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Sachsenheim


Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Deutschland, zum Ort in Österreich siehe Sachsenheim (Elixhausen).
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: LudwigsburgVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 246 m ü. NHN
Fläche: 57,92 km²
Einwohner: 17.861 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 308 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74343
Vorwahlen: 07147 und 07046Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: LB, VAI
Gemeindeschlüssel: 08 1 18 076
Adresse der
Stadtverwaltung:
Äußerer Schlosshof 5
74343 Sachsenheim
Webpräsenz: www.sachsenheim.de
Bürgermeister: Horst Fiedler
}

Die Stadt Sachsenheim liegt im Landkreis Ludwigsburg in Baden-Württemberg und hat fast 18.000 Einwohner. Sie gehört zur Randzone des Einzugsgebietes von Stuttgart.

Geographie

Geographische Lage

Sachsenheim ist eine Flächengemeinde mit einer Südost-Nordwest-Ausdehnung von etwa 17 Kilometern. Groß- und Kleinsachsenheim liegen an der Einmündung des Kirbachs in die Metter, die im benachbarten Bietigheim-Bissingen in die Enz mündet. Das Stadtzentrum liegt etwa 14 km von der Kreisstadt Ludwigsburg entfernt. Die Ortsteile Hohenhaslach, Ochsenbach/Kirbachhof, Spielberg und Häfnerhaslach liegen im Tal des Kirbachs im südwestlichen Teil des Strombergs. Die Ortsmitte von Großsachsenheim liegt auf ca. 250 m Höhe. Höchster Punkt ist der Baiselsberg bei Hohenhaslach mit 477 m, tiefster Punkt die Metter an der Grenze zu Bietigheim-Bissingen mit 196 m.

Stadtgliederung

Sachsenheim besteht aus den Stadtteilen Großsachsenheim, Kleinsachsenheim, Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach. Die Stadtteile sind ehemalige Gemeinden gleichen Namens, in den Stadtteilen Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach sind Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung mit eigenem Ortschaftsrat und einem Ortsvorsteher als dessen Vorsitzendem eingerichtet. Zum Stadtteil Großsachsenheim gehören die Stadt Großsachsenheim, der Weiler Egartenhof und das Haus Eichwald. Zum Stadtteil Häfnerhaslach gehören das Dorf Häfnerhaslach sowie die abgegangene Ortschaft Heimburg. Zum Stadtteil Hohenhaslach gehören das Dorf Hohenhaslach, herzogliche Domäne und Weiler Rechentshofen und das Haus Kelterle. Zum Stadtteil Kleinsachsenheim gehören das Dorf Kleinsachsenheim und das Haus Obere Mühle sowie die abgegangene Ortschaft Borzingen. Zum Stadtteil Ochsenbach gehören das Dorf Ochsenbach, der Weiler Kirbachhof und das Haus Bromberg sowie die abgegangenen Ortschaften Nirbenhof (Unterbromberg) und Schippach. Zum Stadtteil Spielberg gehört das Dorf Spielberg.[2]

Nachbargemeinden

Folgende Städte, Gemeinden und Ortsteile grenzen an die Stadt Sachsenheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt: Bönnigheim, Freudental, Löchgau, Bietigheim-Bissingen, Unterriexingen (Stadt Markgröningen), Oberriexingen, Sersheim, Vaihingen an der Enz (alle Landkreis Ludwigsburg), Sternenfels (Enzkreis), Zaberfeld, Pfaffenhofen, Güglingen und Cleebronn (alle Landkreis Heilbronn).

Flächenaufteilung

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[3]

Geschichte

Geschichte Großsachsenheims

Sachsenheim wurde 1090 erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Ort benannte sich das Geschlecht der Herren von Sachsenheim, die ihren Stammsitz vermutlich auf der „Äußeren Burg“ und heutigen Ruine Altsachsenheim hatten.[4] Spätestens nach dem Neubau des um 1400 errichteten Wasserschlosses Sachsenheim befand sich ihr Sitz in der Gemeinde Großsachsenheim, der 1495 die Stadtrechte verliehen wurden. Der gotische Bau des Wasserschlosses brannte im Jahr 1542 ab und wurde von Reinhard von Sachsenheim im Stil der Renaissance wieder aufgebaut. Nachdem dieser 1560 ohne Nachfolger verstorben war, ging die junge Stadt 1561 an Württemberg und wurde mit Kleinsachsenheim, Metterzimmern und Untermberg als Unteramtsbezirk vorerst ins Amt Grüningen integriert, bis Großsachsenheim im 17. Jahrhundert selbständige Amtsstadt wurde.

