Rheinischer Sparkassen- und Giroverband - LinkFang.de





Rheinischer Sparkassen- und Giroverband


Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband (RSGV) mit Sitz in Düsseldorf ist der Dachverband der 34 Sparkassen im Rheinland. Er wurde 1881 als Verband der Sparkassen in Rheinland und Westfalen gegründet.[1] Der RSGV ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert. Die Sparkassen des Verbandsgebietes sind nach dem Sparkassengesetz für Nordrhein-Westfalen Pflichtmitglieder. Die angeschlossenen Sparkassen beschäftigen mehr als 32.000 Mitarbeiter und repräsentieren ein Geschäftsvolumen von rund 156 Milliarden Euro.

Der RSGV ist einer der bedeutendsten Regionalverbände der Sparkassen-Finanzgruppe in Deutschland. Verbandsvorsteher und Präsident ist Michael Breuer. Höchstes Gremium des RSGV ist die Verbandsversammlung, die sich aus Vertretern der Sparkassen und ihrer Träger, den Kommunen, Landkreisen und Sparkassen-Zweckverbänden zusammensetzt. Vorsitzender der Verbandsversammlung und des Verbandsvorstandes ist der Oberbürgermeister von Krefeld, Gregor Kathstede.

Der RSGV berät die Sparkassen in allen Bereichen und vertritt deren Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und Institutionen. Rund 260 Mitarbeiter erledigen im RSGV die satzungsmäßigen Aufgaben und setzen die geschäftspolitischen Ziele um. Als Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes bestimmt er die geschäftspolitische Ausrichtung und den gemeinsamen Werbeauftritt der Sparkassen mit.

Aufgaben und Ziele

Der satzungsmäßig festgelegte Aufgabenkatalog des RSGV ist vielfältig. Zum Spektrum gehören die Unterstützung der Sparkassen in allen Bereichen, die gutachtliche Beratung der Sparkassen-Aufsichtsbehörden, die Prüfung der Sparkassen sowie deren Repräsentanz gegenüber Öffentlichkeit und Institutionen.

Der RSGV berät und informiert den nordrhein-westfälischen Landtag und die nordrhein-westfälische Landesregierung. Dialogpartner ist der RSGV insbesondere auch für kommunale Spitzenverbände, in denen die Träger der Sparkassen – Gemeinden, Städte, Landkreise, Zweckverbände – zusammengeschlossen sind.

Mit Service-Leistungen unterstützt der RSGV die Arbeit seiner Mitglieds-Sparkassen:

  • Beratung in geschäftspolitischen, steuerlichen und rechtlichen Fragen
  • Projekte, die mit wegweisenden Vertriebsstrategien die innerbetriebliche Leistungsfähigkeit der Sparkassen verbessern
  • Produktentwicklung und Produktmanagement
  • Marketingaktivitäten wie Verkaufsförderungs-Aktionen, Werbekampagnen und Messe-Beteiligungen sowie elektronische Dienstleistungen für den Multikanal-Vertrieb
  • Umsetzung gemeinsamer EDV-Konzepte
  • Übernahme gesetzlich vorgeschriebener Prüfungen, insbesondere der Prüfung des Jahresabschlusses (Testatsfähigkeit)

Mitglieder

Die 34 Mitgliedssparkassen sind die Sparkasse KölnBonn, Kreissparkasse Köln, Stadtsparkasse Düsseldorf, Sparkasse Aachen, Sparkasse Krefeld, Sparkasse Essen, Sparkasse Wuppertal, Sparkasse Neuss, Sparkasse Duisburg, Stadtsparkasse Mönchengladbach, Sparkasse Düren, Sparkasse Hilden-Ratingen-Velbert, Sparkasse Leverkusen, Sparkasse am Niederrhein, Kreissparkasse Heinsberg, Kreissparkasse Düsseldorf, Sparkasse Mülheim an der Ruhr, Stadtsparkasse Oberhausen, Stadt-Sparkasse Solingen, Kreissparkasse Euskirchen, Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe, Verbands-Sparkasse Wesel, Stadtsparkasse Remscheid, Stadt-Sparkasse Langenfeld, Sparkasse Gummersbach-Bergneustadt, Sparkasse Kleve, Stadtsparkasse Emmerich-Rees, Sparkasse der Homburgischen Gemeinden, Stadt-Sparkasse Haan, Stadtsparkasse Wermelskirchen, Sparkasse Radevormwald-Hückeswagen, Verbandssparkasse Goch-Kevelaer-Weeze, Stadtsparkasse Bad Honnef und Sparkasse der Stadt Straelen.

Weiterbildung

Die Weiterbildung der Beschäftigten der Sparkassen wird durch die Sparkassenakademie Nordrhein-Westfalen sichergestellt.

