Route der Industriekultur - LinkFang.de





Route der Industriekultur


Dieser Artikel erläutert die Route der Industriekultur im Ruhrgebiet. Für das Projekt in der Rhein-Main-Region siehe Route der Industriekultur Rhein-Main

Die Route der Industriekultur ist ein Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR) und verbindet als touristische Themenstraße die „wichtigsten und touristisch attraktivsten“ Industriedenkmäler des Ruhrgebiets. Die Auswahl der aufgezählten Stationen trifft der RVR.

Allgemein

Trotz der Bezeichnung Route der Industriekultur handelt es sich nicht um eine einzige Strecke, sondern um ein Netz, das Museen, Ausstellungen, Panorama-Aussichtspunkte und historisch bedeutsame Siedlungen miteinander verbindet. Die einzelnen Orte stellen die industriellen Entwicklungen der zurückliegenden Jahrhunderte im Ruhrgebiet dar. Hierbei dürfte es sich um das weltweit umfangreichste touristische Netzwerk zur Erschließung des industriekulturellen Erbes einer zusammenhängenden Region handeln. Für Radfahrer gibt es ein gesondertes Wegenetz.

Es ist eine etwa 400 km lange Ferienstraße ausgeschildert, die sämtliche Attraktionen einschließt. Das Netz umfasst insgesamt etwa 700 km Radweg im Rahmen der Route der Industriekultur per Rad. Ferner gibt es besondere Routen für Menschen mit Behinderungen[1] sowie Abenteuer für Kinder.[2]

Regelmäßig überarbeitet der RVR die Stationen im Netzwerk, so werden Themenrouten erweitert oder korrigiert und neue Ankerpunkte eröffnet. Anfang Mai 2013 kam mit der Route Nr. 26 "Sakralbauten" eine gänzlich neue Themenroute hinzu.

Da sich das gesamte Netz durch das sehr dicht besiedelte Ruhrgebiet zieht, ist es sehr gut touristisch erschlossen und bietet eine sehr gute Infrastruktur, so wie eine hohe Dichte an Hotels, Jugendherbergen und Campingplätzen.

Die Route der Industriekultur im Ruhrgebiet ist auch als so genannte „Regionale Route“ Teil von „ERIH - European Route of Industrial Heritage“, der Europäischen Route der Industriekultur.

Attraktionen

Zu den 54 Hauptattraktionen zählen

  • 25 Ankerpunkte, zu denen mehrere technik- und sozialgeschichtliche Museen gehören,
  • 17 Aussichtspunkte mit Panoramablick in die Industrielandschaft und
  • 13 bedeutende Arbeitersiedlungen.

Alle Ziele sind mit Auto, Bus und Bahn, aber auch mit dem Fahrrad oder zum Teil sogar per Motorboot gut zu erreichen. Auf die Hauptattraktionen wird durch braune Hinweisschilder mit weißer Schrift hingewiesen.

Ankerpunkte und Besucherzentrum

Zentrales Besucherzentrum ist das Welterbe Zollverein in Essen. Es bietet mit dem "Portal der Industriekultur" umfangreiche Informationsmöglichkeiten. Die Ankerpunkte sind Erlebnisorte und Knotenpunkte für Informationen. Aufzählung von West nach Ost:

Panoramen

In der Themenroute 25 werden die Landmarken und Panoramen beschrieben, die häufig auf Halden oder anderen erhöhten Punkten liegen. Einige davon sind als neue Zeichen der Landmarken-Kunst gestaltet. Die 17 bedeutendsten werden als "Panoramen der Industrielandschaft" besonders herausgestellt:

Siedlungen

In der Themenroute 19 sind zahlreiche Arbeitersiedlungen aufgeführt. Davon sind 13 Siedlungen als besonders bedeutend herausgestellt:

Themenrouten

Von den Ankerpunkten gehen Themenrouten aus, die Hintergründe und Einblicke in vielfältige Aspekte der Industriekultur und -geschichte des Ruhrgebietes vermitteln. Die Themenrouten führen zu über 900 Industrie- und Technikdenkmälern, geben aber viele weitere Tipps zu noch mehr Standorten:

  1. Duisburg: Stadt und Hafen
  2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein
  3. Duisburg: Industriekultur am Rhein
  4. Oberhausen: Industrie macht Stadt
  5. Krupp und die Stadt Essen
  6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier
  7. Industriekultur an der Lippe
  8. Erzbahn-Emscherbruch
  9. Industriekultur an Volme und Ennepe
  10. Sole, Dampf und Kohle
  11. Frühe Industrialisierung
  12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr
  13. Auf dem Weg zur blauen Emscher
  14. Kanäle und Schifffahrt
  15. Bahnen im Revier
  16. Westfälische Bergbauroute
  17. Rheinische Bergbauroute
  18. Chemie, Glas und Energie
  19. Arbeitersiedlungen
  20. Unternehmervillen
  21. Brot, Korn und Bier
  22. Mythos Ruhrgebiet
  23. Parks und Gärten
  24. Industrienatur
  25. Panoramen und Landmarken
  26. Sakralbauten
  27. Route der Industriekultur – Eisen & Stahl[3]
  28. Wasser: Werke, Türme und Turbinen
  29. Bochum – Industriekultur im Herzen des Reviers
  30. Route der Industriekultur – Gelsenkirchen[4]

Nachdem im Mai 2013 mit der Route „Sakralbauten“ erstmals seit mehreren Jahren eine neue Themenroute vom RVR veröffentlicht wurde, kam Ende März 2014 das Thema „Bochum“ hinzu; gleichzeitig wurden drei weitere neue Routen angekündigt.

Siehe auch

 Portal: Route der Industriekultur – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Route der Industriekultur

Literatur

  • Christiane und Uwe Ziebold: Ruhrgebiet – 19 Tagestouren auf der Route der Industriekultur. Radführer. Bruckmann Verlag, München 2012, ISBN 978-3-7654-4833-1
  • Delia Bösch: Ruhrgebiet – Entdeckungsreise Industriekultur. Reiseführer. Klartext Verlag, Essen 2011, ISBN 978-3-8375-0447-7
  • Route Industriekultur. Erlebnisführer. Kommunalverband Ruhrgebiet, 2001, ISBN 3-932165-23-3
  • Daniela Tobler: Industrietourismus im Ruhrgebiet unter spezieller Betrachtung der „Route der Industriekultur“. Magisterarbeit an der Universität Lüneburg Deutschland. Diplomica Verlag, Hamburg 2000, ISBN 978-3-8386-3175-2.

Weblinks

 Commons: Route der Industriekultur  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Route der Industriekultur – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Route Industriekultur: Route für Menschen mit Behinderungen
  2. Route Industriekultur: Abenteuer für Kinder
  3. http://www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/27-eisen-stahl.html
  4. http://www.route-industriekultur.ruhr/themenrouten/30-gelsenkirchen.html

Kategorien: Route der Industriekultur | Ferienstraße in Nordrhein-Westfalen

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Route der Industriekultur (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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