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Romy (Auszeichnung)


Die Romy (auch Kurier Romy) ist ein österreichischer Film- und Fernsehpreis, der jährlich von der Tageszeitung Kurier in Erinnerung an die Schauspielerin Romy Schneider (1938–1982) vergeben wird. Ursprünglich 1990 als reiner Fernsehpreis initiiert, werden seit 2010 auch Leistungen im Bereich Kino berücksichtigt. Initiator und Designer der Romy ist Rudolf John. Die Preisverleihung findet jedes Jahr in der Wiener Hofburg statt.

Der Preis teilt sich in Publikums- und Fachkategorien. Die Gewinner der personenbezogenen Publikumspreise werden von der Allgemeinheit über das Internet aus je nach Kategorie fünf bis sechs Nominierten ausgewählt. In den Fachkategorien werden die sogenannten Akademiepreise vergeben – eine Jury aus Fachjournalisten schlägt in jeder Kategorie drei Nominierte vor, aus der die Akademie (alle bisherigen Romy-Preisträger) die Sieger kürt. Nominiert werden können Produktionen und Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum.[1]

Statistik und Kurioses

2007 bekam Walter Straub, der scheidende Geschäftsführer der Hofburg Kongresszentrum & Redoutensäle Wien, wo alljährlich die Romyverleihung stattfindet, eine Ehren-Romy, in der erfundenen Kategorie „Bester Burgherr“.

Im Jahr 2006 erhielt Moritz Bleibtreu seine zweite Romy als Beliebtester Schauspieler. Bei der After-Show-Party soll ihm angeblich die Romy gestohlen worden sein, wobei es fast zu einer Schlägerei kam, als er sie am Tisch von Alex Scheurer wiederfand.

Bei der Verleihung 1998 wurde Marcel Prawy die Platin Romy für das Lebenswerk von Otto Schenk in einem Kurier-Plastiksackerl überreicht. Dies war eine Anspielung auf die Gewohnheit des Opernkenners, viele Dinge in Plastiksackerln aufzubewahren.

Bei derselben Verleihung trug Caterina Valente ihre Dankesrede singend vor.

1996 kam es zur sogenannten „Grapsch-Affäre“. O. W. Fischer, der in diesem Jahr für das Lebenswerk ausgezeichnet wurde, soll Baumeistergattin Christine Lugner an das Knie gefasst haben, welches ihn „mitfühlend, lieb angelacht“ hat.

Die einzige hölzerne Romy erhielt 1995 Reginald von Ravenhorst, der Schäferhund Rex aus Kommissar Rex, welcher in diesem Jahr als der Beliebteste Serienstar außer Konkurrenz geehrt wurde.

Der wohl romantischste Moment in der Romy-Geschichte fand 1994 statt, als Wolfgang Fierek bei seiner Romy-Auszeichnung als Beliebtester Serienstar seine Freundin Djamila vor laufender Kamera fragte: „Willst du meine Frau werden?“. Der Heiratsantrag wurde angenommen.

1992 kam es zu einem Todesfall während der Romy-Verleihung. Thomas Pluch erlag sieben Minuten, nachdem er seine Romy für das Beste Drehbuch des Jahres erhalten hatte, einem Hirninfarkt. Die Gala wurde abgebrochen, auch wenn das vielen nicht recht war. Uschi Glas: „Was auch passiert, the show must go on“. Alle weiteren Romy-Gewinner des Jahres erhielten ihre Statuetten erst nachträglich bei der Verleihung 1993.

Statuette

Die 24-karätig vergoldete Romy-Statuette ist 30,5 cm hoch, wiegt knapp 2,9 Kilogramm und steht auf einem Edelserpentin-Sockel. Geformt wurde sie nach einer Filmszene aus Der Swimmingpool mit Alain Delon, in der sich Romy Schneider den Träger ihres Kleides richtet.

Preisträger

1990er Jahre

1990
1991
1992
1993
1994
1995
1996
1997
1998
1999

2000er Jahre

2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
Hauptartikel: Romyverleihung 2007
2008
Hauptartikel: Romyverleihung 2008
2009
Hauptartikel: Romyverleihung 2009

2010er Jahre

2010
Hauptartikel: Romyverleihung 2010
2011
Hauptartikel: Romyverleihung 2011
2012
Hauptartikel: Romyverleihung 2012
2013
Hauptartikel: Romyverleihung 2013
2014
Hauptartikel: Romyverleihung 2014
2015
Hauptartikel: Romyverleihung 2015
2016
Hauptartikel: Romyverleihung 2016

Einzelnachweise

  1. Mottinger, Michaela: Das Film- und TV-Publikum wählt seine Favoriten. In: Kurier, 8. März 2012, S. 28.

Weblinks

 Commons: Romy  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Kategorien: Romy (Auszeichnung)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Romy (Auszeichnung) (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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