Die rheinischen Sparkassen 2013 in Zahlen

Bilanzsumme 155,5 Milliarden Euro
Kundeneinlagen 108,9 Milliarden €
Kreditvolumen 111,7 Milliarden €
Sparkassen 34
Geschäftsstellen 1.102
SB-Geschäftsstellen 237
Mitarbeiter/-innen 32.061
davon Auszubildende 2.458
Girokonten 5,5 Millionen
Sparkassen-Cards 5,6 Millionen
MASTERCARDs 944.849
VISA-Cards 85042
Geldausgabeautomaten 2.571

Geschichte

Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte. Bitte hilf Wikipedia, das zu verbessern. Mehr zum Thema ist hier zu finden.

Von der Gründung bis 1932

  • 28. Juni 1881: Auftrag zur Gründung des Verbandes der Sparkassen in Rheinland und Westfalen.
  • 27. August 1881: Die Zeitschrift „Die Sparkasse“ wird als Organ des Verbandes von dem Beigeordneten Dr. Carl Heyden in Essen herausgegeben.
  • 28. September 1881: Gründung des Verbandes der Sparkassen in Rheinland und Westfalen in Hagen
  • 22. Juni 1882: Ausdehnung der Tätigkeit des Verbandes auf Westdeutschland
  • 6. Dezember 1884: Ausdehnung der Tätigkeit des Verbandes auf das Reichsgebiet: „Deutscher Sparkassenverband“
  • 1886: Oberbürgermeister Karl Lehr, Duisburg, wird Vorsitzender des Verbandes
  • 1890: Sitzverlegung des „Deutschen Sparkassenverbandes“ nach Berlin
  • 20. Juni 1891: Gründung des „Rheinisch-Westfälischen Sparkassenverbandes“
  • 23. Januar 1892: Verbandsversammlung in Dortmund: Sparkassenrendant Killer, Siegen, beantragt die Einführung fachmännischer Kassenrevisionen
  • 1900: Bürgermeister Max Löcke, Arnsberg, wird Vorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Sparkassenverbandes
  • 1910: Als erster hauptamtlicher Revisor wird Sparkassenrendant a.D. Vogel, Köln, angestellt
  • 1. Dezember 1917: Anstellung des ersten hauptamtlichen Geschäftsführers Theodor Böll
  • 1919: Beigeordneter Dr. Matzerath, Köln, wird Vorsitzender des „Rheinisch-Westfälischen Sparkassenverbandes“
  • 1922: Landesbankrat a.D. Cremer wird Verbandsgeschäftsführer
  • 16. Dezember 1922: Der Verband wird in einen eingetragenen Verein zur Erlangung der Rechtsfähigkeit umgewandelt
  • Oktober 1924: Landesbankdirektor Schierjott wird Verbandsgeschäftsführer
  • 10. Januar 1930: Gründung der Sparkassenschule Düsseldorf
  • 5. August 1931: Kommunalkreditverbot
  • 20. Juli 1932: Verordnung über die Sparkassen sowie die kommunalen Giroverbände und kommunalen Kreditinstitute
  • 29. Dezember 1932: Erlass des Preußischen Staatsministeriums betr. Errichtung des „Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes“ mit Wirkung 1. Januar 1933

1933 bis 1945

  • 1. Januar 1933: Verbandsvorsteher wird Oberbürgermeister Schäfer, Essen, Verbandsgeschäftsführer Direktor Lohe, Düsseldorf
  • 18. August 1933: 1. Verbandsversammlung in Düsseldorf: Oberbürgermeister Schäfer wird zum hauptamtlichen Verbandsvorsteher gewählt
  • 1. Oktober 1933: Errichtung der Revisionsstelle des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes
  • 29. November 1933: Beschluss über die Auflösung und Liquidation des Rheinisch-Westfälischen Sparkassenverbandes
  • 1934: Direktor Heindel wird Verbandsgeschäftsführer
  • 17. März 1938: Revisionsdirektor WP Dr. Unbehend wird Verbandsgeschäftsführer
  • 1. Dezember 1941: Sparkassen aus dem ehemals preußischen Teil des Saarlandes scheiden aus und werden Mitglied des neu gegründeten Sparkassen- und Giroverbandes Westmark

