Sakristei - LinkFang.de





Sakristei


Die Sakristei ist in Kirchen ein Nebenraum, in dem aufbewahrt wird, was für den Gottesdienst benötigt wird, wie etwa liturgische Gewänder, Paramente, liturgische Geräte (Kelche, Hostienschalen, Leuchter, Liturgische Bücher, Hostien, Messwein und Kerzen).

Im Besonderen dient die Sakristei Priestern, Diakonen, Lektoren und Ministranten als Vorbereitungs- und Umkleideraum. Betreut wird die Sakristei üblicherweise vom Küster. Gelegentlich ist in katholischen Kirchen eine zweite Sakristei vorhanden, die für die Ministranten vorgesehen ist.

Zur Ausstattung einer Sakristei gehören Schränke zur Aufbewahrung der liturgischen Gewänder und sonstigen Gerätschaften, in katholischen Kirchen ist meist einer als Kredenz vorgesehen, auf dem die Gewänder der Priester bereitgelegt werden. Auch ein Tresor zur Aufbewahrung kostbarer liturgischer Gefäße, ein Waschbecken und weitere Arbeitstische zum Herrichten von Blumenschmuck usw. sind üblich. Manchmal schließt sich an die Sakristei ein Abstellraum an, der zur Unterbringung von seltener gebrauchten Gegenständen dient, bei sehr großen Kirchen gibt es mitunter auch einen eigenen Raum zur Aufbewahrung der Paramente.[1] Meist befindet sich auch das Sacrarium in der Sakristei.

In den Ostkirchen dient im Allgemeinen der durch die Ikonostase vom restlichen Kirchenraum abgetrennte Altarraum diesem Zweck; daneben gibt es in größeren Kirchen und Kathedralen das Diakonikon. In der frühchristlichen, byzantinischen Kirchenarchitektur entspricht dem das Pastophorion.

Eine altdeutsche Bezeichnung für die Sakristei ist das Garwehaus, das von garven (zurechtmachen, zurechtlegen; vgl. das englische Wort garment) abgeleitet wurde.

Als Sakristeigebet wird ein vor dem Gottesdienst, in der Regel noch in der Sakristei, gesprochenes Gebet bezeichnet. Es dient zur geistlichen Vorbereitung des Priesters und der liturgischen Dienste.

Weblinks

 Commons: Sakristeien  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Sakristei – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Literatur

  • Anne Schaich: Mittelalterliche Sakristeien im deutschsprachigen Gebiet. Architektur und Funktion eines liturgischen Raums (Bau + Kunst Band 17), Kiel, Verlag Ludwig 2009, ISBN 978-3-937719-65-8
  • Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck. Liturgische Kammer, Sakristeigebete: aus der Agende I für die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck, Verlag Evang. Medienverband, 1996, ISBN 9783785805442

Einzelnachweise

  1. Zur Einrichtung einer Sakristei für katholische Kirchen vgl. Robert B. Witte: Das katholische Gotteshaus, Mainz 1939, S. 164-173.

Kategorien: Kirche (Architektur) | Liturgie

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sakristei (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.