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Rudolf Greinz


Rudolf Heinrich Greinz (* 16. August 1866 in Pradl bei Innsbruck; † 16. August 1942 in Innsbruck) war ein österreichischer Schriftsteller.

Leben

Rudolf Greinz, der Bruder des Kritikers, Erzählers und Übersetzers Hugo Greinz, wurde als Verfasser von religiösen Schriften und konservativen historischen Romanen bekannt. Sein Verhältnis zur Kirche war jedoch stets ambivalent. Obrigkeitsorientiert und dennoch kirchenfeindlich ist z. B. der 1915 erschienene Roman "Äbtissin Verena".

Nach dem Abschluss des Gymnasiums in Salzburg studierte er deutsche Sprache und Literatur, klassische Philologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Graz. Krankheitsbedingt musste Greinz die Studien aber aufgeben und entschied sich für den Schriftstellerberuf. So ließ er sich als freier Schriftsteller in Meran nieder, wo er seine spätere Frau kennenlernte. 1905 zog er mit seiner Familie nach Innsbruck. Dort arbeitete er an der Zeitschrift Der Föhn mit, gemeinsam mit Richard Wilhelm Polifka, Rudolf Brix und Franz Kranewitter. Seine Beiträge stießen allerdings zunehmend auf Kritik und Ablehnung seiner Schriftstellerkollegen weswegen er 1911 nach München übersiedelte. Dort arbeitete er unter dem Pseudonym "Tuifelemaler Kassian Kluibenschädel" an der Zeitschrift Jugend mit. Ab 1933 lebte der beliebte und weitverbreitete Tiroler Erzähler in Aldrans bei Innsbruck. Zahlreiche Reisen führten ihn zu Dichterlesungen im gesamten deutschen Sprachraum, wo er als der typische Vertreter des bodenständigen Schrifttums in Tirol galt und großen Anklang fand.

1939 stellte Greinz den Antrag auf Aufnahme in die Reichsschrifttumskammer, dem rückwirkend mit 1. Juli 1938 stattgegeben wurde.[1]

Der Nachlass von Rudolf Greinz wird an der Universität Innsbruck verwaltet. Die Grabstätte von Rudolf Greinz befindet sich am Ampasser Friedhof, nahe der Landeshauptstadt Innsbruck.

Im Jahr 1955 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Greinzgasse nach ihm benannt. In Innsbruck erinnert die Rudolf-Greinz-Straße in Pradl an ihn. Im Kärntner Feld am See, wo sich Greinz wiederholt aufhielt, gibt es einen Rudolf-Greinz-Weg.

Werke

  • Allerseelen
  • Das Paradies der Philister
  • Der Garten Gottes
  • Der „Warjag“ (1904)
  • Vorfrühling der Liebe
  • Der steile Weg
  • Die große Sehnsucht
  • Über Berg und Tal
  • Das stille Nest
  • Bergheimat - Zwei Erzählungen aus Tirol
  • Mysterium der Sebaldusnacht
  • Die Pforten der Ewigkeit. Legenden
  • Der Turm des Schweigens
  • Marterln und Votivtaferln des Tuifelemalers Kassian Kluibenschädel zu Nutz und Frommen der verehrlichen Zeitgenossen
  • Der heilige Bürokrazius - eine heitere Legende
  • Fridolin Kristallers Ehekarren
  • Gertraud Sonnweber
  • Versunkene Zeit: romantische Liebesgeschichten aus Tirol
  • Dämon Weib
  • Königin Heimat.
  • Rund um den Kirchturm
  • Auf der Sonnseit'n
  • Der Hirt von Lenoberg

Literatur

Quellen

  1. Straßennamen Wiens seit 1860 als „Politische Erinnerungsorte“ (PDF; 4,4 MB), S. 259, Forschungsprojektendbericht, Wien, Juli 2013

Weblinks

 Wikisource: Rudolf Greinz – Quellen und Volltexte


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf Greinz (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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