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Rhein-Ruhr-Express


RRX ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Für den ARM-Befehl RRX siehe Rotate Right eXtended
RRX: Rhein-Ruhr-Express
Höchstgeschwindigkeit:160 km/h
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Rheinland-Pfalz, Hessen
Linien
Kassel-Wilhelmshöhe (4)
Landesgrenze NRW / Hessen
Warburg (Westf) (4)
Altenbeken (4)
Paderborn Hbf (4)
Soest (4)
Minden (Westf) 6
Bielefeld Hbf 6
Münster (Westf) Hbf 1
Lünen Hbf 1
Hamm (Westf) 4, 6
Kamen 4, 6
Dortmund Hbf 1, 2, 3, 4, 6
Emmerich 5
Wesel 5
Bochum Hbf 1, 2, 4, 6
Wattenscheid 1, 2
Wanne-Eickel Hbf 3
Gelsenkirchen Hbf 3
Essen Hbf 1, 2, 4, 6
Mülheim (Ruhr) Hbf 1, 2, 4, 6
Oberhausen Hbf 3, 5
Duisburg Hbf 1, 2, 3, 4, 5, 6
Düsseldorf Flughafen 1, 2, 3, 4, 5, 6
Düsseldorf Hbf 1, 2, 3, 4, 5, 6
Neuss Hbf (3, 5)
Leverkusen Mitte 1, 2, 4, 6
Köln Messe/Deutz 1, 2, 4, 6
Mönchengladbach Hbf (3, 5)
Köln Hbf 1, 2, 6
Köln/Bonn Flughafen 4
Aachen Hbf 1, (3, 5)
Bonn Hbf 2, 6
Landesgrenze NRW / Rheinland-Pfalz
Koblenz Hbf 6

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) ist ein geplantes System von beschleunigten Regionalzügen, das in der Metropolregion Rhein-Ruhr als Premiumangebot des Regionalverkehrs mit gehobener Ausstattung zwischen Regional-Express (RE) und Fernverkehr angesiedelt sein soll. Die Züge sollen zum Nahverkehrspreis genutzt werden können.

Prognosen erwarten durch das Projekt eine Verlagerung von 31.000 Pkw-Fahrten pro Tag auf die Schiene.[1]

Die Volleinführung soll bis Mitte der 2020er Jahre dauern. Dieser Termin ist inzwischen nicht mehr gesichert,[2] allerdings ist der RRX als Bedarfsplanmaßnahme in der Finanzierungslast des Bundes und im Investitionsrahmenplan des Bundes für 2011–2015 enthalten.[3] Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen lehnt es jedoch ab, sich an der Finanzierung des Betriebs zu beteiligen,[4] und plant, die jährlichen Investitionen für die Infrastruktur landesweit um knapp ein Viertel zu senken.[5][6]

Linienplanungen

RRX 1
Münster – Lünen – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim a.d.R. – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Aachen
gleicht zwischen Dortmund und Aachen dem NRW-Express (RE 1), der zurzeit zweistündlich weiter von und nach Paderborn fährt
RRX 2
Kassel – Paderborn – Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim a.d.R. – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn[7]
neue Linie (kein Ersatz für derzeitigen Rhein-Haard-Express (RE 2))
RRX 3
Dortmund – Wanne-Eickel – Gelsenkirchen – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf
gleicht dem Rhein-Emscher-Express (RE 3), der zurzeit weiter von und nach Hamm fährt
RRX 4
Hamm – Kamen – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim a.d.R. – Duisburg – Düsseldorf – Köln Messe/Deutz – Köln/Bonn Flughafen
neue Linie (kein Ersatz für derzeitigen Wupper-Express (RE 4), zum Flughafen Köln/Bonn fahren derzeit nur der Rhein-Erft-Express (RE 8) und die Linie RE 6a)
RRX 5
Wesel – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf[8]
gleicht dem Rhein-Express (RE 5), der zurzeit zwischen Emmerich und Koblenz verkehrt
RRX 6
Minden – Bielefeld – Hamm – Kamen – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim a.d.R. – Duisburg – Düsseldorf – Köln – Bonn – Koblenz
gleicht zwischen Minden und Düsseldorf dem Westfalen-Express (RE 6), zwischen Duisburg und Koblenz dem Rhein-Express (RE 5)

Die genannten RRX-Linien ersetzen die Regional-Express-Linien NRW-Express (RE 1), Rhein-Emscher-Express (RE 3), Rhein-Express (RE 5), Westfalen-Express (RE 6, ohne die Linie RE 6a) und den Rhein-Hellweg-Express (RE 11).

