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Rodaborn


Rodaborn war die erste Autobahnraststätte Deutschlands. Das heute als Ausflugslokal dienende Gebäude befindet sich an der Bundesautobahn 9 bei Triptis in Thüringen.

Geschichte

In Rodaborn (wörtlich: Quelle der Roda) wurde 1928 zwei Kilometer nördlich von Triptis auf der Wittchensteiner Höhe an einer Heilquelle (Roda), der man den Namen Rodaborn gab, ein Walderholungsheim mit Ausflugsgaststätte errichtet. Nach dem Bau der Reichsautobahn LeipzigNürnberg wurde die umgebaute Ausflugsgaststätte am 20. Dezember 1936 als Deutschlands erste Autobahnraststätte eröffnet. Sie gehörte allerdings nicht zu den vom Unternehmen „Reichsautobahn“ betriebenen Reichsautobahn-Rastanlagen.

Bis 1959 wurde die Raststätte von einer Genossenschaft betrieben und ging anschließend in das Eigentum der Stadt Triptis über, wo sie an die Handelsorganisation verpachtet wurde. In den 1970er Jahren geschlossen, wurde die Gaststätte 1986 von der Mitropa wiedereröffnet – diesmal als Raststätte für Transitreisende aus Westdeutschland.

Nach der Wende führte die Mitropa AG die Raststätte weiter, bis sie im Juni 2004 im Zuge des sechsspurigen Ausbaus der A 9 geschlossen wurde. Die maximale Anzahl an Konzessionen für Raststätten an der A 9 ist zwischenzeitlich vergeben, so dass die ehemalige Raststätte Rodaborn heute ein Metallzaun vom angrenzenden Autobahnparkplatz trennt. Ende April 2009 fand die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben einen Käufer für Rodaborn. Seit Mai 2010 hat der Besitzer in der ehemaligen Raststätte ein Ausflugslokal eingerichtet.[1]

Regelmäßig machen Autobahn-Reisende in Rodaborn halt. Da diese oft gefragt hätten, ob sie etwas kaufen könnten, hat die Besitzerin eine Glocke auf der Parkplatzseite aufgehängt.[2] Wegen des Zauns und weil sie von der Autobahn aus nicht erreichbar ist, geriet die ehemalige Raststätte immer wieder in die Schlagzeilen. Im Juli 2012 wollte ein Mann, um zum Bratwurststand zu gelangen, über den Zaun klettern. Dabei blieb er mit seinem Ring am Zaun hängen und riss sich einen Finger ab.[3]

Das Gebäude ist zu Fuß über den Lerchenweg erreichbar, der nördlich aus dem Ortsteil Oberpöllnitz der Stadt Triptis hinausführt.

Einzelnachweise

  1. Sandra Hoffmann: Rodaborn: Wanderer-Imbiss statt Autobahn-Raststätte. In: Thüringer Allgemeine vom 6. Mai 2010
  2. Rodaborn: Kultiger Rastplatz, der keiner sein darf. T-Online Reisen vom 10. Juli 2012
  3. Niels Bula: Mann schwer verletzt beim Zaunklettern an A9 bei Triptis. In: Thüringer Allgemeine vom 3. Juli 2012

Weblinks


Kategorien: Raststätte | Bundesautobahn 9 | Verkehrsgeschichte (Thüringen) | Gastronomiebetrieb (Thüringen) | Verkehrsbauwerk im Saale-Orla-Kreis | Triptis

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rodaborn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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