Rhein-Hunsrück-Kreis - LinkFang.de





Rhein-Hunsrück-Kreis


Wappen Deutschlandkarte
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Verwaltungssitz: Simmern/Hunsrück
Fläche: 990,7 km²
Einwohner: 101.945 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: SIM, GOA
Kreisschlüssel: 07 1 40
Kreisgliederung: 137 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Ludwigstraße 3–5
55469 Simmern/Hunsrück
Webpräsenz: www.kreis-sim.de
Landrat: Marlon Bröhr (CDU)
}

Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist eine Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz. Sitz der Kreisverwaltung ist Simmern/Hunsrück, die bevölkerungsreichste Kommune ist die verbandsfreie Stadt Boppard.

Geographie

Lage

Der Landkreis umfasst einerseits die Landschaft links des Mittelrheins zwischen den Städten Oberwesel und Boppard und andererseits dem zentralen und östlichen Hunsrück mit dem Soonwald im Süden des Kreisgebiets. Die höchste Erhebung ist der Simmerkopf mit 653 m ü. NN .

Nachbarkreise

Der Rhein-Hunsrück-Kreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Mayen-Koblenz, Rhein-Lahn-Kreis, Mainz-Bingen, Bad Kreuznach, Birkenfeld, Bernkastel-Wittlich und Cochem-Zell.

Geschichte

Das Gebiet des heutigen Rhein-Hunsrück-Kreises war vor 1800 in viele Herrschaftsgebiete zersplittert, darunter Kurtrier, die Grafschaft Sponheim, die Pfalzgrafen zu Simmern und die ehemaligen Reichsstädte Boppard und Oberwesel. Während der französischen Besetzung unter Napoleon war das Gebiet von 1798 bis 1814 Teil des Departements Rhein-Mosel mit Sitz in Koblenz. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam das Gebiet zu Preußen. 1816 wurden im neu errichteten Regierungsbezirk Koblenz in der Provinz Großherzogtum Niederrhein (ab 1822 Rheinprovinz) u. a. die Kreise Simmern und Sankt Goar neu gebildet. 1946 wurden diese Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz. Bei der Kreisreform wurde der Landkreis Simmern am 7. Juni 1969 mit Teilen der Landkreise Sankt Goar, Cochem, Zell und Bernkastel zum heutigen Rhein-Hunsrück-Kreis vereinigt. Am 7. November 1970 wurden Gemeinden an die Landkreise Bad Kreuznach und Bernkastel-Wittlich abgegeben. Gemeinden des Landkreises Koblenz und die Gemeinde Mastershausen des Landkreises Cochem-Zell kamen hinzu.[2]

Im Zuge einer Gebietsreform in Rheinland-Pfalz wechselten zum 1. Juli 2014 die Gemeinden Lahr, Mörsdorf und Zilshausen aus dem Landkreis Cochem-Zell in den Rhein-Hunsrück-Kreis.[3]

Politik

Kreistagswahl

Kreistagswahl im Rhein-Hunsrück-Kreis 2014
Gewichtetes Ergebnis
 %
50
40
30
20
10
0
43,1
28,7
10,6
7,4
6,3
3,9
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+2,4
+0,2
+1,5
+0,5
-5,5
+0,8
Anmerkungen:
c Freie Wähler Rhein-Hunsrück (FW-RH)
Expression-Fehler: Unerwartete schließende eckige Klammer
Sitzverteilung im
Rhein-Hunsrücker Kreistag 2014
      

Die Kreistagswahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem Ergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
%
1999
Sitze
1999
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 43,1 18 40,7 17 49,3 21 48,8 20
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,7 12 28,5 12 29,9 13 35,2 15
FW-RH Freie Wähler Rhein-Hunsrück 10,6 4 9,1 4 5,8 2 4,4 2
Grüne Bündnis 90/Die Grünen 7,4 3 6,9 3 5,7 2 4,4 2
FDP Freie Demokratische Partei 6,3 3 11,8 5 9,4 4 7,1 3
Linke Die Linke 3,9 2 3,1 1
gesamt 100,0 42 100,0 42 100,0 42 100,0 42
Wahlbeteiligung in % 61,3 59,8 65,3 68,6

Wappen und Flagge

Der Rhein-Hunsrück-Kreis führt ein Wappen sowie eine Hiss- und Bannerflagge.

Wappenbeschreibung:

„Unter von Blau und Gold (Gelb) einreihig geschachtem Schildhaupt: vorne in Gold (Gelb) ein rot bewehrter, nach links gewendeter schwarzer Adler; hinten in Schwarz ein rot gekrönter und bewehrter und goldener (gelber) Löwe.“

Wappenbegründung:

Die Symbole stehen für die ehemaligen Herrschaften, die sich das Kreisgebiet früher teilten: Der Schachbalken im Schildhaupt steht für die Vordere Grafschaft Sponheim, der Löwe für die Kurfürsten von der Pfalz und der Adler für die ehemaligen freien Reichsstädte Oberwesel und Boppard.[4] Das Wappen des Rhein-Hunsrück-Kreises wurde am 6. Januar 1972 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium verliehen.

