Südafrikanische Union - LinkFang.de





Südafrikanische Union


Unie van Suid-Afrika
Unie van Zuid-Afrika
Union of South Africa
(Flagge) (Wappen)
Nationaler Leitspruch:
Ex Unitate Vires (Latein: Kraft durch Eintracht
)
Navigation
Kapkolonie
Natal-Kolonie
Oranjefluss-Kolonie
Transvaal-Kolonie



Republik Südafrika
Amtssprachen Niederländisch; Afrikaans ab 1925 unter Niederländisch subsumiert; Englisch.
Hauptstadt Legislative: Kapstadt
Exekutive: Pretoria
Judikative: Bloemfontein
Staatsform konstitutionelle Monarchie
Regierungssystem Parlamentarische Minderheitsdemokratie
Letzter Monarch Königin Elisabeth II.
Letzter Gouverneur-General Charles Robberts Swart
Letzter Ministerpräsident Hendrik Frensch Verwoerd
Oberfläche
  • Total
  •  % Wasser

2,045,320 km²
nebensächlich
Bevölkerung
18.216.000
8.91/km²
Nettoinlandsprodukt[1]
  • 1911/1912
  • 1961/1962

266 Mio. ZAR
5,036 Mrd. ZAR
Unabhängigkeit vom Vereinigten Königreich
31. Mai 1910
31. Mai 1961
Währung Südafrikanisches Pfund
Zeitzone UTC+2
Nationalhymne Die Stem van Suid-Afrika

Die Südafrikanische Union (niederländisch Unie van Zuid-Afrika ) entstand am 31. Mai 1910 durch Vereinigung der vier britischen Kolonien Kapkolonie, Natal, der Oranjefluss-Kolonie und Transvaal, von denen die beiden letztgenannten vorübergehend als Südafrikanische Republik („Buren-Republik“) bzw. als Oranje-Freistaat selbständig gewesen waren.

Die Provinzen der Union hießen fortan Kapprovinz, Natal, Oranje-Freistaat und Transvaal. 1961 wurde aus der Union die Republik Südafrika.

Innenpolitik

Die Union war anders als Kanada und Australien keine Föderation. Die Parlamente der Kolonien wurden abgeschafft und durch Provinzräte ersetzt. Die Legislative der Union war ein Zweikammer-Parlament, bestehend aus einer Nationalversammlung und einem Senat, die beide zum größten Teil von der weißen Minderheit gewählt wurden.

Zwischen den Provinzen bestanden Rivalitäten in Bezug auf den Sitz der Hauptstadt. Die Kompromisslösung bestand darin, dass Kapstadt Parlamentssitz, Pretoria Regierungssitz und Bloemfontein Sitz des obersten Gerichts wurde. Die Hauptstadt der Provinz Natal, Pietermaritzburg, bekam eine finanzielle Entschädigung. Diese Situation besteht noch heute und führt dazu, dass Minister, Beamte und Diplomaten jedes Jahr von Pretoria nach Kapstadt ziehen, wenn Parlamentssitzungen stattfinden, und zurück nach Pretoria, wenn dies nicht der Fall ist.

Außenpolitik

Als selbst regiertes Dominion des Empire, und später des Commonwealth verblieb die Union unter der britischen Krone, die in Südafrika durch einen Generalgouverneur repräsentiert wurde. Ein Premierminister stand an der Spitze der Regierung. Louis Botha, ein früherer Burengeneral, wurde der erste Premierminister der Union an der Spitze einer Koalition, die die weißen Buren und englischsprachigen Weißen repräsentierte. Im Gegensatz zu den anderen Dominions Kanada, Australien, Neuseeland, Irischer Freistaat und Neufundland waren die Weißen in Südafrika in der Minderheit und konnten die politische Macht nur durch Beschränkung der Rechte der schwarzen Mehrheit bewahren. Die Union erhielt mit dem Statut von Westminster am 11. Dezember 1931 wie die anderen Dominions die Unabhängigkeit von Großbritannien.

Konflikte

Neben dem Rassenkonflikt war der Gegensatz zwischen den rassenpolitisch gemäßigteren, englischsprachigen pro-britischen Weißen und den niederländisch („afrikaans“) sprechenden Buren ein zentraler innenpolitischer Konflikt, der das halbe Jahrhundert des Bestehens der Union prägte. Die Union stand zwar in beiden Weltkriegen an der Seite Großbritanniens, geriet aber nach der Bildung einer Alleinregierung durch die Buren 1948 immer mehr in Gegensatz zum ehemaligen Mutterland. Als Folge davon löste die Union ihre Bindungen zur Krone, führte 1960 eine diesbezügliche Volksabstimmung (Referendum in Südafrika 1960) durch und wurde am 31. Mai 1961 zur Republik Südafrika,[2] die das Commonwealth wegen der Apartheidspolitik verließ. Erst mit der Freilassung von Nelson Mandela fand die Apartheidspolitik 1990 ein Ende.

Literatur

  • Brian Bunting: Rise of the South African Reich. International Defence and Aid Fund for Southern Africa, London 1986, ISBN 978-0-904759-74-7 (online )
  • Monica Cole: South Africa. Dutton, New York 1961
  • David L. Niddrie: South Africa. Nation or Nations? D. Van Nostrand Company, Princeton 1968
  • Leonard Monteath Thompson: The Unification of South Africa, 1902-1910. Clarendon Press, Oxford 1960
  • William Henry Vatcher: White Laager. The Rise Of Afrikaner Nationalism. Pall Mall Press, London 1965
  • Werner Schmidt: Südafrikanische Union (= Die Länder Afrikas. Band 4). 1. Auflage. Schroeder, Bonn 1958
  • William Basil Worsfold: The Union of South Africa. With Chapters on Rhodesia and the Native Territories of the High Commission. Little, Brown, Boston 1913 (PDF-Datei, 34,8 MB )
  • Robert Henry Brand: The Union of South Africa. Clarendon Press, Oxford 1909 (PDF-Datei; 14,2 MB )

Einzelnachweise

  1. Europa Publications: Africa South of the Sahara 1974. 4. Auflage. Europa Publications, London 1974, ISBN 978-0-900362-63-7, S. 745
  2. Dort finden sich weitere Einzelheiten

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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Südafrikanische Union (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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