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Südniedersachsen


Südniedersachsen bezeichnet den südlichen Teil des deutschen Landes Niedersachsen.

Geographie

Geographische Lage

Geografische Schwerpunkte Südniedersachsens bilden, von West nach Ost, der Solling, der Leinegraben und der westliche Teil des Harzes. Berg- und Beckenräume in ihrem Umland runden den Landschaftsraum ab, im Einzelnen handelt es sich dabei um den Göttingen-Northeimer Wald, das Sollingvorland, das Südwestliche Harzvorland, den Bramwald sowie Teile des Unteren Eichsfeldes und des Eichsfelder Beckens. Südniedersachsen liegt unweit des Mittelpunkts Deutschlands und somit zentral in Deutschland.

In ihrer nördlichen Ausdehnung innerhalb Niedersachsens ist die Region zwar nicht klar abgegrenzt, doch gilt als unumstritten, dass der Landkreis Göttingen und der mit ihm fusionierende Landkreis Osterode am Harz dazu gehören. Auch der angrenzende Landkreis Northeim ist Teil dieser Region. Je nach Bezugsrahmen werden meist außerdem die Landkreise Holzminden und Goslar dazu gezählt, gelegentlich auch der gesamte von Mittelgebirge geprägte Bereich etwa südlich von Hannover, also die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim und Teile der Region Hannover. Einziges Oberzentrum Südniedersachsens im engeren Sinne ist Göttingen, woraus sich hierfür auch die alternative Bezeichnung Region Göttingen ableitet.

Administrative Zuordnungen

Eine Reihe von Institutionen tragen die Regionsbezeichnung im Namen. Es handelt sich meist um kommunale Kooperationen wie z. B. „Zweckverband Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen“ (ZVSN). Im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN), der das Gebiet der Landkreise Göttingen, Holzminden, Northeim und Osterode am Harz umfasst, sind Bus- und Schienenverkehrsunternehmen sowie Aufgabenträger für den ÖPNV zusammengeschlossen. Der Landschaftsverband Südniedersachsen kümmert sich um kulturelle Belange. Im Zuge der Auflösung des Regierungsbezirks Braunschweig im Jahre 2005 wurden ihm hierzu wesentliche Aufgaben der regionalen Kulturförderung vom Land Niedersachsen übertragen. Die Südniedersachsenstiftung versteht sich als unabhängiger und parteipolitisch neutraler Netzwerkkoordinator, der die Entwicklung und das Wachstums der Region Südniedersachsen in ihrer wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Gesamtheit vorantreibt. Im „Regionalverband Südniedersachsen“ kooperieren die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz und die Stadt Göttingen sowie kreisangehörige Städte und Gemeinden in den Bereichen Regionalmarketing, Bildung, Gesundheit, Einzelhandel, Siedlungsflächenentwicklung und demographischer Wandel. Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen ist zuständig für einen Bezirk, der die Landkreise Göttingen, Hildesheim, Holzminden, Northeim und Osterode umfasst.

Geschichte

Die Mittelgebirgslandschaft zwischen oberer Weser und Harz gehörte bis zum Mittelalter zu den Kernlandschaften des Heiligen Römischen Reiches. Seitdem litt die Gegend über mehrere Jahrhunderte unter Kämpfen um die politische Vorherrschaft, wie z.B. unter den Auswirkungen der Hildesheimer Stiftsfehde, des Dreißigjährigen Krieges und des Zweiten Weltkrieges. Im Ergebnis entstand eine politische Randlage. Erhalten blieben zahlreiche kulturelle Schätze, die erst teilweise für den Tourismus erschlossen sind.

Für ein Vorgängerterritorium wurde in der Literatur die Bezeichnung Südhannover geprägt, die sich auf den südlichen Teil von Kurhannover bezog.[1]

Wirtschaft

Zu den größten Unternehmen mit Sitz in Südniedersachsen gehören der Labor- und Prozesstechnologie-Anbieter Sartorius, das Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologieunternehmen KWS Saat, der Spirituosenhersteller Hardenberg-Wilthen, das Fertigungsmesstechnikunternehmen Mahr, der Verpackungs- und Pappeproduzent Thimm, der Anbieter von Aromen und Inhaltsstoffen für Lebensmittel und Kosmetika Symrise sowie das Orthopädie-, Kunststoff- und IT-Unternehmen Otto Bock [2] sowie unter erweiterter Berücksichtigung auch das Chemieunternehmen H.C. Starck mit Sitz in Goslar.

Bildung und Forschung

Die Georg-August-Universität Göttingen, die Technische Universität Clausthal und die HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen liegen in dieser Region. Als Forschungsstandort wird Südniedersachsen zudem vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation, Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin, Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Fraunhofer-Anwendungszentrum für Plasma und Photonik, Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Deutsches Primatenzentrum, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und von Forschungseinrichtungen der Universitätsmedizin Göttingen genutzt.

Markante Landstriche im Bild

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Im Solling, Blick vom Hochsollingturm
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Im Tal der Leine, bei Göttingen
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Im Harz, Blick von der Staumauer der Odertalsperre

Weblinks

 Wikivoyage: Südniedersachsen – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Bruno Crome: Zur Vor- und Frühgeschichte von Südhannover, in: Vaterländische Geschichten und Denkwürdigkeiten der Lande Braunschweig und Hannover, hrsg. von W. Goerges & F. Spehr, 3. Aufl. neu hrsg. von F. Fuhse, Bd. 3, 1927, S. 123 - 134
  2. Hanne-Dore Schumacher: Roter Teppich . In: Göttinger Tageblatt, 9. März 2013, Seite 7. Abgerufen am 11. März 2013.

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Südniedersachsen (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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