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Rupert Graf Strachwitz


Rupert Graf Strachwitz (* 30. April 1947 in Luzern) ist Politikwissenschaftler und Historiker. Er ist ehren- und hauptamtlich, praktisch, beratend, forschend und lehrend im Bereich Zivilgesellschaft und Stiftungswesen tätig.

Leben

Der Sohn des deutschen Diplomaten Rudolf Graf Strachwitz und der englischen Schriftstellerin Barbara Greene wuchs in Mendoza (Argentinien), Rom und Berchtesgaden auf. Er studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte in den USA (Colgate University) und in München bis 1974. Seine Magisterarbeit befasste sich mit den ‚Levellers‘, einer zivilgesellschaftlichen revolutionären Gruppe in England im 17. Jahrhundert. Nach sieben Jahren Berufstätigkeit im Malteserorden im Ausland und Malteser-Hilfsdienst in Deutschland war er von 1980 - 1987 Präsident der Verwaltung des Herzogs von Bayern und zugleich ehrenamtliche Führungskraft beim Malteser Hilfsdienst sowie Mitglied verschiedener Gremien des Deutschen Caritasverbandes, zuletzt von 1984 bis 1985 als Vizepräsident.

1987 begann er mit der Beratungstätigkeit für Stiftungen und andere gemeinnützige Organisationen. 1989 gründete er die Maecenata Management GmbH, München, als spezialisierte Dienstleistungs- und Beratungsgesellschaft für diesen Bereich.[1] Seit 1997 ist er Direktor des Maecenata Instituts für Philanthropie und Zivilgesellschaft[2], seit 2010 im Vorstand der Maecenata Stiftung, Er hat vielfach zum Themenbereich Zivilgesellschaft, Bürgerschaftliches Engagement, Religion und Zivilgesellschaft, Philanthropie, Stiftungswesen sowie zu europäischen Themen publiziert.[3]

Er war Gründungsmitglied und von 1994 bis 1997 Vorsitzender von Euconsult, einer europäischen Vereinigung der Berater für den gemeinnützigen Bereich. Von 1995 bis 2000 war er Vorsitzender des deutschen Beirats des Johns Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project, von 1999 bis 2002 Mitglied der Enquete-KommissionZukunft des bürgerschaftlichen Engagements‘ des Deutschen Bundestages, von 2000 bis 2007 Mitglied des Stiftungsrates der Fondazione Cariplo, Mailand, von 1992 bis 2011 Mitglied des Rates von Europa Nostra, dem europäischen Kulturerbeverband und von 1999 bis 2009 Vorstandsmitglied der Theodor-Heuss-Stiftung.

Er ist Mitglied von Stiftungsräten und –vorständen im In- und Ausland. Er wirkt in zwei Ausschüssen des Deutschen Kulturrats mit, ist stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft Berlin[4], Vorsitzender des Bundesfachausschusses Kultur der FDP[5] und Ehrenvorsitzender des Freundeskreises Kloster Andechs.[6]

Er ist stellvertretender Vorsitzender des Beirats, den der ADAC im März 2014 berufen hat, um seinen Reformprozess zu begleiten.[7]

Strachwitz lebt in Berlin.

Auszeichnungen

Schriften

Auswahl

  • Rupert Graf Strachwitz: Achtung vor dem Bürger: Ein Plädoyer für die Stärkung der Zivilgesellschaft Verlag Herder, Freiburg 2014, ISBN 3451335727
  • Rupert Graf Strachwitz: Die Stiftung - ein Paradox?: Zur Legitimität von Stiftungen in einer politischen Ordnung Lucius & Lucius, Stuttgart 2010, ISBN 3828205011.
  • Gabriele Muschter, Rupert Strachwitz, Victoria Strachwitz (Hrsg.): Keine besonderen Vorkommnisse? Zeitzeugen berichten über den Mauerfall Stapp Verlag, Berlin 2009, ISBN 3877762336.
  • Rupert Graf Strachwitz: Dritter Sektor - Dritte Kraft. Versuch einer Standortbestimmung Raabe, Berlin 1998, ISBN 3886495302.
  • Rupert Graf Strachwitz, Florian Mercker (Hrsg.): Stiftungen in Theorie, Recht und Praxis. Handbuch für ein modernes Stiftungswesen. Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3428116801.
  • Stefan Nährlich, Rupert Graf Strachwitz, Eva Maria Hinterhuber, Karin Müller (Hrsg.): Bürgerstiftungen in Deutschland: Bilanz und Perspektiven. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3531146017.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. www.strachwitz.info: Curriculum Vitae . Zugriff am 26. Juni 2014
  2. Maecenata Stiftung: Gremien . Zugriff am 26. Juni 2014
  3. www.strachwitz.info: Publikationen . Zugriff am 26. Juni 2014
  4. Deutsch-Bristische Gesellschaft: Vorstand . Zugriff am 3. Juli 2014
  5. DIE STIFTUNG: Strachwitz Kolumne . Zugriff am 26. Juni 2014
  6. Kloster Andechs: Vorstand . Zugriff am 3. Juli 2014
  7. ADAC: ADAC Beirat nimmt Arbeit auf . Zugriff am 10. November 2014
  8. Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft . Zugriff am 26. Juni 2014


Kategorien: Person (Caritas) | Person (Malteser Hilfsdienst) | Träger des Verdienstordens der Italienischen Republik (Ausprägung unbekannt) | Ritter des Malteserordens (3. Stand) | Geboren 1947 | Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande | Deutscher | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rupert Graf Strachwitz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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