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Rottenbuch


Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Rottenbuch in Oberbayern. Zum gleichnamigen Anwesen in Bozen siehe Ansitz Rottenbuch.
Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-SchongauVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Rottenbuch
Höhe: 763 m ü. NHN
Fläche: 31,46 km²
Einwohner: 1781 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km²
Postleitzahl: 82401
Vorwahl: 08867
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 145
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Klosterhof 42
82401 Rottenbuch
Webpräsenz: www.rottenbuch-boebing.de
Bürgermeister: Markus Bader (FWG)
}

Rottenbuch ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Rottenbuch.

Geografie

Rottenbuch liegt in der Region Bayerisches Oberland. Es existieren die Gemarkungen Rottenbuch und Schönberg.

Weitere Ortsteile sind Achen, Ammerthal, Berg, Engle, Hochkreit, Kreit, Kreitfilz, Krummengraben, Moos, Ölberg, Reiswies, Ristle, Rochusthal, Rudersau, Schleifmühle, Schmauzenberg, Schönegg, Schwaig, Schweinberg, Solder, Voglherd sowie Weihanger.

Geschichte

Der Ortsname rührt von einer Buchenrodung her, da die Anfänge des Ortes und des Klosters auf eine Rodung zurückgehen.[2] Erste urkundliche Erwähnung war im Jahr 1073, als Welf IV. dem schon bestehenden Kloster Rottenbuch große Ländereien zu beiden Seiten der Ammer schenkte.[3] Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark zusammen mit Böbing, Wildsteig und Schönberg. Durch den Reichsdeputationshauptschluss 1803 wurde die Hofmark des Klosters aufgehoben.

Aus der ehemaligen Hofmark Rottenbuch entstanden im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern mit dem Gemeindeedikt von 1818 die politischen Gemeinden Rottenbuch, Böbing, Wildsteig und Schönberg.

Eingemeindungen

Die bis dahin selbständige Gemeinde Schönberg wurde am 1. Mai 1978 eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung

Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2005 2011 2014
Anzahl der Einwohner[5] 825 929 997 1199 1012 1547 1314 1386 1551 1749 1790 1770 1693

Politik

Bürgermeister:

  • 1947–1984: Xaver Kleber
  • 1984–1996: Karl Echtler
  • 1996–2014: Andreas Keller (Freie Wählerschaft, wiedergewählt 2002, 2008 mit 83,4 %)
  • Seit 2014: Markus Bader

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 626 T€, davon waren umgerechnet 108 T€ (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Hauptsehenswürdigkeit ist das Augustiner-Chorherrenstift. Es wurde vom bayerischen Herzog Welf IV. 1073 gegründet und 1803 säkularisiert. Die Klosterkirche Mariä Geburt, ursprünglich im romanischen Stil, wurde 1468–1480 neu errichtet. Im Inneren gibt es Arbeiten von Joseph Schmuzer und dessen Sohn Franz-Xaver Schmuzer im Rokoko-Stil, Deckenfresken von Matthäus Günther und einen Hochaltar und Orgelprospekt von Franz Xaver Schmädl. Die um 1750 erbaute Orgel wurde 1962 erneuert. Auf dem Nordaltar ist ein Marienbild von Erasmus Grasser aus dem Jahr 1493. Nördlich des Ortes steht der 66 m hohe Funkturm Rottenbuch, zur Zeit seiner Errichtung (2002) der höchste Holzturm Deutschlands.

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Rottenbuch

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 455. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zehn, im Bauhauptgewerbe sechs Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 84 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1782 ha Dauergrünfläche.

Bildung

2006 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten der Don-Bosco-Schwestern: 50 Kindergartenplätze
  • Grundschule: 1.–4. Klasse mit vier Lehrern und 93 Schülern
  • Berufsfachschule für Kindererziehung (Don-Bosco-Schwestern)
  • Fachakademie für Sozialpädagogik (Don-Bosco-Schwestern)
  • Schule für Individuelle Lebensbewältigung (Don-Bosco-Schwestern)

Persönlichkeiten

Sonstiges

  • Jährliche Veranstaltungen: Größter Kaltblut-Fohlenmarkt Deutschlands mit Versteigerung unter freiem Himmel und Bierzeltbetrieb (immer Ende August/Anfang September)

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Karl M. Lipp Verlag, München 2003, Band 1, Seite 341
  3. Gemeinde Rottenbuch. In: Der Landkreis Weilheim-Schongau. Herausgeber: Landratsamt Weilheim-Schongau 2010, Texte: Max Biller (Kreisarchivpfleger), Helmut Schmidbauer (Kreisheimatpfleger), Seite 78 f.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 596.
  5. Kommunalstatistik von Rottenbuch , abgerufen am 5. November 2010

Weblinks

 Commons: Rottenbuch  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Rottenbuch – Reiseführer

Kategorien: Ort im Landkreis Weilheim-Schongau | Rottenbuch | Gemeinde in Bayern

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rottenbuch (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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