Die Stadt verlor während und nach dem Dreißigjährigen Krieg rund die Hälfte ihrer Einwohner. Auch im 18. und 19. Jahrhundert sorgten Missernten und Hungersnöte (u.a. Hungerkatastrophe von 1816/17) für weitere Rückgänge der Einwohnerschaft. Sachsenheim wurde zu einem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf. 1807 wurde das Amt Großsachsenheim aufgelöst und großteils dem Oberamt Vaihingen zugeschlagen, aus dem 1934 der Landkreis Vaihingen hervorging.

Der wirtschaftliche Aufschwung begann mit dem Anschluss an die Eisenbahn im Jahr 1853 und der nachfolgenden Industrialisierung. Im Zweiten Weltkrieg befand sich 2 km südwestlich von Großsachsenheim ein Flugplatz der Luftwaffe.[5] Sein Ausbau erfolgte mit Zwangsarbeitern durch die Organisation Todt und 1944/45 auch mit KZ-Häftlingen. Beim Flugplatz entstand außerdem ein „Krankenlager“ als zentrales Sammellager für schwerkranke Zwangsarbeiter u. a. aus dem nahen Durchgangslager Bietigheim, wo 668 osteuropäische Zwangsarbeiter, unter ihnen 23 Kinder und 33 Jugendliche, den Tod fanden.[6]

Am 1. Dezember 1971 wurde Kleinsachsenheim nach Großsachsenheim eingemeindet. Nur wenige Tage zuvor, am 24. November, hatte Großsachsenheim im Hinblick auf die bevorstehende Eingemeindung seinen Namen in „Sachsenheim“ geändert. Am 1. Januar 1973 erfolgte dann die Eingemeindung von Hohenhaslach, Ochsenbach, Spielberg und Häfnerhaslach.

Geschichte der Stadtteile

Kleinsachsenheim

Kleinsachsenheim wird erstmals im Jahr 1140 urkundlich erwähnt. Von Anfang an bestand eine enge Beziehung zu Großsachsenheim. Es wird vermutet, dass Kleinsachsenheim von einer Seitenlinie der Herren von Sachsenheim gegründet wurde. Die sogenannte Kleinsachsenheimer Linie baute in Kleinsachsenheim eine Burg, später ein Schloss. Beide Bauten sind nicht mehr vorhanden. 1561 ging auch Kleinsachsenheim an Württemberg. Die wirtschaftlichen Krisenzeiten im 17. und 18. Jahrhundert überstand der Ort besser als das benachbarte Großsachsenheim und war zu dieser Zeit zeitweise das größere der beiden „Sachsenheims“, was man auch daran erkennen kann, dass die Kleinsachsenheimer Kelter komplett, die Großsachsenheimer nur teilweise aus steinernen Mauern bestand.

Kleinsachsenheim war früher außerdem von mehreren Türmen und einer Ringmauer umgeben, was für Dörfer eher unüblich war. 1971 schlossen sich die beiden Orte zusammen.

Hohenhaslach

Hauptartikel: Hohenhaslach

Im Jahr 800 wurden Grundstücke in Haselahe dem Kloster Lorsch geschenkt. Als Haselahe bzw. Haslach verstand man damals den heute Kirbach genannten Bach und sein gesamtes Tal. Die älteste Siedlung innerhalb dieser Markung könnte wohl Niederhaslach sein, jedoch ist in den frühen Quellen stets nur von Haslach die Rede. Die unterschiedlichen Ortsnamen Niederhaslach, Oberhaslach und Häfnerhaslach bildeten sich erst im Lauf der Zeit aus. 1283 wurde erstmals zwischen Haselach superiori et inferiori (Hohenhaslach und Niederhaslach) unterschieden. Lange Zeit war Hohenhaslach der größte und bedeutendste der heutigen Teilorte Sachsenheims. Aufgrund des wehrhaften Ausbaus wurde der Ort im 14. Jahrhundert als Stadt bezeichnet, in der Gadnerschen Forstlagerkarte von 1585 ist Hohenhaslach der größte der Orte.

