Rhein-Sieg-Eisenbahn - LinkFang.de





Rhein-Sieg-Eisenbahn


Dieser Artikel behandelt die 1994 gegründete heutige RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH. Für die bis 1981 existierende Rhein-Sieg-Eisenbahn-AG siehe Bröltalbahn.
RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH (RSE)
Basisinformationen
Webpräsenz rhein-sieg-eisenbahn.de
Bezugsjahr 2014 [1]
Rechtsform GmbH
Sitz Bonn
Gründungsjahr 1994
Geschäftsführung

Lothar Wenzel

Betriebsleitung Daniel Preis
Mitarbeiter 8
Umsatz 2 Mio. EUR
Linien
Spurweite 1435 mm (Normalspur)
Eisenbahn 10 Strecken
Anzahl Fahrzeuge
Lokomotiven 4
Triebwagen 3
Sonstige Fahrzeuge 2 Klv
Statistik
Fahrleistung 500.000 t (Güterverkehr)
Länge Liniennetz
Eisenbahnlinien 225 km

Die RSE Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH (RSE) wurde 1994 vom Verkehrsclub Deutschland und interessierten Privatpersonen mit dem vorrangigen Ziel gegründet, die bedrohte Beueler Industriebahn (Kleinbahn Beuel–Großenbusch) zu erhalten. Inzwischen betreibt die RSE zahlreiche weitere Strecken.

Eisenbahninfrastrukturunternehmen

Heute betätigt sich die RSE bundesweit zum einen als Eisenbahninfrastrukturunternehmen für über 200 Kilometer Eisenbahnstrecken in drei Bundesländern (Stand: Juli 2016):[2][3]

Bayern:

Niedersachsen:

Nordrhein-Westfalen:

Eisenbahnverkehrsunternehmen

Zum anderen agiert die RSE als Eisenbahnverkehrsunternehmen im Personen- und Güterverkehr auch auf anderen Strecken. So werden (Stand: Januar 2011) die Güterverkehrsstellen Bonn-Beuel, Siegburg Siegwerk, Sindorf (in der Stadt Kerpen), Porz (Rhein) und Wiehl (alle in NRW) sowie Weißenthurm (Rheinland-Pfalz) bedient, die damit in den nationalen und internationalen Schienengüterverkehr integriert sind. Im Jahre 2015 werden davon nur noch Bonn-Beuel, Porz und Weißenthurm regelmäßig bedient.

Seit Juni 2007 bewirbt die RSE ihren Heimatbahnhof Bonn-Beuel als Railport Bonn. Unter der Internetadresse www.railport-bonn.de werden die logistischen Möglichkeiten des einzigen Güterbahnhofs in der Region Bonn skizziert.[4]

Im Frühjahr 2007 hat die RSE mit der Nuon-Werksbahn des Chemieparks Oberbruch ein Joint Venture abgeschlossen. Auf dieser Grundlage arbeiten jeweils ein Lokführer der RSE und ein Rangierer der Nuon bei Verschubarbeiten auf dem Werksgelände Oberbruch zusammen. Statt der Dampfspeicherlok verkehrte nun eine Diesellok der RSE. Grund dafür war, dass die bisher für Rangierarbeiten eingesetzte Dampfspeicherlok der Bauart „Meiningen“ aufgrund der ablaufenden Frist ausgemustert werden musste.

Der Chemiepark Oberbruch erhoffte sich durch diese neue Zusammenarbeit höhere Flexibilität, Kontakte zu neuen Kunden und eine größere Auslastung für den Bahnbetrieb. Wegen Insolvenz und Verkauf einiger Unternehmen im Industriepark Oberbruch liegt die Kooperation der RSE mit Nuon derzeit auf Eis. (siehe auch: Wurmtalbahn)[5]

Im März 2007 hat die RSE mit der Ilztalbahn GmbH ein Kooperationsabkommen zur Rettung der Bahnstrecke Passau–Freyung vor der drohenden Entwidmung und zur Übernahme der Strecke geschlossen.[6] Ein entscheidender Schritt war die Erteilung der Betriebsgenehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie am 13. März 2009.[3]

