Sachsenhausen (Thüringen) - LinkFang.de





Sachsenhausen (Thüringen)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Weimarer LandVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Nordkreis Weimar
Höhe: 250 m ü. NHN
Fläche: 4,85 km²
Einwohner: 365 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99439
Vorwahl: 03643
Kfz-Kennzeichen: AP, APD
Gemeindeschlüssel: 16 0 71 082
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hirtengasse 89
99439 Sachsenhausen
Webpräsenz: www.sachsenhausen-in-thueringen.de
Bürgermeister: Georg Scheide
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Sachsenhausen ist eine Gemeinde im Norden des Landkreises Weimarer Land und Teil der Verwaltungsgemeinschaft Nordkreis Weimar in Thüringen.

Geographie

Sachsenhausen liegt an der Landesstraße 2559 mitten im Thüringer Becken in einem Ackerbaugebiet. Der Ort befindet sich am Nordhang des Kleinen Ettersbergs an der Quelle der Scherkonde.

Geschichte

Im Jahr 1250 wird Sachsenhausen als Sassenhausen in einer Verkaufsurkunde des Klosters Wechterswinkel für das Kloster Pforta erstmals erwähnt. Eine Pfarrei ist im Jahr 1288 zum ersten Mal nachweisbar. Bereits 1899 wurde die Pfarrstelle wieder aufgehoben.

Im Zuge der Reformation wurden die Klostergüter von Sachsenhausen und dem benachbarten Leutenthal im Jahr 1552 aufgelöst und in landesherrlichen Besitz überführt. Bereits rund ein Jahrzehnt später wurden sie wieder als Lehen ausgegeben. Sachsenhausen gehörte seitdem zum hieraus entstandenen Rittergut Leutenthal, welches erst 1842 aufgelöst wurde.[2] Die beiden Orte des Ritterguts bildeten zusammen mit den benachbarten drei Orten der Kommende Liebstedt (Liebstedt, Wohlsborn, Goldbach)[3] eine Exklave des zum Kurfürstentum Sachsen gehörigen Amts Eckartsberga. Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 kam die Exklave zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Während die drei Orte der Kommende Liebstedt dem Amt Weimar angegliedert wurden,[4] kamen Leutenthal und Sachsenhausen im Jahr 1817 zum Amt Buttstädt,[5] welches 1850 im Verwaltungsbezirk Apolda des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach aufging. 1920 kam Sachsenhausen zum Land Thüringen.

Zwischen 1878 und 1945 bestand für den Ort ein Bahnanschluss an der Weimar-Buttelstedt-Großrudestedter Eisenbahn. Die Strecke wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als Reparationsleistung demontiert.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche mit Kirchhof

Die St. Kilians-Kirche wurde im Jahr 1425 vollendet. Von der Erstausstattung ist die Sakramentsnische in der Chornordwand nebst einigen Schmuckstücken, wie ein Kruzifix mit Resten der originalen Fassung, eine Mondsichelmadonna, eine Maria mit Kind sowie fünf Reliquienbüsten erhalten. Der Flügelaltar stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Taufstein datiert aus dem Jahr 1671. Der Einbau von Kanzel, Orgel und Doppelemporen erfolgte erst 1850. Seit 1875 wurde die Kirche von Wohlsborn betreut, was zur Auflösung der Pfarrei im Jahr 1899 führte. Heute gehört die Kirche zur Gemeinde in Leutenthal.

  • Gehöft, Hintergasse 63
  • Gehöft, Hirtengasse 79

Des Weiteren sind die Gehöfte Buttelstedter Weg 8 – 12 sowie die Brücke Kirchgasse/Buttelstedter Weg als Denkmalensemble geschützt.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung der Gemeinden vom Thüringer Landesamt für Statistik  (Hilfe dazu).
  2. Das Rittergut Leutenthal in Merkels Erdbeschreibung von Kursachsen, S. 149
  3. Die Kommende Liebstedt in Merkels Erdbeschreibung von Kursachsen, S. 149f.
  4. Das Amt Weimar nach 1815 im Buch „Geographische Übersicht der Sachsen-Ernestinischen, Schwarzburgischen, Reussischen und der anliegenden Lande“; S. 56f.
  5. Das Amt Buttstädt im Buch „Geographische Übersicht der Sachsen-Ernestinischen, Schwarzburgischen, Reussischen und der anliegenden Lande“; S. 53

Weblinks

 Commons: Sachsenhausen (Thüringen)  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenhausen (Thüringen) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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