Verkehr

Zum Rhein-Hunsrück-Kreis gehört nur ein kleiner Abschnitt des linken Rheinufers, jedoch ein großes Gebiet auf den Höhen des Hunsrück.

Bahnverkehr

Im verkehrsgünstigen Rheintal eröffnete die Rheinische Eisenbahngesellschaft schon 1859 die Hauptlinie Bingen am Rhein – Sankt Goar – Koblenz.

Zur Kreisstadt Simmern entstand 1889 eine Verbindung der Preußischen Staatsbahn von Langenlonsheim im Nahetal her. Sie wurde 1901/02 über Kirchberg in Richtung Hermeskeil verlängert, ebenso nach Norden bis Kastellaun und 1906 bis Pfalzfeld; schließlich 1908 über eine Steilstrecke hinunter ins Rheintal nach Boppard.

Eine kurze Strecke der Deutschen Reichsbahn von Simmern nach Gemünden bildete 1921/22 den Abschluss des Bahnbaus. Damit umfasste das Eisenbahnnetz eine Länge von 143 km. Nach den Stilllegungen der Jahre 1963–1984:

  • 1963: Simmern – Holzbach – Gemünden (Hunsrück) 15 km
  • 1976: Simmern – Kirchberg – Hirschfeld – Morbach 28 km
  • 1983: Simmern – Kastellaun – Pfalzfeld – Emmelshausen 38 km
  • 1984: Langenlonsheim – Rheinböllerhütte – Simmern 18 km

blieben für den Personenverkehr nur noch 44 km übrig. Diese zum Teil stillgelegten Bahnstrecken werden heute Hunsrückbahn beziehungsweise Hunsrückquerbahn genannt.

Straßenverkehr

Durch das Kreisgebiet führt die Bundesautobahn 61 Ludwigshafen-Koblenz. Ferner durchziehen mehrere Bundesstraßen und Kreisstraßen das Kreisgebiet, darunter die B 9, links entlang des Rheins, ferner die B 50, die B 421 und die B 327 – letztere besser bekannt als Hunsrückhöhenstraße.

Flughafen

Der Flughafen Frankfurt-Hahn liegt am westlichen Rand des Landkreises, durch die Spezialisierung auf Billigfluggesellschaften, osteuropäische Frachtgesellschaften und militärische Dienstleistungsflugbewegungen werden dem Flughafen weitere Wachstumspotentiale prognostiziert.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 31. Dezember 2014 [5])

Verbandsfreie Gemeinden/Städte:

Verbandsgemeinden mit ihren verbandsangehörigen Gemeinden:

