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Sampdoria Genua


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Sampdoria Genua
Voller Name Unione Calcio Sampdoria S.p.A.
Ort Genua, Italien
Gegründet 12. August 1946
Stadion Stadio Luigi Ferraris
Plätze 36.536
Präsident Italien Massimo Ferrero
Trainer Italien Vincenzo Montella
Homepage www.sampdoria.it
Liga Serie A
2015/16 15. Platz
Heim
Auswärts

Sampdoria Genua (offiziell: Unione Calcio Sampdoria S.p.A., kurz U.C. Sampdoria) ist ein italienischer Fußballverein aus der ligurischen Hauptstadt Genua, der in der höchsten italienischen Liga, der Serie A, spielt.

Ihre Heimspiele trägt die Sampdoria (im Italienischen spricht man von „la Sampdoria“, verwendet also einen weiblichen Artikel vor dem Namen des Vereins) im Stadio Luigi Ferraris aus, das sich der Verein mit dem Lokalrivalen CFC Genua teilt.

Geschichte

Gegründet wurde die Sampdoria am 12. August 1946. Der Verein entstand durch die Fusion von SG Sampierdarenese und SG Andrea Doria, aus deren Namen sich auch der Vereinsname Sampdoria ableitet. Seitdem spielte die Sampdoria die meiste Zeit in der Serie A, große Erfolge blieben allerdings lange Zeit aus. Bis in die 1980er war der vierte Tabellenplatz aus der Saison 1960/61 der größte Erfolg, den die Genuesen vorweisen konnten.

Dieser konnte in der Saison 1984/85 eingestellt werden. Außerdem gewann die Sampdoria in jener Spielzeit ihren ersten Titel: Gegen den AC Mailand holten sich die Blucerchiati den italienischen Pokal. Bis 1994 konnten drei weitere Titel in diesem Wettbewerb gefeiert werden. Dank dieser Erfolge qualifizierte man sich regelmäßig für den Europapokal der Pokalsieger, wo die Sampdoria ebenso für Aufsehen sorgte. 1989 erreichten die Genuesen zum ersten Mal das Finale dieses Wettbewerbs, mussten sich aber im Wankdorfstadion Bern dem FC Barcelona mit 0:2 geschlagen geben. Doch schon im Jahr darauf stand die Sampdoria erneut im Finale und dieses Mal konnte der Wettbewerb auch gewonnen werden: Im Ullevi-Stadion wurde der RSC Anderlecht mit 2:0 besiegt. Gianluca Vialli erzielte dabei für die Sampdoria beide Treffer in der Verlängerung.

Den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten die Blucerchiati aber in der folgenden Saison (1990/91), als sie sich vor dem AC Mailand die italienische Meisterschaft sicherten. Dadurch qualifizierte sich der Verein für den Europapokal der Landesmeister 1991/92, wo die Sampdoria sich in ihrer Gruppe gegen Roter Stern Belgrad, RSC Anderlecht und Panathinaikos Athen durchsetzte und das Finale erreichte. Dort traf man wie schon drei Jahre zuvor auf den FC Barcelona. Aber auch im Wembley-Stadion behielten die Katalanen die Oberhand: Das Spiel ging mit 0:1 aus Sicht der Blucerchiati nach der Verlängerung verloren.

Architekt dieser erfolgreichen Mannschaft war jugoslawische Fußballtrainer Vujadin Boškov, der die Sampdoria von 1986 bis 1992 betreute. Schlüsselspieler dieser Zeit waren unter anderem Torhüter Gianluca Pagliuca, Verteidiger Pietro Vierchowod, Mittelfeldspieler Attilio Lombardo und die Stürmer Gianluca Vialli und Roberto Mancini.

Nach 1994 konnte die Sampdoria nicht mehr an vergangene Erfolge anknüpfen. Zwar wurde bis zur Spielzeit 1997/98 immer ein einstelliger Tabellenplatz erreicht, doch in der Saison 1998/99 stiegen die Genuesen als Tabellensechzehnter in die Serie B ab. Erst in der Saison 2003/04 sollten die Blucerchiati wieder erstklassig spielen.

