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Rodenbach am Main


Rodenbach am Main
Höhe: 175 m
Fläche: 9,79 km²
Einwohner: 771 (1. Jan. 2012)
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 97816
Vorwahl: unbekannt

Rodenbach am Main, ein Stadtteil von Lohr am Main, liegt im Freistaat Bayern, inmitten des Landkreises Main-Spessart. Der Stadtteil hat ca. 830 Einwohner.

Geschichte

1957 wurde bei Bauarbeiten ein Beil aus der Jungsteinzeit geborgen.

Rodenbach gehörte im Mittelalter und der Frühen Neuzeit zum Amt Partenstein. Dieses hatte wechselnden Herren: Zunächst die Grafen von Rieneck, seit ca. 1277 die Erzbischöfe von Mainz und die Herren und Grafen von Hanau gemeinsam, ab 1684 dann nur noch das Erzbistum. Als Teil des Erzstifts Mainz fiel Rodenbach im Reichsdeputationshauptschluss 1803 an das neugebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem (nun ein Departement des Großherzogtums Frankfurt) es 1814 zu Bayern kam.

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Lohr am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Rodenbach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Rodenbach war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main (späteres Kfz-Kennzeichen LOH). Mit Auflösung des Landkreises Lohr im Jahre 1972 kam Rodenbach in den neu gebildeten Landkreis Main-Spessart (Kfz-Kennzeichen KAR, ab 1979 MSP).

Die Bewohner lebten von Weidewirtschaft und dem Anbau und der Verarbeitung von Flachs und Hanf. Leinenweber und Wollweber nahmen ihre Tätigkeit auf und die Produkte wurden bis Frankfurt und Köln verhandelt. Mit der Industrialisierung dieser Gewerbe schwand die Möglichkeit, damit seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als ab Mitte des 19. Jahrhunderts die Ludwigs-West-Bahn (heute: Main-Spessart-Bahn) gebaut wurde, wandten sich viele dieser neuen Möglichkeit, Geld zu verdienen, zu.

Am 1. Januar 1972 wurde Rodenbach am Main in die Stadt Lohr am Main eingegliedert.[1]

Am 11. Mai 1990 stürzte bei Rodenbach ein Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ Transall ab. Alle zehn Insassen starben bei diesem Unglück.[2]

Rienecker Schlösschen

1525 wurde das Rienecker Schlösschen, ein Gutshof im Eigentum der Landesherren und in der Regel verliehen, im Bauernkrieg zerstört. Graf Philipp III. von Rieneck und seine Frau, Margarete von Erbach, bauten den Gutshof 1531 wieder auf. Davon zeugt an dem Gebäude heute noch deren Ehewappen. 1559 starben die Grafen von Rieneck aus und der Gutshof fiel an die Landesherrschaft, damals ein Kondominat zwischen dem Erzbistum Mainz und der Grafschaft Hanau-Münzenberg. 1731 wurde das Rienecker Schlösschen erneut aufgebaut und 1744 an die Herren von Erthal verliehen. Nach deren Aussterben 1805 gelangte der Besitz an die Herren von Dalberg. 1929 konnte die politische Gemeinde Rodenbach das Anwesen kaufen.

Das Rienecker Schlösschen ist Schauplatz einer Erzählung von Maupassant.

Filialkirche St. Rochus

1736/1738 wurde St. Rochus als Filialkirche in Rodenbach erbaut und die Seelsorge von Kapuzinern aus Lohr übernommen. Nachdem das Lohrer Kapuzinerkloster 1820 schloss, erhielt Rodenbach einen eigenen Kaplan und 1826 eigenen Friedhof. 1831 wurde dann eine eigene Pfarrei errichtet und ein Pfarrhaus gebaut.

Einzelnachweise

  1. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 514.
  2. Flugunfalldaten und -bericht im Aviation Safety Network

Weblinks


Kategorien: Ort im Landkreis Main-Spessart | Ehemalige Gemeinde (Landkreis Main-Spessart) | Lohr am Main

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