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Riederich


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: ReutlingenVorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Landkreis existiert nicht
Höhe: 336 m ü. NHN
Fläche: 4,61 km²
Einwohner: 4288 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 930 Einwohner je km²
Postleitzahl: 72585
Vorwahl: 07123
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 062
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Mittelstädter Straße 17
72585 Riederich
Webpräsenz: www.riederich.de
Bürgermeister: Tobias Pokrop
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Riederich ist eine Gemeinde etwa zehn Kilometer nordöstlich von Reutlingen in Baden-Württemberg. Zur Gemeinde Riederich gehören außer dem gleichnamigen Dorf Riederich keine weiteren Ortschaften.

Geographie

Die Gemeinde liegt im Ermstal.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Gemeinde Riederich, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen bzw. zum Landkreis Esslingen¹:

Bempflingen¹, Grafenberg, Metzingen, Reutlingen-Mittelstadt und Reutlingen-Reicheneck.

Geschichte

Auf der Gemarkung wurden Funde aus der Jungsteinzeit gemacht, die auf eine Siedlung schließen lassen. Ein römischer Heerweg verlief zwischen Bempflingen und Riederich.

Der heutige Ort wurde vermutlich von den Alemannen gegründet; urkundlich erwähnt wurde Riederich erstmals 1097. Später gehörte der Ort zum Oberamt Urach. Nach dessen Auflösung 1938 kam der Ort an den Landkreis Reutlingen.

Religionen

Riederich gehörte lange zur Kirchengemeinde Bempflingen. Da diese zum Kloster Denkendorf gehörte, konnte die Reformation in Riederich erst nach dessen Säkularisierung eingeführt werden. 1860 wurde Riederich eigenständige Pfarrei. Auch heute ist Riederich noch überwiegend evangelisch-lutherisch geprägt. Für die Katholiken ist die römisch-katholische Gemeinde in Metzingen zuständig.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes (nur Hauptwohnsitze).

Stichtag Einwohnerzahl
1. Dezember 1871 ¹ 799
1. Dezember 1900 ¹ 918
17. Mai 1939 ¹ 1.058
13. September 1950 ¹ 1.234
6. Juni 1961 ¹ 1.897
27. Mai 1970 ¹ 2.641
25. Mai 1987 ¹ 3.963
31. Dezember 1995 4.294
31. Dezember 2000 4.285
31. Dezember 2005 4.319
31. Dezember 2010 4.243

Politik

Die Gemeinde Riederich ist Mitglied in der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit Metzingen und Grafenberg (Landkreis Reutlingen)|Grafenberg.

Bürgermeister

Der Bürgermeister wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Die derzeitige Amtszeit von Tobias Pokrop endet 2021.

  • 1951–1989: Alfred Barner
  • 1989–2013: Klaus Bender
  • seit 2013: Tobias Pokrop

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Riederich hat 14 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,0 % (2009: 51,6 %). Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Liste für Riederich (LFR) 52,4 % 7 Sitze (2009: 42,4 %, 6 Sitze)
Bürger für Riederich (BFR) 47,6 % 7 Sitze (2009: 50,5 %, 7 Sitze)
Freie Demokratische Partei 0,0 % 0 Sitze (2009: 7,0 %, 1 Sitz)

Wappen

Blasonierung: In Grün zwischen zwei goldenen Schrägbalken drei goldene Garnspindeln aneinander.

Kultur, Sehenswürdigkeiten und Natur

Musik

  • Musikverein Riederich, gegründet am 18. November 1950
  • Sängerbund Riederich

Bauwerke

  • Alte Post in Riederich, erbaut zwischen 1703 und 1708

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Riederich ist durch die Bundesstraße 312 (Stuttgart - Berkheim) an das überregionale Straßennetz angebunden.

Bildung

Mit der Gutenbergschule besteht eine Grund- und Hauptschule. Für die jüngsten Einwohner gibt es drei gemeindliche Kindergärten.

Ver- und Entsorgung

Das Stromnetz in der Gemeinde wird von der EnBW Regional AG betrieben.[2] Das Erdgasnetz wird von der FairEnergie GmbH betrieben, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Reutlingen GmbH und der EnBW Kommunale Beteiligungen GmbH.[3]

Zur Wasserversorgung dienten in Riederich bis zum Jahr 1928 Schöpfbrunnen, private und zudem zwei öffentliche Pumpbrunnen. Im Frühjahr 1928 konnte die erste zentrale Wasserversorgung in Betrieb genommen werden. Heute besteht das Trinkwasser aus 35 Prozent Eigenwasser aus dem Tiefbrunnen Burris und 65 Prozent Bezug von der Bodensee-Wasserversorgung. Die Mischung erfolgt im Hochbehälter Neubruch.

Der Zweckverband Abwasserreinigung Bempflingen-Riederich betreibt eine gemeinsame Kläranlage für die Abwasserentsorgung der Gemeinden Bempflingen und Riederich.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2014 (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. BDEW (Hrsg.): Karte der Stromnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.
  3. BDEW (Hrsg.): Karte der Gasnetzbetreiber 2012. Frankfurt 2012.

Weblinks

 Commons: Riederich  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Riederich in der Beschreibung des Oberamts Urach von 1831 – Quellen und Volltexte

Kategorien: Ort im Landkreis Reutlingen | Riederich | Gemeinde in Baden-Württemberg

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Riederich (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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