Die RSE reaktivierte die Strecke Menden-Hemer vorübergehend, um im Jahr 2010 den Schienenverkehr zur Landesgartenschau in Hemer zu ermöglichen.[7] Danach wurde die Strecke zur Abgabe an Dritte ausgeschrieben[8] und anschließend zum 1. November 2010 erneut stillgelegt.[9]

Am 1. November 2008 erhielt die RSE nach der Übernahme des Streckenabschnitts KallSchleiden-Oberhausen der Oleftalbahn eine fünfzigjährige Betriebsgenehmigung, wobei der Abschnitt von Höddelbusch bis Schleiden Bahnhof ihr bereits seit 1999 gehörte. Bereits am 11. Dezember wurde die Betriebsgenehmigung auf die Gesamtstrecke bis Hellenthal ausgedehnt; seit dem 11. Dezember 2008 gehört der RSE auch die Reststrecke zwischen Oberhausen und Hellenthal.[10]

Seit 1. August 2011 betreibt die RSE im Auftrag der Bückebergbahn-Gesellschaft die Bahnstrecke Rinteln–Stadthagen, die kurz vor der Stilllegung stand.[11]

Schon seit 1994 wird auf der Strecke Bonn-Beuel (RSE) - Pützchen bzw. Hangelar - Pützchen zum Volksfest Pützchens Markt (jeweils am 2. Septemberwochenende von Freitag - Dienstag) ein eigenwirtschaftlicher SPNV angeboten. Die Züge fahren überwiegend im Halbstundentakt zwischen den Endpunkten und dem Haltepunkt Pützchen, der mitten im Festgelände liegt.

Weblinks

 Commons: Rhein-Sieg-Eisenbahn  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Impressum Homepage RSE , abgerufen 4. November 2014.
  2. Vgl. Infrastruktur der RSE, 13. Dezember 2010 . Abgerufen am 3. Februar 2011.
  3. 3,0 3,1 Förderverein Ilztalbahn e.V., Betriebsgenehmigung für die Ilztalbahn erteilt. 13. März 2009, abgerufen am 14. März 2009.
  4. http://www.railport-bonn.de
  5. Vgl. NUON ENERGIE UND SERVICE GMBH, Joint-Venture mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn, Pressemitteilung vom 1. Februar 2007 (PDF; 69 kB) Abgerufen am 3. Februar 2011.
  6. Vgl. Peter Püschel, Ilztalbahn-GmbH fordert zum Einsteigen auf, 11. Juli 2007 . Abgerufen am 3. Februar 2011.
  7. Paul Kramme: Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecke Hemer-Menden? Es würden Träume wahr: Reaktivierung der Bahnstrecke Hemer-Menden. Der Westen, 24. November 2008, abgerufen am 7. Juli 2015.
  8. Abgabe von Eisenbahninfrastruktur. Strecke Hemer – Menden(Sauerland). 15. Juli 2010, abgerufen am 17. September 2011 (PDF; 8 kB).
  9. Siehe Liste der stillgelegten Strecken in Nordrhein-Westfalen, Zeile 73. Eisenbahnbundesamt, 29. Oktober 2010, abgerufen am 17. September 2011 (XLS; 29 kB).
  10. Rainer Bohnet: RSE erhält Betriebsgenehmigung für die gesamte Oleftalbahn. 11. Dezember 2008, abgerufen am 9. Februar 2013 (Pressemitteilung).
  11. Bückebergbahn wird offiziell getauft. In: Schaumburger Zeitung. 4. Februar 2011, abgerufen am 17. September 2011.

Kategorien: Eisenbahninfrastrukturunternehmen (Deutschland) | Unternehmen (Bonn) | Bahngesellschaft (Deutschland) | Eisenbahnverkehrsunternehmen (Deutschland)

Quelle: Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Rhein-Sieg-Eisenbahn (Vollständige Liste der Autoren des Textes [Versionsgeschichte])    Lizenz: CC-by-sa-3.0

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