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Sławomir Mrożek


Sławomir Mrożek (* 29. Juni 1930 in Borzęcin bei Krakau; † 15. August 2013 in Nizza, Frankreich) war ein polnischer Schriftsteller und Dramatiker.

Leben

Mrożek studierte Architektur, Kunstgeschichte und Orientalistik. Noch als 23-Jähriger war er ein strammer Stalinist und Unterzeichner eines Offenen Briefes und eines Zeitungsartikels, in welchen er die Todesurteile gegen drei katholische Priester begrüßte.[1] Erste Erfolge hatte er in Polen durch seine Arbeit als Karikaturist. 1957 erschien sein erstes Buch mit satirischen Erzählungen. 1958 gelang ihm mit seinem dramatischen Sketch Die Polizei der große Durchbruch. Damit hatte Mrożek sein Genre gefunden: Er verlegte sich auf das Schreiben von Bühnenstücken, die in ihrer satirischen Schärfe seinen Cartoons in nichts nachstehen.

Mit den Mitteln des absurden Theaters kritisiert er mit griffigen Pointen das Leben in einer Gesellschaft, das geprägt ist von der Kontrolle durch die Polizei, eine Partei, den Staat und seine Bürokratie. Dem Theater, durch das er Weltruhm erlangte, blieb er treu. Er galt bei den polnischen Kultur-Oberen als einer der Vorzeige-Intellektuellen. Als Reaktion auf die Niederschlagung des Prager Frühlings beantragte er 1968 politisches Asyl in Frankreich, wo er sich auch vorläufig niederließ. Vor seiner Rückkehr nach Polen 1996 verbrachte er noch sechs Jahre in Mexiko. Seit 2008 lebte Mrożek neuerlich in Südfrankreich.

Auszeichnungen

Werke

Theaterstücke

  • Die Polizei (1958)
  • Das Martyrium des Piotr O Hey (1959)
  • Der Truthahn (1960)
  • Auf hoher See (1961)
  • Karol (1961)
  • Striptease (1961)
  • Der Kynologe im Zwiespalt (1962)
  • Eine wundersame Nacht (1963)
  • Der Hirsch (1963)
  • Der Tod des Oberleutnants (1963)
  • Das Haus auf der Grenze (1964)
  • Tango (1964)
  • Der Schneider (1966)
  • Der Hund (1966)
  • Der Vierer (1967)
  • Die Propheten (1967)
  • Noch mal von vorn (1968)
  • Ein freudiges Ereignis (1968)
  • Watzlaff (1970)
  • Der Schlachthof (1973)
  • Emigranten (1974)
  • Buckel (1975)
  • Fuchs, der Philosoph (1977)
  • Fuchsjagd (1977)
  • Serenade (1977)
  • Fuchs, der Aspirant (1978)
  • Zu Fuß (1980)
  • Der Botschafter (1982)
  • Alpha (1984)
  • Ein Sommertag (1984)
  • Der Vertrag (1986)
  • Das Porträt (1987)
  • Die Witwen (1992)
  • Liebe auf der Krim (1993)
  • Die Ehrwürdigen. Schöne Aussicht. (2000)
  • Karneval oder Adams erste Frau (2011)[2]

Drehbücher

  • Die Roseninsel (1975)
  • Amor (1978)
  • Die Rückkehr (1994)

Satirische Erzählungen

  • Der klitzekleine Sommer (1956)
  • Der Elefant (1957)
  • Flucht in den Süden (1961)
  • Der Nachtexpress (1970)

Autobiographie und Tagebuch

Übersetzungen

Die frühen Werke wurden von Ludwig Zimmerer übersetzt. Ab Ende der 1960er Jahre dann von Christa Vogel.

  • DER ELEFANT (SŁOŃ). Berlin: Henschel, 1960.
  • HOCHZEIT IN ATOMWEILER (WESELE W ATOMICACH). Berlin: Henssel, 1961. „Stücke“. Berlin: Henschel, 1963.
  • AUF HOHER SEE. DER HIRSCH. Berlin: Henschel, 1963.
  • STRIPTEASE. München: Kaiser, 1963. „Stücke II“. Berlin: Henschel, 1965.
  • DER TRUTHAHN (INDYK). Berlin: Henschel, 1968. „Stücke III“. Berlin: Henschel, 1970.
  • WATZLAFF. EIN SPIEL IN 77 SZENEN (VATZLAV). Berlin: Henschel, 1970.
  • WAS UNS TRÄGT. Berlin: Henschel, 1970.
  • EMIGRANTEN (EMIGRANCI). Berlin: Henschel, 1975.
  • „Stücke“. Berlin: Volk und Welt, 1977.
  • „Gesammelte Werke. Bd. 1: Tango und andere Stücke“. München/Zürich: Piper,1981.
  • „Gesammelte Werke. Bd. 2: Die Giraffe und andere Erzählungen“. München/Zürich: Piper,1981.
  • „Gesammelte Werke. Bd. 3: Amor und andere Stücke“. München/Zürich: Piper, 1981.
  • „Gesammelte Werke. Bd. 4: Der Dicke, der lachte, und andere Erzählungen“. München/Zürich: Piper, 1981.
  • DAS LEBEN IST SCHWER (TRUDNE ŻYCIE). München: dtv, 1985.
  • ZABAWA. SATIRE IN LUSTLOSER ZEIT. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, 1992

Literatur

  • Alek Pohl: Zurück zur Form. Strukturanalysen zu Slawomir Mrozek. Berlin: Henssel. 1972. ISBN 3-87329-064-2
  • Halina Stephan: Transcending the absurd. Drama and prose of Slawomir Mrozek. Amsterdam unter anderem: Rodopi. 1997. (= Studies in Slavic literature and poetics; 28) ISBN 90-420-0113-5
  • Balthasar, mit einem Bildteil und einem Vorwort von Antoni Libera, übersetzt von Marta Kijowska, (BALTAZAR - Autobiografia); Diogenes, Zürich 20076 ISBN 978-3-257065817

Weblinks

 Commons: Sławomir Mrożek  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. vgl. den Text auf der Web Page des Institute of National Remembrance
  2. http://www.diogenes.ch/leser/autoren/a-z/m/mrozek_slawomir/download


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Sławomir Mrożek (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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