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Sambre


Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum gleichnamigen Asteroiden siehe (4016) Sambre.
Sambre

Sambre bei Merbes-le-Château, 6 km östlich der französisch-belgischen Grenze

Daten
Gewässerkennzahl FRD0000600 , FRD0120600 , FRD0--022-
Lage Frankreich, Belgien
Flusssystem Rhein
Abfluss über Maas → Rheindelta → Nordsee
Flussgebietseinheit Maas
Quelle bei Le Nouvion-en-Thiérache (Picardie, Frankreich)
Quellhöhe 215 m
Mündung in Namur in die Maas
Mündungshöhe 78 m
Höhenunterschied 137 m
Länge 193 km
Einzugsgebiet 2740 km²[1]

Abfluss am Pegel Namur[2]
AEo: 2740 km²
MNQ
MQ
Mq
MHQ
4 m³/s
28,6 m³/s
10,4 l/(s km²)
126,7 m³/s
Linke Nebenflüsse Pieton, Orneau
Rechte Nebenflüsse Rivierelle, Helpe Mineure, Helpe Majeure, Solre, Thure, Eau d’Heure
Großstädte Namur, Charleroi
Mittelstädte Maubeuge, Sambreville
Kleinstädte Hautmont, Thuin
Häfen Port autonome de Namur, Port autonome de Charleroi, Port de Landelies
Schiffbar kanalisiert: für 250 t 1,8 m Tiefgang von Landrecies bis Charleroi-Monceau, 1.350 t flussabwärts bis Namur.

Mündung der Sambre (links) in die Maas in Namur

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Die Sambre (niederländisch Samber) ist ein 193 Kilometer langer Fluss in Frankreich (88 km) und Belgien (105 km). Unterhalb ihrer Quelle im nordfranzösischen Département Aisne durchquert sie das Département Nord und mündet bei Namur (Belgien) als größter linker Nebenfluss in die Maas.

Verlauf

Ehemaliger und heutiger Oberlauf

Ursprünglich entsprang die Sambre am Nordrand des Forêt du Nouvion, knapp zwei Kilometer südöstlich ihrer heutigen Quelle. Der alte Oberlauf wurde aber im 16. Jahrhundert von den Herzögen von Guise in Richtung Oise umgeleitet, um die Wasserversorgung der Mühlen von Etreux zu verbessern und heißt seither Ancienne Sambre (etwa: „Ehemalige Sambre“). Durch das zur Umleitung genutzte Tal wurde 1834–1839 auch noch der Canal de la Sambre à l’Oise (deutsch: Sambre-Oise-Kanal) gebaut. Nach Erreichen des Kanals (zwischen den Dörfern Boué-la-Marsaude und Etreux) fließt das Flüsschen neben diesem zum Noirrieux („Schwarzbach“).

Die Sambre entspringt heute in 215 Metern Höhe als Ruisseau de France („Bach von Frankreich“), auch Rieu de Robissieu oder Nouvelle Sambre („Neue Sambre“), im Wäldchen La Haie Equiverlesse, 4 Kilometer östlich von Le Nouvion-en-Thiérache. Der heutige Oberlauf erreicht 14 Kilometer weiter unterhalb die seit der Ableitung nur noch vom Kanal genutzte Niederung bei Oisy, zwei Kilometer nördlich des ehemaligen Oberlaufs.

Weiterer Verlauf

Auf den ersten 16 Kilometern durch die Sambreniederung bis Landrecies verlaufen Sambre und Kanal nebeneinander.

Von dort bis zur Mündung in die Maas ist die Sambre selbst als Schifffahrtsstraße kanalisiert, mit zwei Schleusen in Frankreich und 16 Schleusen in Belgien, davon 10 oberhalb von Charleroi-Monceau. Im 19. und 20. Jahrhundert war sie einer der Haupttransportwege im südbelgischen Kohlerevier. Ab Berlaimont ist der Talgrund eng. Die im weiteren Verlauf berührten Städte Hautmont und Maubeuge gehören zum nordfranzösischen Industriegürtel. Im belgischen Wallonien fließt die Sambre durch die Provinzen Hennegau und Namur. Der Talabschnitt um das Städtchen Thuin im Hennegau ist noch eher ländlich geprägt. Weiter östlich tritt sie in den Ballungsraum der Großstadt Charleroi ein, wo zwischen dem heutigen Stadtteil Monceau-sur-Sambre und dem Stadtzentrum der durch das Tal des Sambre-Nebenflusses Pieton verlaufende Kanal Charleroi-Brüssel anschließt. Durch stark zersiedelte Talräume erreicht die Sambre schließlich die Stadt Namur und ihre Mündung in 45 Metern Höhe.

Eponyme

Der am 15. Dezember 1979 entdeckte Asteroid (4016) Sambre trägt seit 1991 den Namen des Flusses.[3]

Einzelnachweise

  1. SAGE de la Sambre: Les grandes caractéristiques du Bassin versant , Stand: 8. Juni 2012
  2. Ministère de la Région wallonne: Etat des lieux du sous-bassin hydrographique Sambre (PDF; 6,4 MB), 2005, Stand: 8. Juni 2012
  3. Minor Planet Circ. 19336

Weblinks

 Commons: Sambre  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sambre (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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