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Romuald Bauerreiß


Romuald Bauerreiß OSB (* 6. November 1893 in München als Johann Baptist Bauerreiß; † 22. Juni 1971 in München) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Historiker, Autor, Bibliothekar und Mitglied der Benediktiner-Abtei St. Bonifaz (München).

Sein Forschungsschwerpunkt als Historiker war die Bayerische Kirchengeschichte, das von ihm publizierte siebenbändige Handbuch ist ein Standardwerk.

Leben

Bauerreiß war von 1937 bis 1971 als Bibliothekar für die Klosterbibliothek verantwortlich. Zur Zeit des Nationalsozialismus stand er in Kontakt mit Mitgliedern der Weißen Rose. Hans Scholl und Alexander Schmorell arbeiteten 1942 nach einer Vermittlung durch Carl Muth, den Herausgeber der Zeitschrift Hochland, in der Bibliothek [1]. Scholl und Schmorell unterstützte ihn dabei, wertvolle Beständen der Bibliothek ohne Wissen des damaligen Abts Bonifaz Wöhrmüller sicherzustellen, als die staatliche Auflösung des Konvents drohte. Romuald Bauerreiß ist in der Krypta der Abteikirche St. Bonifaz bestattet.

Auszeichnungen

Werke (Auswahl)

Publikationen in Buchform

  • Pie Jesu. Das Schmerzensmannbild und sein Einfluß auf die mittelalterliche Frömmigkeit, München 1931.
  • Sepulcrum Domini. Studien zur Entstehung der christlichen Wallfahrt auf deutschem Boden, München 1936.
  • Arbor Vitae. Der „Lebensbaum“ und seine Verwendung in Liturgie, Kunst und Brauchtum des Abendlandes, München 1938.
  • Fons sacer. Studien zur Geschichte des frühmittelalterlichen Taufhauses auf deutschsprachlichem Gebiet (= Bayerische Benediktinerakademie (Hrsg.), Abhandlungen der Bayerischen Benediktinerakademie, Band 6), München-Pasing 1949.
  • Kirchengeschichte Bayerns:
    • Band 1, Von den Anfängen bis zu den Ungarneinfällen, St. Ottilien 1949.
    • Band 2, Von den Ungarneinfällen bis zur Beilegung des Investiturstreites (1123), St. Ottilien 1950.
    • Band 3, Das XII. Jahrhundert, St. Ottilien 1951.
    • Band 4, Das 13. und 14. Jahrhundert, St. Ottilien 1953.
    • Band 5, Das 15. Jahrhundert, St. Ottilien 1955
    • Band 6, Das sechzehnte Jahrhundert, Augsburg 1965.
    • Band 7, 1600–1803, Augsburg 1970.
  • Der heilige Berg Andechs. Geschichte und Führung (= Große Kunstführer, Band 19), München 1955.
  • Das „Lebenszeichen“. Studien zur Frühgeschichte des griechischen Kreuzes und zur Ikonographie des frühen Kirchenportals (= Veröffentlichungen der Bayerischen Benediktinerakademie, Band 1), Birkeneck bei Freising 1961.
  • Das Kleeblatt des heiligen Patrik, München 1961/62.
  • Stefanskult und frühe Bischofsstadt (= Veröffentlichungen der Bayerischen Benediktinerakademie, Band 2), München 1963.

Beiträge in Sammelwerken

  • Das Kloster Isen als Kultstätte, für die das Sakramentar geschrieben wurde, in: Alban Doid, Leo Eizenhöfer (Hrsg.), Das Prager Sakramentar, Beuron 1949, Band II, S. 37–43.
  • „München – Altheim“. Studien zur frühesten Geschichte der Landeshauptstadt München, in: Adolf Wilhelm Ziegler (Hrsg.), Monachium. Beiträge zur Kirchen- und Kulturgeschichte Münchens und Südbayerns anlässlich der 800-Jahrfeier der Stadt München 1958, München 1958, S. 87–118.
  • Der Andechser Heiligenhimmel, in: Georg Schwaiger, Bavaria Santa. Zeugen christlichen Glaubens in Bayern, Band 2, Regensburg 1971, S. 113–129.

Zeitschriftenartikel

  • Der „gregorianische“ Schmerzensmann und das „Sacramentum Sancti Gregorii“ in Andechs, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Jahrgang 44, Neue Folge 13, Salzburg 1926, S. 57–79.
  • Andechs und die heilige Elisabeth von Thüringen, in: Studien und Mitteilungen aus dem Benediktinerorden, Jahrgang 46, 1928, S. 300–305.
  • Die geschichtlichen Einträge des „Andechser Missale“ (Clm. 3005). Texte und Untersuchung, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens Jahrgang, Jahrgang 47, 1929, S. 52–90, 433–447.
  • Seeon in Oberbayern, eine bayerische Malschule des beginnenden XI. Jahrhunderts, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Jahrgang 50, 1932, S. 529–555.
  • Kloster Sankt Georgen im Schwarzwald, ein Reformmittelpunkt Südostdeutschlands im beginnenden 12. Jahrhundert, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Jahrgang 52, München 1935, S. 47–56.
  • Nochmals das Bistum Neuburg-Staffelsee, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Nummer 14, 1943/44, S. 391–396.
  • Servus servorum Dei“ als Titel frühmittelalterlicher baiuvarischer Äbte, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktiner-Ordens und seiner Zweige, Jahrgang 66, 1955.
  • Die Siegburger Klosterreform in Regensburg, die Kaiserchronik, das Rolandslied und der Pfaffe Konrad, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige, Jahrgang 82, 1971, S. 334–343. (online)
  • Über den Mönch Engilmar von Niederharthausen (NDBY), später Bischof von Parenzo (XI.S.) und sein Benediktionale, in: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte, Band 35, 1972, S. 31–39. (online)

Lexikonartikel

Literatur

  • Bibliographie Romuald Bauerreiß OSB, in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens, Band 79, 1968, S. 418–424.
  • Ulrich Faust, Romuald Bauerreiss. Mönch und Gelehrter in einem Großstadtkloster, in: Michael Langer, Anselm Bilgri (Hrsg.), Weite des Herzens, Weite des Lebens. Beiträge zum Christsein in moderner Gesellschaft. Festschrift zum 25-jährigen Abtsjubiläum des Abts von St. Bonifaz, München/Andechs Dr. Odilo Lechner OSB, Regensburg 1989, ISBN 3-7917-1138-5, Band 1, S. 77–85.
  • Birgitta Klemenz, Peter Pfister, Maria Rita Sagstetter (Hrsg.), Lebendige Steine. St. Bonifaz in München. 150 Jahre Benediktinerabtei und Pfarrei (= Ausstellungskataloge der Staatlichen Archive Bayerns, Band 42), München 2000, ISBN 3-921635-60-8.
  • Esther Meier, Die Gregorsmesse: Funktionen eines spätmittelalterlichen Bildtypus, Köln/Weimar, 2006, ISBN 978-3-412-11805-1, S. 30.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Odilo Lechner, Magazin Edition Bayern Sonderheft # 06, S. 141


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Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Romuald Bauerreiß (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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