Den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte feierte die Sampdoria in der Spielzeit 2009/10, als die Mannschaft, angeführt von Kapitän Angelo Palombo und den beiden Stürmern Giampaolo Pazzini und Antonio Cassano, den vierten Tabellenplatz erreichte und sich damit die Teilnahme für die Play-Offs der Champions League 2010/11 sicherte. In der letzten Qualifikationsrunde scheiterte man allerdings knapp an Werder Bremen; nach einer auswärtigen 1:3-Hinspielniederlage führte Genua im eigenen Stadion im Rückspiel bis zur Nachspielzeit mit 3:0, um dann ein Gegentor von Markus Rosenberg zu bekommen und so in die Verlängerung zu gehen. Sampdoria Genua gewann nach 120 Minuten mit 3:2, scheiterte jedoch aufgrund eines Gesamtspielstandes von 5:4. In der darauffolgenden Gruppenphase der Europa League schied die Mannschaft als Gruppendritter hinter der PSV Eindhoven und Metalist Charkiw sowie vor VSC Debrecen aus. Die nächste Enttäuschung folgte wenig später, denn zum Ende der Saison 2010/11 stieg die Sampdoria als Tabellenachtzehnter erneut in die Serie B ab.

Die Rückkehr in die höchste italienische Spielklasse ließ aber nicht lange auf sich warten. Als Tabellensechster erreichte Genua in der Saison 2011/12 den Relegationsmodus, dessen Finalsieger den Rang des dritten Aufsteigers einnimmt. In einem Hin- und Rückspiel setzte sich der Verein zunächst mit 2:1 und 1:1 gegen die US Sassuolo durch, ehe in den Finalspielen die AS Varese 3:2 und 1:0 besiegt werden konnte. Am 21. Januar 2013 verstarb der amtierende Vereinspräsident Riccardo Garrone nach langer schwerer Krankheit.[1]

Vereinslogo und -farben

Das Vereinslogo zeigt die Silhouette eines Pfeife rauchenden Seemanns namens Baciccia (Baptist).

Eine absolute Eigenheit und ein Charakteristikum im italienischen Profifußball stellen die Vereinsfarben der Sampdoria dar. Blucerchiato würde man im Deutschen etwa mit blauumrahmt oder blauumringt übersetzen. Zur näheren Erklärung: Der Großteil des Samp-Heimtrikots und -Klubemblems besteht aus einem kräftigen Blauton, der einen kleinen Ring aus den Farben weiß, rot-schwarz und nochmals weiß umschließt. Die Sampdoria-Spieler und -Fans bezeichnet man somit auch als Blucerchiati, als Blauumrahmte.

Erfolge

A-Mannschaft

International

National

Jugendmannschaft

International

National

Persönliche Auszeichnungen

Guerin d'Oro (4)

Oscar del Calcio (1)

Torschützenkönige

Europapokal der Pokalsieger (1)

Serie A (2)

Aktueller Kader

Stand: 16. Januar 2016[2]

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff
01 Italien Christian Puggioni 17.01.1981
02 Italien Emiliano Viviano 01.12.1985
57 Italien Alberto Brignoli 19.08.1991
03 Algerien Djamel Mesbah 09.10.1984
04 Finnland Niklas Moisander 29.09.1985
05 Italien Mattia Cassani 26.08.1983
06 Italien Andrea Coda 25.04.1985
13 Portugal Pedro Pereira 22.01.1998
19 Italien Vasco Regini 09.09.1990
26 Argentinien Matías Silvestre 25.09.1984
29 Italien Lorenzo De Silvestri 23.05.1988
87 Bosnien und Herzegowina Ervin Zukanović 11.02.1987
07 Brasilien Fernando 03.03.1992
08 Paraguay Edgar Barreto 15.07.1984
10 Argentinien Joaquín Correa 13.08.1994
17 Italien Angelo Palombo (C) 25.09.1981
18 Griechenland Lazaros Christodoulopoulos 19.12.1986
20 Serbien Nenad Krstičić 03.07.1990
21 Italien Roberto Soriano 08.02.1991
25 Argentinien Ricardo Álvarez 12.04.1988
27 Kroatien Carlos Carbonero 25.07.1990
92 Italien Michele Rocca 06.02.1996
95 Slowakei Dávid Ivan 26.02.1995
09 Spanien Alejandro Rodríguez 30.07.1991
11 Italien Federico Bonazzoli 21.05.1997
23 Italien Éder 15.11.1986
24 Kolumbien Luis Muriel 16.04.1991
99 Italien Antonio Cassano 12.07.1982

Ehemalige Spieler

Torhüter

Abwehrspieler

Mittelfeldspieler

Stürmer

Top 10 nach Einsätzen und Toren

(Stand: 15. August 2015; angegeben sind alle Pflichtspiele und -tore)

