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Roberto Maroni


Roberto Maroni (* 15. März 1955 in Varese) ist ein italienischer Politiker, Vorsitzender der norditalienischen Regionalpartei Lega Nord, Manager und Rechtsanwalt. In den Regierungen von Silvio Berlusconi war er italienischer Innenminister (Mai 1994–Januar 1995) und Arbeitsminister (Juni 2001–Mai 2006). Von Mai 2008 bis November 2011 bekleidete er erneut das Amt des Innenministers im vierten Kabinett Berlusconi. Seit März 2013 ist er Präsident der Region Lombardei.

Politische Karriere

Maroni studierte Jura an der Universität Mailand und schloss 1979 mit einer Arbeit über das Zivilrecht ab. Nach zwei Jahren Tätigkeit als Rechtsmanager für verschiedene Firmen begann er seine Karriere als Rechtsanwalt.

In der Politik engagierte er sich zunächst in der linksradikalen Democrazia Proletaria, bevor er Umberto Bossi kennenlernte und sich 1990 der Lega Lombarda anschloss, deren Vorsitzender er in seiner Heimatprovinz Varese wurde. Außerdem wurde er 1990 in den Stadtrat von Varese gewählt. 1992 errang er einen Sitz in der Abgeordnetenkammer für die neu gebildete Lega Nord, deren Fraktionsvorsitz er übernahm. Zugleich wurde er in den Parteivorstand der Lega gewählt und trug in Varese als versierter Wahlkämpfer zur erstmaligen Wahl eines Parteifreundes zum Bürgermeister einer Provinzhauptstadt bei.

Nach Berlusconis Wahlsieg im März 1994 wurde Maroni bis Anfang 1995 Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident in dessen erstem Kabinett. Im September 1996 war er an Bossis sezessionistischer Initiative zur Gründung einer autonomen Republik Padanien beteiligt, in deren Folge er zu 4 Monaten und 20 Tagen Freiheitsstrafe wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt verurteilt wurde.

Bei der Bildung des neuen Mitte-rechts-Bündnisses Casa delle Libertà im Vorfeld der Parlamentswahlen 2001 vertrat Maroni seine Partei bei der Ausarbeitung des gemeinsamen Wahlprogramms. Durch den erneuten Wahlsieg der Konstellation erhielt er das Amt des Arbeits- und Sozialministers in Berlusconis zweiter und dritter Regierung (2001–2006). Nach dem Machtwechsel 2006 wurde Maroni in der 15. Legislaturperiode wieder Fraktionsvorsitzender der Lega Nord in der Abgeordnetenkammer und arbeitete zudem im Auswärtigen Ausschuss sowie im Wahlausschuss des Parlaments mit.

Am 8. Mai 2008 wurde er mit dem Amtsantritt der neuen Berlusconi-Regierung zum zweiten Mal italienischer Innenminister. Wie schon zuvor im Ministeramt wendet er sich als Präsident der Region Lombardei gegen die Einwanderung.[1]

Ehrungen und Auszeichnungen

Weblinks

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  Wikiquote: Roberto Maroni – Zitate (italiano)

Einzelnachweise

  1. Regina Kerner: Italiens Norden will flüchtlingsfrei sein, in: Frankfurter Rundschau, 9. Mai 2015, S. 9
  2. Piusorden


Kategorien: Arbeitsminister (Italien) | Lega-Nord-Mitglied | Träger des Piusordens (Ritter) | Innenminister (Italien) | Präsident (Lombardei) | Mitglied der Abgeordnetenkammer (Italien) | Geboren 1955 | Italiener | Mann

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