(Sitz der Verbandsgemeinde *)
  1. Badenhard (138)
  2. Beulich (486)
  3. Bickenbach (341)
  4. Birkheim (139)
  5. Dörth (512)
  6. Emmelshausen, Stadt * (4732)
  7. Gondershausen (1261)
  8. Halsenbach (1263)
  9. Hausbay (187)
  10. Hungenroth (240)
  11. Karbach (609)
  12. Kratzenburg (390)
  13. Leiningen (733)
  14. Lingerhahn (463)
  15. Maisborn (133)
  16. Mermuth (242)
  17. Morshausen (359)
  18. Mühlpfad (69)
  19. Ney (348)
  20. Niedert (130)
  21. Norath (454)
  22. Pfalzfeld (606)
  23. Schwall (354)
  24. Thörlingen (150)
  25. Utzenhain (116)
  1. Alterkülz (429)
  2. Bell (Hunsrück) (1441)
  3. Beltheim (1921)
  4. Braunshorn (607)
  5. Buch (905)
  6. Dommershausen (1086)
  7. Gödenroth (485)
  8. Hasselbach (184)
  9. Hollnich (294)
  10. Kastellaun, Stadt * (5155)
  11. Korweiler (86)
  12. Lahr (180)
  13. Mastershausen (972)
  14. Michelbach (163)
  15. Mörsdorf (620)
  16. Roth (253)
  17. Spesenroth (150)
  18. Uhler (365)
  19. Zilshausen (293)
  1. Bärenbach (437)
  2. Belg (141)
  3. Büchenbeuren (1712)
  4. Dickenschied (713)
  5. Dill (199)
  6. Dillendorf (600)
  7. Gehlweiler (243)
  8. Gemünden (1255)
  9. Hahn (185)
  10. Hecken (116)
  11. Heinzenbach (432)
  12. Henau (146)
  13. Hirschfeld (Hunsrück) (297)
  14. Kappel (475)
  15. Kirchberg (Hunsrück), Stadt * (3834)
  16. Kludenbach (95)
  17. Laufersweiler (836)
  18. Lautzenhausen (367)
  19. Lindenschied (210)
  20. Maitzborn (111)
  21. Metzenhausen (117)
  22. Nieder Kostenz (188)
  23. Niedersohren (455)
  24. Niederweiler (387)
  25. Ober Kostenz (257)
  26. Raversbeuren (127)
  27. Reckershausen (365)
  28. Rödelhausen (142)
  29. Rödern (193)
  30. Rohrbach (172)
  31. Schlierschied (185)
  32. Schwarzen (135)
  33. Sohren (3223)
  34. Sohrschied (101)
  35. Todenroth (90)
  36. Unzenberg (417)
  37. Wahlenau (204)
  38. Womrath (194)
  39. Woppenroth (247)
  40. Würrich (152)
  1. Argenthal (1601)
  2. Benzweiler (204)
  3. Dichtelbach (653)
  4. Ellern (Hunsrück) (840)
  5. Erbach (259)
  6. Kisselbach (577)
  7. Liebshausen (492)
  8. Mörschbach (341)
  9. Rheinböllen, Stadt * (4029)
  10. Riesweiler (683)
  11. Schnorbach (242)
  12. Steinbach (Hunsrück) (132)
  1. Damscheid (636)
  2. Laudert (405)
  3. Niederburg (673)
  4. Oberwesel, Stadt * (2814)
  5. Perscheid (363)
  6. Sankt Goar, Stadt (2716)
  7. Urbar (722)
  8. Wiebelsheim (519)
  1. Altweidelbach (243)
  2. Belgweiler (203)
  3. Bergenhausen (118)
  4. Biebern (312)
  5. Bubach (274)
  6. Budenbach (185)
  7. Fronhofen (229)
  8. Holzbach (496)
  9. Horn (342)
  10. Keidelheim (297)
  11. Klosterkumbd (275)
  12. Külz (Hunsrück) (465)
  13. Kümbdchen (470)
  14. Laubach (421)
  15. Mengerschied (730)
  16. Mutterschied (505)
  17. Nannhausen (525)
  18. Neuerkirch (284)
  19. Niederkumbd (308)
  20. Ohlweiler (335)
  21. Oppertshausen (116)
  22. Pleizenhausen (243)
  23. Ravengiersburg (311)
  24. Rayerschied (104)
  25. Reich (347)
  26. Riegenroth (249)
  27. Sargenroth (450)
  28. Schönborn (257)
  29. Simmern/Hunsrück, Stadt * (7718)
  30. Tiefenbach (773)
  31. Wahlbach (179)
  32. Wüschheim (297)

Listen zu dem Begriff „Gebietsveränderungen“ siehe Gebietsreformen in Rheinland-Pfalz

Kfz-Kennzeichen

Am 7. Juni 1969 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Juli 1956 für den Landkreis Simmern gültige Unterscheidungszeichen SIM zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 15. November 2012 ist auch das Unterscheidungszeichen GOA (Sankt Goar) erhältlich.

Literatur

  • Rhein-Hunsrück; hrsg. von der Kreisverwaltung und der Industrie- und Handelskammer zu Koblenz, Bezirksstelle Simmern; Edition Städte – Kreise – Regionen. Deutsche Landkreise im Portrait: Oldenburg 1994, ISBN 3-88363-122-1
  • Eberhard J. Nikitsch: Die Inschriften des Rhein-Hunsrück-Kreises. Teil 1: Boppard, Oberwesel, St. Goar; Die deutschen Inschriften, Bd. 60: Mainzer Reihe, Bd. 8, Reichert, Wiesbaden 2004, ISBN 3-89500-346-8
  • Albert Rosenkranz: Das Evangelische Rheinland. Band 1; Verlag Kirche in der Zeit, Düsseldorf 1956; S. 532 ff., 329 ff., 597 ff.
  • Uwe Anhäuser: Die Ausoniusstraße von Bingen über den Hunsrück nach Trier. Ein archäologischer Reise- und Wanderführer. Rhein-Mosel-Verlag, Alf/Mosel 2006, ISBN 3-89801-032-5

Weblinks

 Commons: Rhein-Hunsrück-Kreis  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz , Seite 164 f. (PDF)
  3. Rhein-Zeitung: "Ich bin Ihr neuer Landrat": Fleck macht den drei Hunsrückdörfern seine Aufwartung
  4. Wappen des Rhein-Hunsrück-Kreises
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).


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