Geschichte

Infrastruktur und Betrieb

Im Gegensatz zum Metrorapid, der als Magnetschwebebahn (Transrapid) zwischen Dortmund und Düsseldorf gebaut werden sollte, ist der Rhein-Ruhr-Express als herkömmliches Rad-Schiene-System vorgesehen. Dieser soll ebenfalls das Rückgrat des ÖPNV im dichten Takt der Region Rhein-Ruhr darstellen. Ursprüngliche Planungen der Deutschen Bahn und der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen sahen einen 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund und Köln vor.

Im Januar 2005 wurde vom Bundesverkehrsministerium, vom Landesverkehrsministerium NRW und von der Deutschen Bahn eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Demnach sollen vorrangig die Ausbaustrecke Duisburg–Düsseldorf und die Großknoten Köln und Dortmund ausgebaut werden. Der Bund sagte für 2006 bis 2008 Investitionsmittel in Höhe von 250 Millionen Euro zu. Kurzfristig stellte der Bund 20 Millionen Euro für erste Planungsarbeiten zur Verfügung.[9] Im Frühjahr 2005 kündigte die Bundesregierung an, das Projekt bis 2008 mit zusätzlich bereitgestellten Mitteln zu unterstützen. Durch eine Konzentration auf die Knoten Köln, Duisburg und Dortmund sollte das Vorhaben beschleunigt werden.[10]

Der im Oktober 2006 vorgelegte Investitionsrahmenplan (IRP) von 2006 bis 2010 für die Verkehrsinfrastruktur des Bundes sieht den Ausbau der auf der Strecke befindlichen Knoten, insbesondere Köln und Dortmund, sowie die Ausbaustrecke Düsseldorf–Duisburg vor. Am 16. November 2006 wurde eine Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Bund und der Deutschen Bahn unterzeichnet. Die bestehende Trasse zwischen Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen und Dortmund soll dabei für den RRX ausgebaut werden. Zum Einsatz kommen sollen beschleunigungsstarke, 160 km/h schnelle Fahrzeuge.

Am 19. Dezember gleichen Jahres wurde die Vorentwurfsplanung in Gang gesetzt. Für das auf zwei Jahre angelegte Verfahren stellte der Bund 20 Millionen Euro bereit.[11] 2007 wurden 1,13 Mio. Euro Planungskosten aufgewendet, 2008 5,94 Mio. und 2009 3,86 Mio. Euro. Die Vorentwurfsplanung wurde Ende 2009 abgeschlossen. 2010 sind 14,9 Mio. Euro in den Bundeshaushalt für das Projekt eingestellt, im Folgejahr weitere etwa 10 Millionen Euro.[12]

Insgesamt sollen sechs Linien eingerichtet werden. Dabei soll die Stammstrecke zwischen Köln-Deutz und Dortmund von vier Linien im 15-Minuten-Takt bedient werden, die Strecke zwischen Düsseldorf und Oberhausen von zwei Linien im Halbstunden-Takt. Die Planungen sehen vor, zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Duisburg Hauptbahnhof durch die dann insgesamt sechs Linien einen Grundtakt zu realisieren, bei dem durchschnittlich alle zehn Minuten ein RRX fährt. Endpunkte der Linien sollen dann Münster, Minden, Aachen, Emmerich, der Flughafen Köln/Bonn sowie Koblenz in Rheinland-Pfalz sein.

Im Oktober 2008 berichtete der WDR über einen internen Bericht der Deutschen Bahn, aus dem hervorginge, dass erst 2015 mit den Baumaßnahmen für den Rhein-Ruhr-Express begonnen werden könne. Mit einer Inbetriebnahme sei vor 2023 nicht zu rechnen.

Am 12. Dezember 2008 wurde eine zweite Rahmenvereinbarung unterzeichnet, in der Ziele und Schritte zur Realisierung zwischen den Beteiligten vereinbart wurden.[12]

Als Vorabmaßnahme für den RRX und als Restmaßnahme für die Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main wurde der Ausbau zwischen Köln-Mülheim und Gummersbacher Straße zum 13. Dezember 2009 abgeschlossen.[12]

Am 9. November 2009 wurde eine Designstudie der geplanten Fahrzeuge vorgestellt.

