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Rott (Landkreis Landsberg)


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Landsberg am LechVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Verwaltungs­gemeinschaft: Reichling
Höhe: 702 m ü. NHN
Fläche: 19,74 km²
Einwohner: 1577 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 80 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86935
Vorwahl: 08869
Kfz-Kennzeichen: LL
Gemeindeschlüssel: 09 1 81 137
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Weilheimer Str. 16
86935 Rott
Webpräsenz: www.rott-lech.de
Bürgermeister: Quirin Krötz
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Rott ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Reichling.

Geografie

Rott liegt zwischen Landsberg und Weilheim und zwischen Ammersee und Lech an der Kreuzung der Straßen von Weilheim nach Landsberg und von Dießen nach Schongau im Gebiet des so genannten Lechrain, etwa vier Kilometer nordwestlich des bekannten Klosterdorfes Wessobrunn.

Zum Gemeindegebiet gehören der Eich- oder Kalvarienberg, ein Moränenhügel, der mit 752 m einer der höchsten Punkte im Landkreis Landsberg ist, und der etwa zwei Kilometer südlich in einem Hochmoor liegende Engelsrieder See. Der Ort liegt an einem leicht geneigten Südhang in einer eiszeitlichen Moränenlandschaft. Das Gemeindegebiet gliedert sich in die Ortsteile Rott und Pessenhausen.

Geschichte

Eine erste Besiedelung ist anhand von Hügelgräbern in der Hallstattzeit nachweisbar. Aus der La-Tène-Zeit stammt eine keltische Viereckschanze zwischen Rott und Reichling. Unter den Römern verlief die Straße von Epfach (Abodiakum) nach Raisting (Urusa) über das Gemeindegebiet. Römische Siedlungsnachweise wurden bisher zwar nicht entdeckt, aber zumindest wurde eine Bronzebüste des römischen Gottes Bacchus gefunden, die heute in der Prähistorischen Staatssammlung in München ausgestellt ist. Die germanischen Reihengräber im Ortsgebiet werden auf das 7. Jahrhundert nach Christus datiert.

Der Ortsname Rott wird als Rota erstmals Ende des 11. Jahrhunderts erwähnt und leitet sich vom Rottbach ab, der oberhalb des 1510 angelegten Engelsrieder Sees entspringt und diesen speist. Der Name könnte aus germanischer Zeit stammen und sich auf die rotbraune Farbe des Flusswassers beziehen. Rota lässt sich aber auch indogermanisch als ‚eilendes Wasser‘ deuten.

Im 13. Jahrhundert kam Rott zur Grundherrschaft des Klosters Wessobrunn; erst nach der Säkularisation 1803 erlangte die Gemeinde wieder den Status einer eigenständigen Pfarrei und konnte sich zu einer auch in ökonomischer wie sozialer Hinsicht eigenständigen Einheit entwickeln.

Einwohnerentwicklung

Einen gravierenden Wandel erfuhr Rott nach dem Zweiten Weltkrieg, als das damals etwa 600 Einwohner zählende Dorf 300 Heimatvertriebene aufnehmen musste. Hierdurch entwickelte sich Rott von einem traditionellen Bauerndorf zu einer stärker industriell geprägten Gemeinde mit wachsendem Pendleranteil.

Die Einwohnerzahlen ab 1840 beziehen sich auf die heutige Gemeindefläche (Stand: 1978).

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 2000 2007
Einwohner 371 626 608 991 925 961 1.018 1.418 1.505

Wappen

Die Wappenbeschreibung lautet: In Silber über einem gesenkten blauen Wellenbalken, darin ein silberner Holzschuh, schräg gekreuzt ein roter Schlüssel und ein blaues Rodungsbeil mit rotem Stiel.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • die Johanneskirche in der Ortsmitte mit reichem Rokokoschmuck (Stuck von Michael Merk, Deckengemälde, die Johanneslegende darstellend, von Johann Baptist Baader („Lechhansl“), Skulpturen von Franz Xaver Schmädl)
  • die Ottilienkapelle am nördlichen Ortsrand aus dem Jahr 1483, mit barocker Ausstattung (Michael Merk, Sebastian Jaud, Matthäus Günther) und alten Votivtafeln
  • die neue Pfarrkirche zur Heiligen Familie (eingeweiht 1965) mit grünem Friedhof
  • der Kalvarienberg mit den 14 Kreuzwegstationen von 1878 und der Lourdesgrotte von 1894. Schöner, schattiger Wanderweg die Kreuzwegstationen hinauf, dann über den Kreuzberg bei herrlicher Aussicht auf die Alpenkette zur Ottilienkapelle
  • der Engelsrieder See, ca. 2 km südlich von Rott, beliebter Badesee (Moorsee) am Rande eines Naturschutzgebiets
  • das Dorfmuseum, das mit wechselnden Ausstellungen die Geschichte des Lechrains dokumentiert
  • der Naturlehrpfad und die Streuobstwiese am Lugensee

siehe auch Liste der Baudenkmäler in Rott (Landkreis Landsberg)

Fotos

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).

Weblinks

 Commons: Rott  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Ort im Landkreis Landsberg am Lech | Rott (Landkreis Landsberg) | Gemeinde in Bayern

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