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Richard Lester


Dieser Artikel behandelt den US-amerikanischen Filmregisseur und Autor; für den britischen Botaniker siehe Richard Neville Lester.

Richard Lester (* 19. Januar 1932 in Philadelphia, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Filmproduzent und Autor.

Leben

Lester galt als Wunderkind und begann schon mit 15 Jahren ein Studium an der University of Pennsylvania, wo er sich früh für den britischen Film interessierte, insbesondere für Komödien der Ealing Studios. 1953 zog Lester nach London und arbeitete als Regisseur für unabhängige Fernsehsender. Die von ihm produzierten Shows erlangten die Aufmerksamkeit des Schauspielers Peter Sellers, der ihn engagierte, um die BBC-Radio-Comedy The Goon Show für das britische Fernsehen aufzubereiten. Sie erhielt dort den Titel Idiot Weekly und wurde ein früher Erfolg wie auch die nachfolgenden Shows A Show Called Fred und Son of Fred (beide 1956).

Einen frühen Erfolg als Kinoregisseur erzielte Lester 1963 mit der Filmkomödie Auch die Kleinen wollen nach oben (The Mouse on the Moon) mit Margaret Rutherford, die den Erfolgsfilm Die Maus, die brüllte fortsetzte.

Ein Kurzfilm Lesters mit Spike Milligan und Peter Sellers, The Running Jumping & Standing Still Film (1959), soll einer der Lieblingsfilme der Beatles gewesen sein. Als die sich 1964 entschlossen, einen Kinofilm zu drehen, wurde Lester aus einer Vorschlagsliste als Regisseur des Films Yeah Yeah Yeah (A Hard Day’s Night) verpflichtet. Der Film erwies sich als überaus verkaufsfördernd für die Musik der Beatles. Er enthielt bereits Szenenfolgen, die auch heute noch zu den Sehgewohnheiten in der Musikclip-Industrie zählen, wie beispielsweise das gleichzeitige Verwenden unterschiedlicher Kamerapositionen bei Liveauftritten.

1965 drehte Lester Der gewisse Kniff (The Knack … and How to Get It) mit einer frühen Filmmusik des späteren Stammkomponisten der James-Bond-Filme, John Barry, sowie den zweiten Film der Beatles Hi-Hi-Hilfe! (Help!). In Lesters Film Toll trieben es die alten Römer (A Funny Thing Happened on the Way to the Forum) spielte der Stummfilmstar Buster Keaton 1966 seine letzte Filmrolle, in Farbe und mit Dialog. 1967 folgte mit Wie ich den Krieg gewann (How I Won the War) ein satirischer Anti-Kriegsfilm mit Beatle John Lennon in einer Nebenrolle.

In den 1970er und 1980er Jahren drehte Lester einige kommerziell sehr erfolgreiche Filme, so Die drei Musketiere (The Three Musketeers, 1973) und die gleichzeitig gedrehte Fortsetzung Die vier Musketiere (The Four Musketeers, die 1974 in die Kinos kam), 1976 den Film Robin und Marian (Robin and Marian) mit Sean Connery als gealtertem Robin Hood und den zweiten und dritten Teil der Superman-Filme mit Christopher Reeve.

1989 kam mit Die Rückkehr der Musketiere (The Return of the Musketeers) eine Fortsetzung jener Filme der 1970er Jahre mit denselben Schauspielern in ihren damaligen Rollen in die Kinos. Roy Kinnear, der Darsteller von d’Artagnans Diener Planchet, fiel während der Dreharbeiten vom Pferd und starb an seinen Verletzungen. Lester widmete ihm den Film und beendete als Konsequenz des tragischen Unfalls seine Filmkarriere. Zwei Jahre später drehte er schließlich noch den Konzertfilm Get Back mit Linda und Paul McCartney.

Filmographie (Auswahl)

Weblinks


Kategorien: Geboren 1932 | Filmproduzent | US-Amerikaner | Mann

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