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wurde ein NRW-weit neues RE-Netz eingeführt, das als Etappenziel auf dem Weg zum Rhein-Ruhr-Express betrachtet wird.[13]

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Etwa Anfang Mai 2011 wurde das erste Planfeststellungsverfahren, für den Abschnitt zwischen Leverkusen-Rheindorf und Düsseldorf-Hellerhof, eingeleitet.[14] Die weiteren Planfeststellungsverfahren sollen 2011 beginnen. Deren Abschluss war im Dezember 2009 ebenso wenig absehbar wie der Baubeginn des Projekts.[12] Im Herbst 2011 wurde bekannt, dass das Projekt durch den Bund nicht mehr gefördert werden soll.[15] Der damalige Verkehrsstaatssekretär Horst Becker kündigte an, man werde die Förderung beim Bund „massiv einfordern“.[16] Allerdings ist die Landesregierung nicht bereit, das Budget für die Finanzierung des Betriebs aus dem eigenen Haushalt aufzustocken.[17]

Im Herbst 2011 vereinbarten Landesverkehrsminister Harry Voigtsberger und Bahnchef Rüdiger Grube, sich im Herbst 2012 noch einmal zusammenzusetzen und dann eine gemeinsame Absichtserklärung zu unterschreiben, um den Bund in die Pflicht zu nehmen.[18]

Bis zum März 2015 waren 7 der 13 Abschnitte für das Planfeststellungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt vorgelegt worden. Für zwei war der Planfeststellungsbeschluss ergangen. Bei zwei weiteren war der Erörterungstermin verstrichen. Die Abschnitte auf Dortmunder Stadtgebiet und zwischen Düsseldorf und Duisburg wurden bisher dem EBA nicht vorgelegt.[19]

Laut Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von Ende August 2014 soll es für den Abschnitt zwischen Köln und Leverkusen sowie für den Bahnhof Dortmund noch im gleichen Jahr eine Finanzierungsvereinbarung über rund 230 Millionen Euro abgeschlossen werden.[20] Im Dezember 2014 unterzeichneten Bund, Land und Bahn eine Vereinbarung über den Abschnitt zwischen Köln-Mülheim und Langenfeld-Berghausen. Der Streckenabschnitt zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Reisholz soll dazu auf vier Gleise erweitert werden.[21]

Die Beschaffung/Instandhaltung der Züge und der Betrieb wurden separat ausgeschrieben.[22]

Fahrzeugbeschaffung

Um den verschiedenen Auftraggebern des Nahverkehrs Planungssicherheit für die Ausschreibungen und die darin enthaltenen Fahrzeugkonzepte zu geben, wurde Anfang 2011 eine Studie angefertigt, die ein neues Konzept mit Doppelstock-Triebwagenzügen (vorwiegend in Doppeltraktion) statt der einstöckigen Triebwagen empfiehlt.[23] Insbesondere soll hierdurch die Kapazität des Systems um 35 % höher liegen.[2] Im Rahmen des Projekts sollten nunmehr 82 Doppelstock-Triebzüge mit jeweils rund 400 Sitzplätzen beschafft werden.[1]

Für deren Beschaffung und Instandhaltung gab es drei Bewerber. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr verpachtet die Züge für 15 Jahre an die Betreiber.[22] Der Auftrag wurde am 26. März 2015 an Siemens vergeben. Die Lieferung und Wartung von 82 Desiro-HC-Zügen über einen Zeitraum von 32 Jahren umfasst ein Volumen von 1,7 Milliarden Euro.[24] Davon entfallen 800 Millionen Euro auf die Beschaffung.[22] Die 105 m langen Züge verfügen über 400 Sitzplätze und sollen in der Regel mit zwei Zugteilen (entsprechend 800 Sitzplätzen) verkehren.[24]

Vergabe des Verkehrsvertrages

Der dem RRX zu Grunde liegende Verkehrsvertrag wurde, mit einem geschätzten Volumen von zwei Milliarden Euro, europaweit ausgeschrieben.