Einsätze
1 Italien Roberto Mancini 1982–1997 566
2 Italien Angelo Palombo* seit 2002 447
3 Italien Moreno Mannini 1984–1999 427
4 Italien Pietro Vierchowod 1983–1995 358
5 Italien Gaudenzio Bernasconi 1954–1965 336
6 Italien Gianluca Vialli 1984–1992 326
7 Italien Attilio Lombardo 1989–1995 306
8 Italien Guido Vincenzi 1958–1969 297
9 Italien Giancarlo Salvi 1963–1964,
1965–1976
291
10 Italien Luca Pellegrini 1980–1991 275
* = noch bei Sampdoria Genua aktiv
Tore
1 Italien Roberto Mancini 1982–1997 173
2 Italien Gianluca Vialli 1984–1992 141
3 Italien Francesco Flachi 1999–2007 109
4 Italien Adriano Bassetto 1946–1953 93
5 Italien Giuseppe Baldini 1946–1950 75
6 Italien Vincenzo Montella 1996–1999 65
7 Italien Giancarlo Salvi 1963–1964,
1965–1976
55
8 Italien Attilio Lombardo 1989–1995 54
9 Italien Sudafrika Eddie Firmani 1955–1958 53
10 Italien Sergio Brighenti 1960–1963 50
* = noch bei Sampdoria Genua aktiv

Trainerhistorie

1946–1947 Italien Giuseppe Galluzzi
1947–1950 Italien Andrea Stigliano
1950–1951 Italien Giuseppe Galluzzi
Italien Gipo Poggi und Italien Alfredo Foni
1951–1952 Italien Alfredo Foni
1952–1953 Italien Gipo Poggi
Italien Ivo Fiorentini
1953–1954 Italien Paolo Tabanelli
1954–1955 Italien Paolo Tabanelli
Ungarn Lajos Czeizler
1955–1956 Ungarn Lajos Czeizler
1956–1957 Ungarn Lajos Czeizler
Italien Pietro Rava
Italien Ugo Amoretti
England William Dodgin sr.
1957–1958 England William Dodgin sr.
Italien Adolfo Baloncieri
1958–1961 Italien Eraldo Monzeglio
1961–1962 Italien Eraldo Monzeglio
Italien Roberto Lerici
1962–1963 Italien Roberto Lerici
Osterreich Ernst Ocwirk
1963–1964 Osterreich Ernst Ocwirk
1964–1965 Osterreich Ernst Ocwirk
Italien Giuseppe Baldini
1965–1966 Italien Giuseppe Baldini
Italien Fulvio Bernardini
1966–1968 Italien Fulvio Bernardini
1971–1973 Paraguay Heriberto Herrera
1973–1974 Italien Guido Vincenzi
1974–1975 Italien Giulio Corsini
1975–1977 Italien Eugenio Bersellini
1977–1978 Italien Giorgio Canali
1978–1979 Italien Giorgio Canali
Italien Lamberto Giorgis
1979–1980 Italien Lamberto Giorgis
Italien Lauro Toneatto
1980–1981 Italien Enzo Riccomini
1981–1982 Italien Enzo Riccomini
Italien Renzo Ulivieri
1982–1984 Italien Renzo Ulivieri
1984–1986 Italien Eugenio Bersellini
1986–1992 Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Vujadin Boškov
1992–1997 Schweden Sven-Göran Eriksson
1997–1998 Argentinien César Luis Menotti
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik Vujadin Boškov
1998–1999 Italien Luciano Spalletti
England David Platt und Italien Giorgio Veneri
Italien Luciano Spalletti
1999–2000 Italien Giampiero Ventura
2000–2001 Italien Luigi Cagni
2001–2002 Italien Luigi Cagni
Italien Gianfranco Bellotto
2002–2007 Italien Walter Novellino
2007–2009 Italien Walter Mazzarri
2009–2010 Italien Luigi Delneri
2010–2011 Italien Domenico Di Carlo
Italien Alberto Cavasin
2011–2012 Italien Gianluca Atzori
Italien Giuseppe Iachini
2012 Italien Ciro Ferrara
2012–2013 Italien Delio Rossi
2013–2015 Serbien Siniša Mihajlović
2015 Italien Walter Zenga
2015– Italien Vincenzo Montella

Weblinks

 Commons: Sampdoria Genua  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. SE N'È ANDATO UN SAMPDORIANO. CIAO E GRAZIE, PRESIDENTE (italienisch), abgerufen am 22. Januar 2013
  2. Team. In: sampdoria.it. Unione Calcio Sampdoria, abgerufen am 16. Januar 2016 (englisch).

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