1945 bis 1976

  • 1945: Aufteilung der Rheinprovinz in einen Landesteil Nordrhein (Britische Besatzungszone) und Eingliederung des südlichen Teiles in die Provinz Rheinland-Hessen-Nassau (Französische Besatzungszone). Zur Wahrnehmung der Interessen der Sparkassen in diesem Gebiet wird eine Geschäftsstelle in Sankt Goar errichtet, die im Jahre 1947 nach Neuwied und 1949 nach Koblenz verlegt wird
  • 1945: Der Verband errichtet eine Vordruckstelle; sie wird 1949 auf den Deutschen Sparkassenverlag übertragen
  • 4. August 1949: Verbandsversammlung in Düsseldorf: Annahme der neuen Verbandssatzung, durch die die demokratische Ordnung wieder eingeführt wird
  • 29. November 1951: Finanzminister a.D. Dr. Weitz wird als Nachfolger des am 1. September 1951 verstorbenen Oberbürgermeisters Schäfer zum Verbandsvorsteher gewählt
  • 28. September 1954: Verbandsversammlung in Bad Honnef: Zustimmung zur Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen an der Rheinischen Girozentrale und Provinzialbank
  • 3. Dezember 1957: Landrat Josef Roesch MdL, Bergisch Gladbach, wird Verbandsvorsteher
  • 7. Januar 1958: Gesetz über die Sparkassen sowie über die Girozentralen und Sparkassen- und Giroverbände (Sparkassengesetz) vom 7. Januar 1958
  • 1. April 1958: Gründung des Sparkassen- und Giroverbandes Rheinland-Pfalz, Mainz. Damit scheiden 27 Sparkassen der Regierungsbezirke Koblenz und Trier aus dem Rheinischen Spar- kassen- und Giroverband aus
  • 1. Juni 1958: Personalvertretungsgesetz
  • 1959: Dipl.-Kfm. Ernst Schöttler, Köln, wird nach dem Tode von Dr. Unbehend am 22. November 1958 Verbandsgeschäftsführer
  • 1963: Gründung von Buchungsgemeinschaften der Sparkassen unter Führung des Verbandes
  • 3. September 1969: Verbandsversammlung in Mülheim a. d. Ruhr: Friedel Neuber, MdL wird zum Verbandsvorsteher gewählt. Der Verband beteiligt sich an der neu gegründeten Sparkassen Rechenzentrum Rheinland GmbH
  • 10. Juli 1970: Gesetz über die Sparkassen, über die Girozentrale und Sparkassen- und Giroverbände
  • 1. September 1970: Verordnung über den Betrieb und die Geschäfte der Sparkassen
  • 1. Mai 1971: Dipl.-Kfm. Johannes Fröhlings wird Verbandsgeschäftsführer
  • 21 November 1972: Grundsteinlegung für das Verbandsgebäude
  • 8. April 1975: Novellierung des Sparkassengesetzes
  • 1. Januar 1976: Eine neue Verbandssatzung tritt in Kraft[2]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Festschrift zum 125-jährigen Bestehen. Abgerufen am 2. Juni 2013. (PDF; 4,0 MB)
  2. Alle historischen Daten aus: Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (Hrsg.): 1881 bis 1981 – Der Rheinische Sparkassen- und Giroverband: 100 Jahre Sparkasseneinheit, Deutscher Sparkassenverlag, Stuttgart 1981

Kategorien: Organisation (Düsseldorf) | Körperschaft des öffentlichen Rechts | Sparkassenverband | Gegründet 1881 | Finanzdienstleister (Düsseldorf)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinischer Sparkassen- und Giroverband (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

Änderungen: Alle Bilder mit den meisten Bildunterschriften wurden entfernt. Ebenso alle zu nicht-existierenden Artikeln/Kategorien gehenden internen Wikipedia-Links (Bsp. Portal-Links, Redlinks, Bearbeiten-Links). Entfernung von Navigationsframes, Geo & Normdaten, Mediadateien, gesprochene Versionen, z.T. ID&Class-Namen, Style von Div-Containern, Metadaten, Vorlagen, wie lesenwerte Artikel. Ansonsten sind keine Inhaltsänderungen vorgenommen worden. Weiterhin kann es durch die maschinelle Bearbeitung des Inhalts zu Fehlern gerade in der Darstellung kommen. Darum würden wir jeden Besucher unserer Seite darum bitten uns diese Fehler über den Support mittels einer Nachricht mit Link zu melden. Vielen Dank!

Stand der Informationen: August 201& - Wichtiger Hinweis: Da die Inhalte maschinell von Wikipedia übernommen wurden, ist eine manuelle Überprüfung nicht möglich. Somit garantiert LinkFang.de nicht die Richtigkeit und Aktualität der übernommenen Inhalte. Sollten die Informationen mittlerweile fehlerhaft sein, bitten wir Sie darum uns per Support oder E-Mail zu kontaktieren. Wir werden uns dann innerhalb von spätestens 10 Tagen um Ihr Anliegen kümmern. Auch ohne Anliegen erfolgt mindestens alle drei Monate ein Update der gesamten Inhalte.