Vier Unternehmen gaben daraufhin Angebote ab. Der Zuschlag ging, am 16. Juni 2015 bekannt gegeben, an die folgenden zwei Unternehmen:[25]

  • Abellio Rail NRW hat Los 1 mit den Linien RE 1 und RE 11 gewonnen
  • National Express wird die Lose 2 und 3 mit den Linien RE 4, RE 5 und RE 6 betreiben
  • Die eurobahn wird den RE 3 weiterhin bis 2025 betreiben

Die Deutsche Bahn begründet ihre Niederlage im Wettbewerb mit höheren Lohnkosten, die zehn Prozent über denen der Konkurrenz lägen. Laut Angaben des VRR hätten die Konkurrenten jedoch vor allen Dingen bei Verwaltungs- und Energiekosten gepunktet. Mit der Vergabe wird der Marktanteil der Deutschen Bahn im Regionalverkehr Nordrhein-Westfalens voraussichtlich auf unter 50 Prozent sinken.[22]

Kosten und Finanzierung

Der Bund bezifferte 2005 die voraussichtlichen Gesamtkosten auf 1,4 Milliarden Euro. 1,3 Milliarden entfallen dabei auf den Ausbau der Gleisanlagen, 56 Millionen für den Ausbau der Bahnhöfe. Allein der Ausbau zwischen Düsseldorf und Duisburg von vier auf sechs Gleise kostet 900 Millionen Euro. Zwischen Köln-Mülheim und Düsseldorf-Benrath ist ein viergleisiger Ausbau vorgesehen. Auf Basis der abgeschlossenen Vorentwurfsplanung rechnete die Bundesregierung Ende 2009 mit Kosten von zwei Milliarden Euro.[12] 2014 wurden die voraussichtlichen Gesamtkosten mit rund zwei Milliarden Euro beziffert.[21]

Die Kosten im Düsseldorfer Stadtgebiet, zwischen der nördlichen Stadtgrenze und Benrath, sollen nach einer Kostenschätzung von 2015 rund eine Milliarde Euro betragen.[26]

Der Bund beteiligt sich mit 35 Millionen Euro an den Planungskosten, um das Projekt zu beschleunigen.[20]

Vorlaufbetrieb

Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2016 finden erste Linienoptimierungen auf dem Weg zum RRX-Zielnetz statt.

Der NRW-Express (RE 1) entfällt zwischen Hamm und Paderborn.

Dafür beginnt der Rhein-Hellweg-Express (RE 11) wieder in Paderborn, alle zwei Stunden bereits in Kassel-Wilhelmshöhe. Ab Duisburg fährt die Linie RE 11 dann über Düsseldorf Flughafen nach Düsseldorf. Die Bedienung des Abschnittes nach Mönchengladbach über Krefeld übernimmt dann die zum Regional-Express erhobene Linie RB 42, welche bislang in Essen Hauptbahnhof endet.

Der Rhein-Express (RE 5) entfällt zwischen Wesel und Emmerich. Dieser Abschnitt wird dann ausschließlich von der Linie Der Weseler (RB 35) bedient, welche zugleich nach Arnheim und Düsseldorf verlängert wird.[27]

Der Westfalen-Express (RE 6) wird ab Düsseldorf über Neuss, Dormagen und Köln nach Köln/Bonn-Flughafen verlängert und integriert damit zwischen Düsseldorf und Köln die zwischenzeitlich eingeführte Linie RE 6a. Wegen fehlender Trassenverfügbarkeiten kann die Linie nicht über Leverkusen geführt werden.[28] Damit erhalten die linksrheinischen Städte Neuss und Dormagen zum ersten Mal direkten Anschluss an das zentrale Ruhrgebiet.

Die Betriebsleistungen der künftigen RRX-Linien RE 1, RE 5, RE 6 und RE 11 sowie des Wupper-Expresses (RE 4) werden bis zur sukzessiven Inbetriebnahme der neuen RRX-Fahrzeuge von DB Regio NRW erbracht.[29]

Die Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge und der Betreiberwechsel ist für die Linie RE 11 am 9. Dezember 2018, für die Linie RE 5 am 9. Juni 2019, für die Linie RE 6 am 15. Dezember 2019 und für die Linie RE 1 am 14. Juni 2020 vorgesehen.[30]

Auch die Linie RE 4 wird ab dem 13. Dezember 2020 mit den neuen Fahrzeugen bestückt, um genügend Fahrzeugreserven für zukünftige Leistungsausweitungen aufzubauen.[31]

Nach der bisher noch nicht absehbaren Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen sind weitere Veränderungen am Liniennetz, sowie die Einführung einer zusätzlichen Linie zwischen Hamm und Köln geplant.[32]