Bis Mitte des 13. Jahrhunderts gehörten Hohen-, Mittel- und Niederhaslach mit Rechentshofen sowie Gündelbach, Horrheim und Ensingen großteils zur Herrschaft des edelfreien Herren Belrein von Eselsberg, der mit seiner Frau Agnes von Bilversheim 1241 das Kloster Rechentshofen stiftete.[7] Nachdem er ohne männlichen Nachfolger um 1253 gestorben war, gelangte sein Besitz über seine mit Graf Konrad II. von Vaihingen verheiratete Erbtochter Agnes an die Grafen von Vaihingen. Als deren letzter männlicher Vertreter Heinrich 1364 gestorben war, kam der Rest der niedergegangenen Grafschaft mit der Burg Eselsberg über einen Vergleich mit seiner Schwester Mechthild von Vaihingen an das Haus Württemberg.[8]

Häfnerhaslach

Häfnerhaslach geht wohl auf ein 1138 erwähntes Hofgut im Talgrund in Haslach zurück, das das Stift Speyer dem Kloster Odenheim überließ. Der Ort wurde 1403 erstmals urkundlich auch Häfnerhaslach genannt. Der Ortsname geht entweder auf den Beruf des Häfners oder auf die im 15. Jahrhundert dort belegte Familie Heffner zurück. 1443 kaufte Graf Ludwig von Württemberg das Dorf dem Zisterzienserinnenkloster Frauenzimmern ab.

Ochsenbach

Ochsenbach ist seit 1268 urkundlich belegt. 1664 ließ Herzog Eberhard III. ein Jagdschloss bauen, von dem jedoch nur noch Reste vorhanden sind. Zahlreiche gut erhaltene Fachwerkhäuser (das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1559) zeugen von dem Wohlstand des Weinbauorts. Bekannt ist Ochsenbach auch durch seine Fossilienfunde: 1936 fand Otto Linck das Skelett eines frühen Plateosaurus. Es ist der älteste Plateosaurus, der bislang in Europa gefunden wurde.

Spielberg

Spielberg ist das kleinste der drei Walddörfer und wurde erstmals 1161 urkundlich erwähnt.[9] Gegenüber lag im Mittelalter die Burg Bromberg mit einem Herrenhof und dem Weiler Bromberg, an den heute noch die Bromberger Mühle und die Staatsdomäne Bromberger Höfe erinnern.

Religion

Die Pfarreien in Sachsenheim und den umliegenden Dörfern gehörten bis zur Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert zum Landkapitel Vaihingen im Archidiakonat Trinitatis der Diözese Speyer. Seither sind die heutigen Stadtteile von Sachsenheim überwiegend evangelisch geprägt. In den verschiedenen Stadtteilen gibt es vier Pfarrämter der Evangelischen Landeskirche mit insgesamt fünf Kirchen. Außerdem gibt es in Kleinsachsenheim und Hohenhaslach je eine evangelisch-methodistische Kirche und in Großsachsenheim die Volksmission entschiedener Christen sowie die landeskirchliche Süddeutsche Gemeinschaft. Dazu gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert noch drei neuapostolische Gemeinden in Großsachsenheim, Kleinsachsenheim und Hohenhaslach.

Nach der Reformation waren die wenigen katholischen Mitbürger erst nach Michelsberg eingepfarrt. Danach war das Stadtpfarramt Bietigheim für die nähere Umgebung zuständig. Nachdem infolge des Zweiten Weltkriegs viele katholische Heimatvertriebene in Sachsenheim ansässig wurden, entstand vor Ort auch wieder eine römisch-katholische Pfarrgemeinde. Heute umfasst die katholische Gemeinde mit der Franziskuskirche in Großsachsenheim auch die Filialkirche Zum Heiligen Kreuz in Ochsenbach.

Seit 1997 existiert der türkisch-islamische Kultur- und Sportverein DITIB Mimar Sinan Moschee in Sachsenheim. Das Vereinsheim umfasst auch eine Moschee im osmanisch-türkischen Stil.

Politik

Gemeinderat

In Sachsenheim wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. Der Gemeinderat in Sachsenheim hat nach der letzten Wahl 23 Mitglieder (2009: 21). Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis.[10]. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
Kommunalwahl 2014
Wahlbeteiligung: 49,1 %
 %
40
30
20
10
0
32,61 %
27,63 %
18,30 %
15,91 %
5,54 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
-1,74 %p
-5,01 %p
+1,23 %p
-0,03 %p
+5,54 %p
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 32,61 8 34,65 8
FW Freie Wähler Sachsenheim 27,63 6 32,64 7
GLS Grüne Liste Sachsenheim 18,30 4 17,07 3
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 15,91 4 15,94 3
AfD Alternative für Deutschland 5,54 1
gesamt 100,0 23 100,0 21
Wahlbeteiligung 49,1 % 51,4 %

