Sankt Jöris - LinkFang.de





Sankt Jöris


St. Jöris
Höhe: ca. 180 m
Einwohner: 885
Postleitzahl: 52249
Vorwahl: 02403

St. Jöris ist ein nordwestlicher Stadtteil von Eschweiler in der Städteregion Aachen. Unmittelbar am Ostrand des Ortes erstreckt sich der Golfplatz Haus Kambach. Der Ort wird vom Merzbach durchflossen.

Geschichte

Die Geschichte St. Jöris' ist eng mit dem Kloster verbunden. St. Jöris war in früheren Zeiten Teil der Herrschaft Kinzweiler. An der Ecke Neusener Straße / Merzbrücker Straße steht ein Bildstock aus dem Jahre 1734, der die älteste im Ort befindliche Inschrift trägt. Der kleine Ort mit heute 800 bis 900 Einwohnern gehörte seit 1800 zu Eschweiler, wurde 1858 ausgemeindet, bildete bis 1972 zusammen mit Hehlrath und Kinzweiler die eigenständige Gemeinde Kinzweiler im Landkreis Aachen und gehört seit dem 1. Januar 1972 zusammen mit Kinzweiler und Hehlrath wieder zu Eschweiler.[1] Von 1858 bis 1901 wurde das neue Gebilde Kinzweiler noch von Eschweiler mitverwaltet. In der Franzosenzeit Anfang des 19. Jahrhunderts hieß es "Saint George", und auf einer preußischen Landkarte von 1846 wird es "St. Jörris" geschrieben. Die Postleitzahl von 1961 bis 1972 war 5181 Sankt Jöris (über Eschweiler).

Sehenswürdigkeiten

  • Reste des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters mit Klosterweiher
  • Dorfkirche St. Georg mit Schädelreliquie. Nachdem die St. Jöriser nach Schließung der Klosterkirche ein ganzes Jahrhundert zur Pfarrkirche Kinzweiler gehen mussten, erhielten sie 1906 eine eigene Kirche, zu deren Patron der Schutzheilige des ehemaligen Klosters und der Kinzweiler Ritter, der Heilige Georg, gewählt wurde. Die größten Schätze dieser Kirche sind die wenigen Objekte, die aus der Ausstattung der Klosterkirche erhalten geblieben sind: der Opfertisch aus der Altarplatte, eine Klosterglocke von 1786, das Triumphkreuz aus der Reihe der rheinischen "Cruzifixi dolorosi" aus dem 14. Jahrhundert und eine Schädelknochenreliquie.

Verkehr

Straßenverkehr

St. Jöris liegt an einer Nebenstraße zwischen Eschweiler-Merzbrück an der L223 (früher B264) und Eschweiler-Kinzweiler. Die nächsten Autobahnanschlüsse sind 5a "Broichweiden" auf der A 44 und 5a "Eschweiler-West" auf der A 4.

St. Jöris verfügt über die Bushaltestellen "Am Klosterweiher", "St. Jöris Kirche", "St. Jöris Friedhof" und "St. Jöris Schule" der Stadtbuslinie EW 4, welche weiter über Röhe, "Eschweiler Bushof" bzw. Eschweiler-Aue verkehrt.

Schienenverkehr

St. Jöris hat einen Bahnhof an der Bahnstrecke Stolberg–Herzogenrath. Ursprünglich 1949 als Haltepunkt eröffnet und 1981 stillgelegt, wurde er im Juni 2014 von der EVS GmbH neu errichtet und wird von den Triebwagen der Euregiobahn bedient.

Der nächste Bahnhof an der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen ist der Eschweiler Hauptbahnhof. Siehe auch Liste der Bahnstationen in der Region Aachen.

Linie Linienbezeichnung Linienverlauf
RB 20 euregiobahn:
Stolberg (Rheinl) Hbf – Eschweiler-St. Jöris – Alsdorf-Poststraße – Alsdorf-Mariadorf – Alsdorf-Kellersberg – Alsdorf-Annapark – Alsdorf-Busch – Herzogenrath August-Schmidt-Platz – Herzogenrath-Alt-Merkstein – Herzogenrath – Kohlscheid – Aachen West – Aachen Schanz – Aachen Hbf – Aachen-Rothe Erde – Eilendorf – Stolberg (Rheinl) Hbf hier Flügelung; Zugteil 1:Eschweiler-West – Eschweiler Talbahnhof/Raiffeisenplatz – Eschweiler-Nothberg – Eschweiler-Weisweiler – Langerwehe – Düren Zugteil 2:Stolberg (Rheinl) Hbf (Gleis 27) – Stolberg-Schneidmühle – Stolberg Mühlener Bahnhof – Stolberg-Rathaus – Stolberg-Altstadt
Stand: Fahrplanwechsel Juni 2016
60 min (Stolberg Hbf – Alsdorf-Annapark)
30 min
60 min (Langerwehe – Düren)

Einzelnachweise

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 305.

Weblinks

 Commons: Sankt Jöris  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt Jöris (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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