Netz des Vorlaufbetriebs

Linie Linienweg
RE 1 Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf – Köln Messe/Deutz Köln – Düren – Aachen
RE 3 Hamm – Dortmund – Wanne-Eickel – Gelsenkirchen – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf
RE 5 Wesel – Oberhausen – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf – Köln – Bonn – Remagen – Andernach – Koblenz
RE 6 Minden – Herford – Bielefeld – Gütersloh – Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf – Neuss – Köln – Köln/Bonn-Flughafen
RE 11 Kassel-Wilhelmshöhe – Warburg – Altenbeken – Paderborn – Lippstadt – Soest – Hamm – Dortmund – Bochum – Essen – Mülheim (Ruhr) – Duisburg – Düsseldorf Flughafen – Düsseldorf

Kritik

Die ursprünglichen Pläne beinhalten den Wegfall einiger derzeit von den RE-Zügen bedienten Halte. Die betroffenen Regionen befürchten erhebliche verkehrspolitische Nachteile und treten daher dafür ein, die jetzigen Stationen zu erhalten. Düsseldorf kämpft um den Halt Benrath.[33] Die Kölner Abgeordneten aus Bund und Land haben sich für einen RRX-Systemhalt in Köln-Mülheim ausgesprochen;[34] zu diesem Zweck ist außerdem eine Bürgerinitiative entstanden.[35]

