Sankt Anton im Montafon - LinkFang.de





Sankt Anton im Montafon


St. Anton im Montafon
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Vorarlberg
Politischer Bezirk: Bludenz
Kfz-Kennzeichen: BZ
Fläche: 3,39 km²
 :
Höhe: 651 m ü. A.
Einwohner: 737 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 217 Einw. pro km²
Postleitzahl: 6771
Vorwahl: 05552
Gemeindekennziffer: 8 01 19
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hnr. 124
6771 St. Anton im Montafon
Website: www.sankt-anton-im-montafon.at
Politik
Bürgermeister: Raimund Schuler (ÖVP)
Gemeindevertretung: (2015)
(12 Mitglieder)
12 ÖVP
Lage der Gemeinde St. Anton im Montafon im Bezirk Bludenz
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Sankt Anton im Montafon ist eine Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bludenz mit 737 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016 ).

Geografie

Sankt Anton im Montafon liegt im westlichsten Bundesland Österreichs, Vorarlberg, im Bezirk Bludenz. Sankt Anton liegt am Eingang des Montafoner Tales, das zwischen dem Rhätikonmassiv und dem Davennastock (Verwallgruppe) eingebettet ist. 52,9 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Es existiert nur die Katastralgemeinde St. Anton.

Geschichte

Der Ort wurde zur Zeit des Erzbergbaues am Kristberg und in Bartholomäberg gegründet und 1412 erstmals erwähnt. St. Anton hatte bereits 1419 seine Kapelle und einen Kaplan. Die Kapelle soll von einem Edlen von Zalans 1376 erbaut worden sein.

Vom Heiligen Antonius der Große (auch Antonius der Einsiedler) hat das Dörflein, das einmal „Prazalanz“ geheißen hatte, seinen Namen.[1]

Der Ort gehörte lange zu Bludenz, bis er 1776 selbständige Gemeinde wurde. Sankt Anton wurde wie alle Orte in Vorarlberg von den Habsburgern wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus regiert.
Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Sankt Anton im Montafon seit der Gründung 1861.
Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. 1947 wurde die Gemeindezusammenlegung mit Vandans, die seit 1943 bestand, wieder aufgehoben. Bis ins 20. Jahrhundert wurde in St. Anton Gips abgebaut. Die ersten Hinweise darauf stammen bereits aus dem frühen 18. Jahrhundert. Der Abbau dauerte bis 1977, als dafür keine weitere Konzession mehr erteilt wurde.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Der Ausländeranteil lag Ende 2002 bei 9,7 Prozent.

Politik

Die Gemeindevertretung besteht aus 12 Mitgliedern. Nach der Gemeindevertretungswahl 2015 verfügt die Liste „St. Antöner Volkspartei und freie Kandidaten“ als einzige antretende Partei über alle 12 Gemeindevertretungsmandate. Zum Bürgermeister wurde in der Bürgermeister-Direktwahl 2015 Raimund Schuler als Nachfolger von Rudolf Lerch gewählt.

Wappen

Das Wappen wurde gestaltet von Konrad Honold. Es stellt eine Kirche und die beiden gekreuzten päpstlichen Schlüssel dar und wird von einem auf den Kopf gestellten Dreiberg gekrönt. Dieser nimmt Bezug auf die Überlieferung des Bergsturzes, der die sagenhafte Ortschaft Prazalanz verschüttet haben soll.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Anton im Montafon
Die Barockkirche wurde 1647 erbaut und 1651 geweiht. 1792, unter Landammann Johann Josef Batlogg, wurde sie nochmals erweitert. St. Anton, der Einsiedler, ist Patron der Kirche. In dieser vorwiegend barocken Kirche mit später dazu gekommenen Nazarenerwerken trägt der Hochaltar ein Gemälde des Schweizer Malers Melchior Paul von Deschwanden.[2] 1989/90 wurde die Kirche nordseitig modern erweitert.
  • Wasserfall am Gravesertobel mit etwa 30 Meter Fallhöhe
  • Holzbrücke mit doppeltem Hängewerk über die Ill, 1912 errichtet.

Wirtschaft und Infrastruktur

Am Ort gab es im Jahr 2003 7 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 61 Beschäftigten und 12 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 207. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 18.848 Übernachtungen.

Verkehr

St. Anton ist mit einer Haltestelle der Montafonerbahn an das Eisenbahnnetz angeschlossen.

Bildung

Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 39 Schüler. In Sankt Anton im Montafon gibt es zudem einen Kindergarten.

Persönlichkeiten

  • Ignaz Battlogg (1925–1981), Bürgermeister und Landtagsabgeordneter
  • Siegmund Stemer (* 1951), Bürgermeister von 1981 bis 1997, ehemaliger Landtagsabgeordneter und Landesrat
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180° Panoramablick vom Fusse des "Mutt". Im Vordergrund der Ort Vandans, hinten Sankt Anton im Montafon. Der Gebirgszug Links mit der Elsspitze 1.980m, Stierkopf 1.801m und der Gamsfreiheit 2.211m gehören zum Lechquellengebirge in der Mitte die Itonskopfgruppe im westlichen Verwallgebirge v.l.n.r. 1.Davennakopf 1.708m, 2.Davenna 1.881m, 3.Zwölferkopf 1.843m, 4.Wannakopf 2.032m, 5.Rellseck 1.487m. In der rechten Bildhälfte das Skigebiet Hochjoch, Zamang mit der Gebirgskette v.l.n.r. 1.Vorderkapell 1.874m, 2.Wormser Hütte 2.307m, 3.Hochjoch 2.520m, 4.Kreuzjoch 2.380m, 5.Zamangspitze. Rechts die weiße Spitze ist die Valschavieler Maderer 2.769m, ebenfalls in der Verwallgruppe.

Weblinks

 Commons: Sankt Anton im Montafon  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Montafoner Heimatbuch
  2. Montafon – Ein kleiner kulturgeschichtlicher Führer (von Andreas Rudigier)

Kategorien: Gemeinde in Vorarlberg | Ort im Bezirk Bludenz | Sankt Anton im Montafon

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sankt Anton im Montafon (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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