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Rob Rensenbrink


Rob Rensenbrink

Rob Rensenbrink im Jahre 1978

Spielerinformationen
Voller Name Pieter Robert Rensenbrink
Geburtstag 3. Juli 1947
Geburtsort AmsterdamNiederlande
Größe 178 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1965–1969
1969–1971
1971–1979
1980
1981
DWS Amsterdam
FC Brügge
RSC Anderlecht
Portland Timbers
FC Toulouse
120 0(34)
55 0(24)
260 (143)
18 00(6)
12 00(1)
Nationalmannschaft
1968–1979 Niederlande 49 0(14)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Rob Rensenbrink (* 3. Juli 1947 in Amsterdam; eigentlich Pieter Robert Rensenbrink) ist ein ehemaliger niederländischer Fußballspieler.

Rensenbrink war einer der besten Linksaußen der 1970er Jahre. Er wurde bei der Weltmeisterschaft 1974 und bei der Weltmeisterschaft 1978 jeweils Vizeweltmeister. Bei der Europameisterschaft 1976 wurde er mit den Niederlanden Dritter. Er erzielte in 46 Länderspielen insgesamt 14 Tore.

Verein

Rensenbrink wurde in Amsterdam geboren und begann seine fußballerische Laufbahn beim Amsterdamer Amateurclub DWS. Anschließend ging er 1969 als 22-Jähriger nach Belgien zum Fußball-Club Brügge. Zwischen 1971 und 1980 spielte er für den RSC Anderlecht. Mit dem RSC Anderlecht wurde er zweimal – 1976 und 1978 – Europapokalsieger, zweimal Meister und viermal Pokalsieger. 1977 stand man ebenfalls im Endspiel des Wettbewerbs. 1976 wurde er zu Belgiens Fußballer des Jahres gewählt. Im selben Jahr wurde er als erster Spieler mit dem Onze d’or (Europas Fußballer des Jahres) ausgezeichnet.

Nationalmannschaft

Rensenbrink absolvierte 1968 sein erstes Länderspiel für die Elftal gegen Schottland. Allerdings kam er in den Folgejahren selten zum Einsatz, da Piet Keizer und der Superstar Johan Cruijff auf seiner Position spielten. Rinus Michels nahm ihn dennoch zur WM nach Deutschland mit.

WM 1974

Die Niederlande dominierten mit ihrem Fußball total das Turnier in Deutschland. Rensenbrink hatte einen schweren Stand, da sich die Mannschaft im Wesentlichen aus Spielern von Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam zusammensetzen und er eine Art Außenseiter war. Er war auch mit dem Spielsystem nicht vertraut. Die Position in der linken Offensive war durch Johan Cruijff besetzt, so dass er hinter ihm im linken Mittelfeld spielte. Bis auf ein Spiel spielte er in jedem Spiel der WM mit. Nach dem Spiel gegen Brasilien in der zweiten Finalrunde war Rensenbrink angeschlagen. Die Brasilianer hatten ihm Verletzungen zugefügt. Rinus Michels forderte das Schicksal heraus, als er einen halb-fitten Rensenbrink ins Finale schickte. In der Halbzeitpause musste er durch René van de Kerkhof ersetzt werden. Das Spiel verloren die Niederlande gegen Deutschland mit 1:2.

EM 1976

Die Niederlande qualifizierte sich für die Endrunde der EM 1976 in Jugoslawien. Rensenbrink hatte mit einem Treffer in der Qualifikation zum 3:1-Sieg gegen Italien beigetragen. Sein Team scheiterte im Halbfinale jedoch am späteren Sieger Tschechoslowakei in der Verlängerung. Das Spiel um den dritten Platz gewann man gegen Jugoslawien in der Verlängerung. Rensenbrink nahm an beiden Spielen als Stammspieler teil.

WM 1978

1978 reiste die Elftal unter dem Trainer Ernst Happel zur WM nach Argentinien. Cruyff war zurückgetreten und Rensenbrink konnte nun auf dessen Position spielen. Gemeinsam mit Johnny Rep und René van de Kerkhof bildete er den niederländischen Angriff. Rensenbrink spielte ein starkes Turnier und traf gegen Iran in der Vorrunde dreimal. Gegen Schottland traf er einmal und schoss damit das 1000. Tor der WM-Geschichte. In der zweiten Finalrunde verwandelte er beim 5:1 gegen Österreich einen Elfmeter. Nach einem Unentschieden gegen Deutschland und einem 2:1-Sieg gegen Italien erreichte die Niederlande das Finale gegen Gastgeber Argentinien. Rensenbrink war mit fünf Treffern bester Torschütze der Niederlande und erlebte im Finale die unglücklichste Situation seiner Spielerkarriere. Die Elftal hatte in der 81. Minute zum 1:1 ausgeglichen und in der Nachspielzeit ergab sich eine Torchance für Rensenbrink. Er schoss aus spitzem Winkel auf das leere Tor der Argentinier und traf den Pfosten. Rensenbrink hätte mit einem Tor sein Team nicht nur zum Weltmeister gemacht, sondern wäre mit sechs Treffern auch Torschützenkönig des Turniers geworden. In der Verlängerung schoß Mario Kempes das erste der beiden argentinischen Tore und wurde mit sechs Treffern auch Torschützenkönig des Turniers. Argentinien gewann 3:1.

EM 1980

Mit einem Treffer in der Qualifikation zur EM 1980 gegen Island 1978 leistete Rensenbrink noch einen Beitrag zur erfolgreichen Qualifikation seines Landes für die Europameisterschaft 1980 in Italien, trat dann aber noch vor dem Turnier aus der Elftal zurück. Das Qualifikationsspiel gegen Polen am 2. Mai 1979 in Chorzów (deutsch: Königshütte) war sein letztes Länderspiel.

Trivia

  • Rensenbrink gehört zur FIFA 100, einer von Pelé zum hundertjährigen Geburtstag der FIFA herausgegebenen Liste mit den 125 besten beim Jubiläum noch lebenden Fußballspielern.
  • Mit insgesamt 25 Treffern ist Rensenbrink Rekord-Torschütze in der Geschichte des Europapokals der Pokalsieger.
  • Wie Ende Juli 2015 bekannt wurde, ist Rensenbrink an Progressiver Muskelatrophie, einer Muskelkrankheit und Variante von ALS, erkrankt.[1]

Erfolge

FC Brügge
RSC Anderlecht
Niederlande
  • Vize-Weltmeister 1974
  • Europameisterschafts-Dritter 1976
  • Vize-Weltmeister 1978

Individuelle Auszeichnungen/Rekorde

  • Onze d'Or: 1976
  • Belgischer Goldener Schuh: 1976
  • Belgischer Torschützenkönig (gemeinsam mit Alfred Riedl): 1973
  • Wahl ins All-Star Team WM 1974 (Angriff)
  • Wahl ins All-Star Team WM 1978 (Mittelfeld)

Einzelnachweise

  1. ensenbrink leidet an der Muskelkrankheit PSMA , abgerufen am 29. Juli 2015
VorgängerAmtNachfolger
Johan BoskampBelgiens Fußballer des Jahres
1976
Julien Cools


Kategorien: Fußballspieler (FC Brügge) | Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft (Niederlande) | Fußballnationalspieler (Niederlande) | Geboren 1947 | Fußball-Europapokalsieger der Pokalsieger | Niederländer | Mann

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rob Rensenbrink (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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