In Wattenscheid wird der geplante Entfall von 4 von 8 stündlichen Halten kritisiert. Der Plan sieht vor, den Bahnhof nur noch von den Linien RRX 1 und RRX 2 (30-Minuten-Takt) bedienen zu lassen und die Linien RB 40 und RE 16 vom Bahnhof Wattenscheid zum S-Bahnhof Wattenscheid-Höntrop zu verlagern. Dort sieht die Lokalpolitik unter anderem große Parkplatzprobleme und eine erhöhte Lärmbelästigung der Anwohner. Am Bahnhof Wattenscheid gibt es schließlich wesentlich mehr Parkplätze und zudem eine bessere Erreichbarkeit für Pendler u. a. durch die zentrale Lage und die direkte Nähe zur A40.[36]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Peter Berger: Stau oder Ölsardine. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 23. März 2015.
  2. 2,0 2,1 Stefan Hennigfeld: Rhein-Ruhr-Express: Interview mit VRR-Mitarbeiter Georg Seifert (Teil 1). In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 31. März 2011, abgerufen am 11. September 2011.
  3. Millionen-eingeplant-fuer-Rhein-Ruhr-Express. In: Welt Online. 16. Dezember 2011, abgerufen am 23. Dezember 2011.
  4. Stefan Hennigfeld: NRW-Verkehrsminister Voigtsberger fordert mehr Investitionsmittel für die Schiene vom Bund. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 2. Februar 2012, abgerufen am 8. April 2012.
  5. Frank Schmidt: Kein Rhein-Ruhr-Express auf Kosten der Infrastrukturinvestitionen. In: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, Bezirk Nordrhein-Westfalen. 29. Mai 2012, abgerufen am 4. Juni 2012.
  6. Stefan Hennigfeld: Rhein-Ruhr-Express: Unseriöse Finanzplanung schadet der Infrastruktur. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 29. Mai 2012, abgerufen am 29. Mai 2012.
  7. Nahverkehrsplan 2012 des VRR, [1] , S. 43
  8. Sven Steinke: VRR schreibt Niederrhein-Netz aus. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 29. April 2012, abgerufen am 4. Juni 2012.
  9. Meldung Rahmenvertrag zum Rhein-Ruhr-Express. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 3/2005, ISSN 1421-2811 , S. 102.
  10. Meldung Mehr Geld für Verkehrsprojekte. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 6/2005, ISSN 1421-2811 , S. 254.
  11. Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung: Hennerkes: Rhein-Ruhr-Express so schnell wie möglich realisieren (Memento vom 1. Mai 2009 im Internet Archive). Presseinformation vom 19. Dezember 2006
  12. 12,0 12,1 12,2 12,3 12,4 Deutscher Bundestag: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Bettina Herlitzius, Dr. Anton Hofreiter, Winfried Hermann, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN: Planungsstand und Haushaltsmittel des Rhein-Ruhr-Expresses (PDF; 75 kB). Drucksache 17/171 vom 22. Dezember 2009
  13. Stefan Hennigfeld: Neues RE-Konzept: Der Countdown läuft. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 25. November 2010, abgerufen am 5. April 2012.
  14. Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Erstes Planfeststellungsverfahren für den RRX eingeleitet. Verkehrsminister Voigtsberger: „Bessere Mobilität für NRW kommt voran“. Presseinformation vom 6. Mai 2011.
  15. Michael Bauchmüller: Beim Verkehr wird’s eng. In: Sueddeutsche Zeitung. 9. September 2011, abgerufen am 11. September 2011.
  16. Robert Franz: Interview mit NRW-Staatssekretär Becker: „Der Rhein-Ruhr-Express wird durchgesetzt“. In: WDR Hörfunk. 9. September 2011, archiviert vom Original am 8. November 2011, abgerufen am 11. September 2011.
  17. Stefan Hennigfeld: Rhein-Ruhr-Express: Kommt er oder kommt er nicht? In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 10. September 2011, abgerufen am 11. September 2011.
  18. Stefan Hennigfeld: Rhein-Ruhr-Express und Betuwe-Linie: Viel Dampf um nichts. In: Eisenbahnjournal Zughalt.de. 15. September 2011, abgerufen am 16. September 2011.
  19. Stand der Planfeststellungsverfahren zum Schienenbauvorhaben Rhein-Ruhr-Express. Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, 10. März 2015, abgerufen am 17. Juni 2015 (pdf).
  20. 20,0 20,1 Dobrindt verspricht Hilfen für Brücken-Sanierung. In: Rheinische Post. 27. August 2014 (online ).
  21. 21,0 21,1 200 Millionen für den RRX freigegeben. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 20. Dezember 2014.
  22. 22,0 22,1 22,2 22,3 Christoph Eisenring: Höchste Eisenbahn für Wettbewerb. In: Neue Zürcher Zeitung. Nr. 139, 19. Juni 2015, ISSN 0376-6829 , S. 27 (online ).
  23. Intraplan Consult: Auswirkungen des Eillsatzes von Doppelstocktriebwagen auf die Fahrplankonzeption und den Fahrzeugbedarf des RRX, Landtag Nordrhein-Westfalen, Drucksache 15/290 (PDF; 5,5 MB)
  24. 24,0 24,1 Siemens AG (Hrsg.): Milliardenauftrag: Siemens baut den Rhein-Ruhr-Express . Presseinformation vom 26. März 2015.
  25. Abellio und National Express sollen den Betrieb der RRX-Linien übernehmen. In: vrr.de. Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, 16. Juni 2015, abgerufen am 30. November 2015.
  26. Ausbau der Bahnstrecke für RRX kostet eine Milliarde Euro. In: Rheinische Post. 22. Juni 2015 (online ).
  27. RRX-Internetauftritt des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen, Einbeziehung der Strecke Hamm – Paderborn – Kassel und des mittleren Niederrheins in das RRX-Netz
  28. Internetauftritt des Kompetenzcenters Integraler Taktfahrplan NRW, NRW-Takt 2017
  29. Presseinformation des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg, RRX-Interimsvergabe geht an DB Regio NRW
  30. Erster Zug soll Ende 2018 rollen. In: nw.de. Westfälische Nachrichten, 17. Juni 2015, abgerufen am 17. Juni 2015.
  31. Land Nordrhein-Westfalen Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen, Der nächste Schritt zum RRX: Mehr Platz und mehr Komfort in neuen Zügen – Ausschreibung startet im Oktober
  32. RRX-Internetauftritt des Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen, Ein Bundesland im neuen Takt
  33. Andreas Rimkus: Bund bleibt beim Thema Rhein-Ruhr-Express (RRX) am Ball. 23. September 2014, abgerufen am 17. Juni 2015.
  34. Kölner Abgeordnete im Bundestag und Landtag NRW: Offener Brief der Kölner Abgeordneten zum RRX. 29. Oktober 2013, abgerufen am 17. Juni 2015 (pdf).
  35. Dr. Olaf Bartz: Wir fordern den unbedingten Halt aller RRX-Linien in Köln-Mülheim!!! Bürgerinitiative RRX für Köln-Mülheim, abgerufen am 7. Juni 2016 (deutsch).
  36. Massive Kritik an RRX-Planung. Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ), 28. Januar 2015, abgerufen am 17. Februar 2016.

Kategorien: Eisenbahnprojekt in Deutschland | SPNV-Linie (Nordrhein-Westfalen)

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