war der heilige Nilus von Rossano, ein Grieche aus dem damals noch unter byzantinischer Herrschaft stehenden Kalabrien. Da Nilus bald nach der Gründung starb, führte Bartholomäus, der ebenfalls aus Rossano stammte, den Klosterbau fort. Am Ort der Klostergründung standen Ruinen einer römischen Villa und zwischen ihnen befand sich ein niedriges Gebäude, das opus quadratum, das schon zu Zeiten der römischen Republik als Begräbnisstätte genutzt worden war und im 5. Jahrhundert in eine Kapelle umgewandelt wurde. Wegen der Eisengitter an den Fenstern wurde diese auch Crypta ferrata (später Grottaferrata, „mit Eisen beschlagene Krypta“) genannt.

Nilus und seine Gefährten lebten nach der Art ostkirchlicher Mönche. Die Regel (Typikon) von Grottaferrata legte 1299/1300 Abt Biagio II nieder. Die Mönche feierten die Liturgie nach dem byzantinischen Ritus gemäß den Bräuchen des Studionklosters in Konstantinopel und des Patirions bei Rossano. Nach dem Kirchenspaltung blieb das Kloster dem Papst unterstellt und erlebte ab dem 14. Jh. eine Latinisierung in Ritus und monastischer Lebensform. Unter Papst Leo XIII. erfolgte 1881 eine grundlegende Reform unter Vermischung eigener Traditionen und neuzeitlicher griechischer Consuetudines, auch der Einbau einer Art Ikonostase in den barock gestalteten Innenraum der Klosterkirche. Seit 1994 bemüht sich die Klostergemeinschaft um eine Erneuerung des Gottesdienstes gemäß italo-byzantinischen Traditionen und mit Betonung ihrer Eigenständigkeit gegenüber den italo-albanischen Diözesen in Süditalien. Nach eigenem Verständnis legt das Kloster auf diese Weise seit 1000 Jahren „Zeugnis von der Einheit der Kirche ab. Es ist ein Ort der Begegnung zwischen der lateinischen West-und der griechisch-orthodoxen Ostkirche.“

Die Territorialabtei Santa Maria di Grottaferrata ist mit den ebenfalls byzantinischen italo-albanischen Eparchien Piana degli Albanesi und Lungro in einem Konferenzverband zusammengeschlossen. Im Jahr 2004 hielten die drei Jurisdiktionsbezirke in der Basilika von Grottaferrata ihre zweite gemeinsame Synode ab; die erste hatte 1940 am selben Ort stattgefunden.

In der Vorhalle der Klosterkirche befindet sich ein mittelalterlicher Taufstein, der einen unbekleidet ins Wasser springenden Mann zeigt – ein Bild, das dem berühmten „Taucher“ von Paestum gleicht – und einen Angler. Aufgegriffen wird die urchristliche Symbolik des Menschenfischers. Ein Mensch steigt in das Wasser, um sich taufen zu lassen. Er wird von einem anderen Menschen als Fisch aus der Tiefe geholt.

Äbte von Santa Maria di Grottaferrata

Literatur

  • Bruno Martellotta u.a.: Grottaferrata. Archäologie, Kunst, Geschichte. (Reise- und Kunstführer Azienda Autonoma di Soggiorno e Turismo „Del Tuscolo“) (Hrsg.), Rom 1997.
  • Liturgia delle ore italo-bizantina. Rito di Grottaferrata. (Einführung und Übersetzung ins Italienische von Stefano Parenti). (= Monumenta, studia, instrumenta liturgica. Bd. 12) Città del Vaticano 2001. ISBN 88-209-7125-9.
  • San Nilo: monastero italo-bizantino di Grottaferrata: 1004-2004: mille anni di storia, spiritualità e cultura. A cura dell'Archimandrita P. Emiliano Fabbricatore e della Comunità monastica, Rom 2005.

Weblinks

 Commons: Santa Maria di Grottaferrata  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Basilianerkloster | Kloster im Latium | Italo-albanische Diözese | Territorialabtei | Grottaferrata | Marienkirche | Kloster (11. Jahrhundert)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Santa Maria di Grottaferrata (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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