Samuel Wildi - LinkFang.de





Samuel Wildi


Samuel Wildi (* 6. Juni 1825 in Veltheim; † 23. Januar 1905 in Brugg) war ein Schweizer Richter und Politiker. Von 1868 bis 1869 vertrat er den Kanton Aargau im Nationalrat.

Biografie

Der Sohn eines Landwirts und Friedensrichters absolvierte nach der Primarschule in seiner Heimatgemeinde Veltheim die Bezirksschule in Lenzburg. Es folgte der Besuch der Kantonsschule in Aarau, wo er den späteren Bundesrat Emil Welti kennenlernte und sich mit ihm anfreundete. Beide studierten Recht und verbrachten zu diesem Zweck mehrere Semester zusammen an den Universitäten von Jena und Berlin. Während seines Studiums wurde er 1845 Mitglied der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller. Nachdem Wildi 1848 promoviert hatte, wurde er im darauf folgenden Jahr in den Grossen Rat des Kantons Aargau gewählt, dem er bis 1852 angehörte. In der Zwischenzeit erhielt er 1850 das Anwaltspatent und gehörte von 1849 bis 1851 dem Verfassungsrat an, der eine neue Kantonsverfassung ausarbeitete.

1851 ernannte der Grosse Rat Wildi zum Präsidenten des Bezirksgerichts in Brugg. 1854 heiratete er Anna Wassmer, mit der er zwei Töchter hatte. Der Grosse Rat berief ihn 1860 ins Aargauer Obergericht, dem er vorerst fünf Jahre lang angehörte. 1865 machte er sich mit einer eigenen Anwaltskanzlei in Brugg selbständig, doch bereits ein Jahr später gab er diese auf und liess sich wieder zum Oberrichter wählen. Mehrmals war er Obergerichtspräsident, ebenso stand er dem Kriminalgericht, der Anklagekammer und dem Schwurgericht vor. In der Schweizer Armee hatte er den Rang eines Hauptmanns. 1868 wurde Wildi im Wahlkreis Aargau-Mitte als Ersatz für den verstorbenen Samuel Schwarz in den Nationalrat gewählt. Dem Parlament gehörte er nur rund eineinhalb Jahre an, da er nicht zu den Wahlen 1869 antrat.

Oberrichter blieb Wildi bis zu seinem Tod im Alter von 79 Jahren. Daneben übernahm er zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten. Beispielsweise war er Kassier und Verwaltungsratspräsident der Spar- und Leihkasse Brugg, Präsident der Schulpflege und des Bezirksschulrates, Schulinspektor und Direktionspräsident der Erziehungsanstalt Effingen. Darüber hinaus war Mitbegründer der Brugger Stadtbibliothek.

Literatur

  • Biographisches Lexikon des Kantons Aargau 1803–1957. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 68/69. Verlag Sauerländer, Aarau 1958, S. 878–879.
  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft, Band I: Politiker, Teilband 6: T–Z, Heidelberg 2005, S. 315–316.

Weblinks


Kategorien: Richter (Schweiz) | Nationalrat (Aargau) | Grossrat (Aargau) | Gestorben 1905 | Geboren 1825 | Schweizer | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Samuel Wildi (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.