Bürgermeister

Seit 2003 ist Horst Fiedler Bürgermeister von Sachsenheim. Am 6. Februar 2011 wurde er mit 91,2 % der Stimmen wiedergewählt. Sein einziger Gegenkandidat Rüdiger Widmann erreichte 6,4 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 31,3 %.[11]

Wappen und Flagge

Die Stadt führt auch nach der Umbenennung und den Eingemeindungen das Wappen und die Flagge von Großsachsenheim. Dieses zeigt „in Silber unter einer liegenden schwarzen Hirschstange ein rotes Büffelgehörn mit Grind“. Die Büffelhörner stammen vom Wappen der Herren von Sachsenheim (erstmals dokumentiert im Jahr 1284), die Hirschstange vom Haus Württemberg. Am 6. September 1966 wurde Großsachsenheim zudem eine Flagge in den Farben Rot-Weiß verliehen.

Die in Sachsenheim aufgegangenen Gemeinden hatten eigene Wappen:

  • Häfnerhaslach: In Blau ein goldener Tonkrug zwischen zwei unten schräggekreuzten goldenen Haselnusszweigen.
  • Hohenhaslach: In gespaltenem Schild vorne in Gold drei liegende schwarze Hirschstangen übereinander, hinten in Gold auf grünem Berg ein aufrecht sitzender roter Hase. Am 15. Februar 1956 erhielt Hohenhaslach zudem eine Flagge in den Farben Rot-Gelb.
  • Kleinsachsenheim: In Rot zwei silberne Büffelhörner mit silbernem Grind, dazwischen ein silbernes Schwert.
  • Ochsenbach: In Silber auf grünem Boden ein stehender roter Ochse.
  • Spielberg: In Gold ein auf grünem Dreiberg sitzender, grün gekleideter Hirte mit roten Schuhen, roter Hirtentasche und roter Hutfeder, der auf einem naturfarbenen bocksförmigen Dudelsack mit roten Flöten und rotem Mundstück bläst.

Städtepartnerschaft

Mit Valréas, Frankreich, besteht seit 1994 eine Städtepartnerschaft.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Ortsteile im Kirbachtal liegen an der Württemberger Weinstraße. In Ochsenbach gibt es einen kulturhistorischen Weinlehrpfad und eine historische, renaturierte Weinlage mit Trockenmauern und seltenen Pflanzen und Insekten, den Ochsenbacher Geigersberg.

Museen

Die Stadt verfügt über ein Stadtmuseum, das sich mit der Geschichte der Stadt und ihrer Stadtteile beschäftigt. In Kleinsachsenheim gibt es zudem ein Feuerwehrmuseum.

Bauwerke

  • Die bedeutendste Sehenswürdigkeit ist das Wasserschloss in Großsachsenheim. Erbaut im 14. Jahrhundert, abgebrannt 1542 und neu errichtet im Jahr 1544. Nach einer Sage soll beim Brand des ersten Schlosses der Schlossgeist „Klopferle“ seine Finger im Spiel gehabt haben. Das Klopferle ist als Steinfigur am Toreingang des Schlosses verewigt. 1952 wurde das Schloss von der Stadt Großsachsenheim erworben und ist seit 1962 Rathaus.
  • Evangelische Stadtkirche „St. Fabian und Sebastian“ in Großsachsenheim, ehemalige Wehrkirche, erstmals 1265 erwähnt
  • Reste der alten Stadtmauer mit Wehrturm (Sachsenheim war allerdings nie komplett mit einer Stadtmauer umgeben)
  • Ruine Altsachsenheim über dem Enztal nahe Untermberg
  • Evangelische Stadtkirche Kleinsachsenheim, ehemalige Wehrkirche (Schießschartenöffnungen am Kirchturm), umgebaut 1460 und 1619, Wiederaufbau 1948–1950
  • Rathaus Kleinsachsenheim, Fachwerkbau, 1614 erstmals erwähnt
  • Pfarrkirche „St. Georg“ Hohenhaslach, um 1230. Wertvolle frühgotische Fresken (entdeckt bei der Innenrenovierung 1957)
  • Dorfstraße Ochsenbach, Fachwerkhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert
  • Evangelische Pfarrkirche „Unserer lieben Frau“ Ochsenbach, um 1290 erbaut, gotische Fresken von 1430
  • Evangelische Kirche „St. Remigius“ Häfnerhaslach, gotischer Chor mit Kreuzrippengewölbe, Fresken (um 1400)
  • Rundlingstraße Häfnerhaslach, Fachwerkhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert
  • In Rechentshofen sind Reste des Klosters Rechentshofen erhalten, die im Wirtschaftshof der dortigen Domäne aufgingen
  • Nördlich von Ochsenbach befindet sich der Fernmeldeturm Brackenheim 1

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Urzelnlauf am Fasnetsamstag
  • Heimatfest im fünfjährigen Rhythmus
  • Krämermarkt in Hohenhaslach (immer am 1. Mai)
  • Sommer am Schloß (immer am 3. Juliwochenende)
  • Sachsenheimer Summer Special (immer am 3. Septemberwochenende)
  • Wengerter Advent am Panoramaweg in Hohenhaslach (immer am 1. Adventswochenende)
  • Weihnachtsmarkt im Äußeren Schloßhof (immer am 2. Advent)

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinbau

Die Stadtteile im Kirbachtal und Kleinsachsenheim blicken auf eine lange Weinbaugeschichte zurück. Ca. 250 Hektar der Gemarkungsfläche der Stadt bestehen aus Rebflächen. Die Lagen gehören zur Großlage „Stromberg“ im Bereich „Württembergisch Unterland“ des Weinbaugebietes Württemberg.

Verkehr

Sachsenheim liegt rund 30 Kilometer von der Landeshauptstadt Stuttgart entfernt.

Öffentliche Einrichtungen

Es gibt zwei Alten- und ein Pflegeheim der kreiseigenen Kleeblatt Pflegeheime.

Bildung

Mit dem Lichtensterngymnasium, der Eichwald-Realschule Sachsenheim, der Burgfeldschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) und der Kraichertschule (Förderschule), alle in Großsachsenheim, der Kirbachschule (Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) in Hohenhaslach und der Grundschule Kleinsachsenheim verfügt die Stadt über ein reichhaltiges Bildungsangebot. Außerdem gibt es sieben evangelische und drei städtische Kindergärten.

Unternehmen

Söhne und Töchter der Stadt

Sonstiges

Die Stadt Sachsenheim wurde bundesweit bekannt, als publik wurde, dass die Terroristen Christian Klar, Knut Folkerts und Günter Sonnenberg sich mehrere Wochen in dem Wohn- und Geschäftskomplex gegenüber dem Bahnhof eingerichtet hatten. Hier fanden die Polizisten, nach dem Anschlag auf Siegfried Buback, später den Fluchtwagen – einen silbergrauen Alfa Romeo Giulia – und führten daraufhin eine Durchsuchung in großem Stile durch.

Entenwick ist eine Koboldfigur aus Sachsenheim.

Literatur

  • Die Mörin. Vierteljahrespublikation des Geschichtsvereins zur Heimatgeschichte.
  • Karl Eduard Paulus: Beschreibung des Oberamts Vaihingen. Herausgegeben von dem Königlichen statistisch-topographischen Bureau. Hallberger, Stuttgart 1856. S. 145 ff. Wikisource .
  • Sachsenheim, Tor zum Stromberg. Herausgegeben von der Stadt Sachsenheim. Sachsenheim 1975.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 447–451.
  3. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Sachsenheim.
  4. Bezweifelt vom Landesdenkmalamt Baden Württemberg. Siehe Datenbank des Landesdenkmalamts zur Ruine Altsachsenheim
  5. Wikimapia : Hier befand sich der Einsatzhafen „Großsachsenheim“. Die Lage der alten Start- und Landebahn soll auf Luftbildern immer noch sehr gut zu erkennen sein.
  6. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd.I, Bonn 1995, S. 74, ISBN 3-89331-208-0.
  7. Quelle: WUB Band III, Nr. 950, S. 454–455 WUB online
  8. „Mechthild von Vaihingen, Graf Friedrichs von Zollern eheliche Wirtin, verkauft an die Grafen Eberhard II., Ulrich IV. und Ulrich ihre Ansprüche von Vaterseite an das Vermächtnis ihres Bruders Graf Heinrich um 7500 Pfund Heller.“ Quelle: LABW, HStA Stuttgart, A 602 Nr. 14113 LABW online .
  9. Website der Stadt Sachsenheim (Memento vom 13. Juli 2009 im Internet Archive) zu Spielberg, abgerufen am 30. Juni 2011.
  10. Kommunalwahldaten 2014 des Statistischen Landesamtes
  11. Vorläufiges Endergebnis Bürgermeisterwahl 2011, http://www.sachsenheim.de/wDeutsch/aktuelles/meldungen/wahlen_wahlergebnis.php
  12. Übersicht der Regionaldirektionen der Kreissparkasse Ludwigsburg

Weblinks


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